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Antrag der Grünen
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Beirat will einen autofreien Samstag im Jahr fürs Viertel

Matthias Holthaus 26.05.2019 9 Kommentare

„Eine schöne Idee“, meint Helmut Kersting (Linke) dazu, fügt aber an, dass die Absperrung und Organisation nicht nur umfangreich, sondern auch kostspielig werden würde.
„Eine schöne Idee“, meint Helmut Kersting (Linke) dazu, fügt aber an, dass die Absperrung und Organisation nicht nur umfangreich, sondern auch kostspielig werden würde. (Pascal Faltermann)

Auf „grundsätzliches Einverständnis“ hoffte die Fraktion der Grünen in der vergangenen Beiratssitzung mit ihrem Antrag, den Straßenzug Steintor und Ostertorsteinweg an einem Sonnabend für den privaten Pkw-Verkehr zu sperren.

Das Viertel sei mit Straßenbahn, Fahrrad und zu Fuß gut erreichbar, zudem seien es vor allem die Anwohner selbst, die an Sonnabenden dort einkaufen: „Der Autoverkehr ist dabei eher eine lästige Begleiterscheinung“, heißt es in dem Antrag. Wenn auswärtige Besucher ihr Auto außerhalb des Viertels parken oder gleich mit der Bahn kämen, könnten sie die Erfahrung machen, wie viel angenehmer sich das Viertel ohne Autolärm anfühlt.

Abgesehen von dem Effekt für das Klima versprechen sich die Grünen „eine Veränderung der allgemeinen Wahrnehmung des öffentlichen Raumes“, ohne Abgase und Verkehrslärm. Zwar seien Stände und Aktivitäten von Gewerbetreibenden erwünscht, doch ein Festcharakter mit dem damit verbundenen Lärm- und Müllproblem solle vermieden werden.

Die Kunsthalle markiert das Tor zum Viertel, auch wenn sie postalisch Am Wall gelegen ist. Diese Aufnahme stammt aus dem Jahr 1928.
Blick vom Ostertorsteinweg in Richtung Wall im Jahr 1961.
Und der Blick in die andere Richtung heutzutage.
Bis zum Jahr 2000 residierte an der Ecke Ostertorsteinweg/Contrescarpe das Möbelhaus Elfers.
Fotostrecke: Wie sich das Viertel in Bremen verändert hat

„Eine schöne Idee“, meint Helmut Kersting (Linke) dazu, fügt aber an, dass die Absperrung und Organisation nicht nur umfangreich, sondern auch kostspielig werden würde. Positive Effekte für das Klima sehe er nicht, da es vor, während und nach der Straßenabsperrung zu Such- und Parkverkehren kommen werde. „Ganz zu schweigen von den Belastungen der Anwohner durch diese Verkehre in den umliegenden Quartieren.“

Er zeigt sich sicher: „Lasst uns lieber unsere Power und das Geld in die Entwicklung eines Konzeptes investieren, das nachhaltig die Verkehre zum Wohle der Bürger verändert.“ Er finde es „frech und ignorant“, dass der Antrag den ­Ostertorsteinweg einbeziehe, der zum Beiratsgebiet Mitte gehöre, der diesen Antrag abgelehnt habe.

Auch die Geschäftsleute seien begeistert

Anke Kozlowski (SPD) meint, es gehe lediglich um die Idee eines autofreien Sonnabends: „An einem Sonnabend im Jahr in Ruhe zu sitzen und nicht von Autos gestört zu werden. Die Menschen im Viertel kaufen dort nicht mit dem Auto ein, und die Auswärtigen können außerhalb parken.“ Daniel de Olano (SPD) fügt hinzu, es gehe in dem Antrag um ein grundsätzliches Einverständnis, den Verkehr probeweise an einem Sonnabend im Jahr zu sperren. Nach Einschätzung von Harald Klussmeier (Grüne) , habe sich ergeben, dass auch die Geschäftsleute von dieser Idee begeistert wären. Helmut Kersting (Linke) hingegen gab zu bedenken, dass Stände auf dem Bürgersteig die Barrierefreiheit einschränken könnten. In der anschließenden Abstimmung jedenfalls fand der Antrag des autofreien Sonnabends eine Mehrheit.

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Leserkommentare
Opferanode am 20.10.2019 15:14
@ Bunker
Bei Ihnen weiß ich nicht immer, ob Sie das ernst meinen, was Sie schreiben. Kann ja auch ironisch gemeint sein?
Wenn Sie von ...
alterwaller am 20.10.2019 15:01
INITIATIVEN !!!

Zu hoch, zu flach, zu breit, zu lang. Die Fenster passen nicht zum Umfeld und was ist mit begrünten Dächern ? Da wird ...
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