Kreuzung Carl-Franke-Straße/Oldenburger Straße Strafzettel und Bußgelder bleiben ohne Wirkung

Woltmershausen. An der Kreuzung Carl-Franke-Straße/Oldenburger Straße unter der Hochstraße biegen Autofahrer weiterhin mit freundlichem Lächeln oder gar hämischem Grinsen bewusst falsch nach rechts ab, doch Abhilfe ist nicht in Sicht. 'Die Polizei ist häufig präsent und schreibt eifrig Strafzettel. Aber zehn Euro Bußgeld schrecken offenbar nicht ab', stellt Ortsamtsleiter Klaus-Peter Fischer bei einem Lokaltermin mit dem Woltmershauser Ausschuss für Umwelt, Bau, Verkehr und Wirtschaft fest.
14.03.2010, 19:50
Lesedauer: 2 Min
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Von Reiner Haase

Woltmershausen. An der Kreuzung Carl-Franke-Straße/Oldenburger Straße unter der Hochstraße biegen Autofahrer weiterhin mit freundlichem Lächeln oder gar hämischem Grinsen bewusst falsch nach rechts ab, doch Abhilfe ist nicht in Sicht. 'Die Polizei ist häufig präsent und schreibt eifrig Strafzettel. Aber zehn Euro Bußgeld schrecken offenbar nicht ab', stellt Ortsamtsleiter Klaus-Peter Fischer bei einem Lokaltermin mit dem Woltmershauser Ausschuss für Umwelt, Bau, Verkehr und Wirtschaft fest.

Dass die Anwohner auch nach dem Einbau eines massiven Pollers empört sind und fürchten, dass Fußgänger trotz Ampelgrüns unter die Räder eines falsch abbiegenden Fahrzeugs geraten könnten, wurde in öffentlicher Ausschusssitzung im Kinder- und Familienzentrum Warturmer Platz nach dem Lokaltermin deutlich. 'Muss denn erst ein Kind überfahren werden, weil ein Autofahrer nicht nur das Abbiegeverbot, sondern auch noch das Ampelgrün für Fußgänger missachtet?' Diese Frage steht im Raum. 'An einer solchen Diskussion beteilige ich mich lieber nicht', kommentiert der Ortsamtsleiter. Allerdings sind die Politiker im Fachausschuss höchst unzufrieden, weil das Amt für Straßen und Verkehr der Forderung der Woltmershauser nach einem 'Blitzer' an dieser Stelle einen Korb gegeben hat. Das Amt argumentiere mit hohen Kosten für das Gerät und die Induktionsschleifen in der Fahrbahn, erläutert Fischer.

Keine Warteflächen

'Wir haben uns vor den Bürgern blamiert', kommentiert der Ortsamtsleiter enttäuscht die Ankündigung der Bremer Straßenbahn AG, dass die neu eingeplanten Haltestellen der Buslinie 63 nicht in vollem Umfang bedient werden können. Der Beirat hatte sich laut gefreut, dass der Stadtteil Woltmershausen mit den drei Haltestellen Senator-Paulmann-Straße, Warturmer Heerstraße und Visbeker Straße von Sonnabend, 20. März, an besser an das Netz des öffentlichen Personennahverkehrs angebunden wird. Für die Haltestelle Visbeker Straße bleibt das ein frommer Wunsch für die Zukunft, weil jetzt festgestellt wird, dass die Fahrgäste am Rande der Straße keine Wartefläche zur Verfügung haben. Gleiches gilt für die Haltestelle Warturmer Heerstraße stadteinwärts. 'Man könnte die Flächen mit wassergebundenen Decken wie auf Parkwegen herstellen', so Fischer, 'aber es ist nicht zu erkennen, wo das Geld dafür herkommen soll.' Und überhaupt: 'Es wäre besser gewesen, wenn man uns früher informiert und beteiligt hätte. Jetzt ist es eine Minute vor Zwölf.'

Eine gute Nachricht war für den Ausschuss die Ankündigung, dass das Amt für Straßen und Verkehr das Materiallager auf dem Kieserling-Gelände unterhalb der Oldenburger Straße räumen will und die Flächen vermarktet werden können. 'Es gibt interessierte Firmen, die darauf warten', berichtet der Ortsamtsleiter.

Freigehalten werden soll ein Grünstreifen mit Weg, der die Stadtmitte mit dem Naherholungsgebiet Niedervieland verbindet. Aber auch das ist Zukunftsmusik, weil das nötige derzeit Geld nicht zur Verfügung steht.

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