80 Jahre alte Stahlspundwände sind marode / Ufer aus Sand und Steinabdeckung geplant Schmedes-Kaje bekommt ein neues Gesicht

Woltmershausen. Bremenports gibt dem Hohentorshafen im Bereich 'Schmedes-Kaje' ein neues Gesicht. Weil die 80 Jahre alten Stahlspundwände dort auf 280 Metern Länge marode sind, wird voraussichtlich im ersten Halbjahr 2011 ein abgeschrägtes Ufer aus Sand mit Steinabdeckung angelegt. 'Schiffe können dort trotzdem anlegen', versicherte Projektplaner Uwe Krebs im Ausschuss für Umwelt, Bau, Verkehr und Wirtschaft des Woltmershauser Beirats. Für sie können Dalben in den Boden gerammt werden; zum Ufer geht es dann für die Schiffer über stählerne Brücken.
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Von REINER HAASE

Woltmershausen. Bremenports gibt dem Hohentorshafen im Bereich 'Schmedes-Kaje' ein neues Gesicht. Weil die 80 Jahre alten Stahlspundwände dort auf 280 Metern Länge marode sind, wird voraussichtlich im ersten Halbjahr 2011 ein abgeschrägtes Ufer aus Sand mit Steinabdeckung angelegt. 'Schiffe können dort trotzdem anlegen', versicherte Projektplaner Uwe Krebs im Ausschuss für Umwelt, Bau, Verkehr und Wirtschaft des Woltmershauser Beirats. Für sie können Dalben in den Boden gerammt werden; zum Ufer geht es dann für die Schiffer über stählerne Brücken.

Überzeugend finden die Kommunalpolitiker die Pläne vor allem, weil an der Kaje ein drei Meter breiter Streifen für Fußgänger und Radfahrer freigehalten werden soll. Hinter diesem Streifen werde eine Mauer gebaut, die den Stadtteil vor Hochwasser schützen soll.

Krebs berichtete dem Fachausschuss außerdem, dass die Tage des Pissoirs an der Ladestraße gezählt sind. Bremenports will es dem Erdboden gleichmachen, wenn im Stadtteil das Projekt 'nette Toilette' verwirklicht wird. In diesem Projekt des Senators für Umwelt, Bau, Verkehr und Europa erhalten Gastwirte eine kleine Entschädigung, wenn sie ihre Toiletten der Öffentlichkeit zugänglich machen. Der Beirat ist dabei, willige Gastronomen ausfindig zu machen.

An die Stelle des unansehnlichen Klos will Bremenports eine kleine Grünanlage setzen. Für die Gestaltung schlug Krebs dem Fachausschuss vor, dort einige dicke Findlinge zu platzieren, die als Hindernisse für die Schiffe aus dem Neustädter Hafen geborgen worden und zwischengelagert sind. Bei diesen in 'Geoptope' verwandelten Felsbrocken könnten Hinweistafeln aufgestellt werden, die Aufschluss über das Alter der Steine und ihre geologische Herkunft geben. Wenn, wie CDU-Beirat Ole Lindemann vorschlug, auch noch eine Ruhebank aufgestellt wird, hätten Touristen auf dem Radfernweg und Familien mit Kindern aus dem Stadtteil eine interessante Rastmöglichkeit. 'Das wäre ein Gewinn für das Tor zum Stadtteil', kommentierte der sachkundige Bürger Cornelis van Raamsdonk den Vorschlag. Ausschusssprecher Holger Meier (SPD) nannte den Vorschlag 'sympathisch', Ole Lindemann (CDU) stufte ihn als 'charmant' ein.

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