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Mehrheit für die Fahrradstraße

Andreas Becker 27.09.2010 0 Kommentare

Nach dem Beschluss des Beirats wird der separate Radstreifen im hinteren Bereich der Wachmannstraße entfallen. In der kü
Nach dem Beschluss des Beirats wird der separate Radstreifen im hinteren Bereich der Wachmannstraße entfallen. In der kü (Petra Stubbe)

Die CDU stimmte geschlossen dagegen, SPD, Grüne, Linke und FDP dafür.

Der Abstimmung war wie schon in den früheren Beratungen eine lange und kontroverse Debatte vorausgegangen. Um die verfahrene Situation zu retten, formulierte Hans-Peter Weigel (Grüne) einen Antrag, der schließlich auch angenommen wurde. Danach spricht sich der Beirat grundsätzlich für eine Fahrradstraße aus und fordert eine zweijährige Testphase. Diese soll durch die Polizei begleitet werden, die verstärkt den Verkehr beobachtet. Alle sechs Monate ist eine kritische Überprüfung vorgesehen.

Zudem will der Beirat regelmäßig an der Planung und Umsetzung beteiligt werden. 'Wir können die Testphase jederzeit abbrechen, wenn die Fahrradstraße nicht funktioniert. Aber wir sollten die Chance ergreifen, das auszuprobieren', so Beiratssprecher Ralph Saxe (Grüne).

Bundesweit ohne Vorbild

Als größtes Hindernis entpuppte sich in der Diskussion, dass es bundesweit kein Vorbild für das Projekt gibt. Denn gemeinhin werden Fahrradstraßen auf wenig befahrenen Strecken eingerichtet. Die Wachmannstraße aber ist eine Hauptverkehrsader ins Quartier und für Radfahrer auch zur Universität. Eine Verkehrszählung im April ergab, dass nachmittags rund 2100 Rad- und 1000 Autofahrer die Wachmannstraße nutzen. 'Wir stochern alle im Nebel', fasste Weigel die allgemeine Unsicherheit zusammen.

Für die CDU-Fraktion sprach sich Ansgar Matuschak gegen das Vorhaben aus. 'Wir sind auch gegen eine Testphase, nicht zuletzt wegen der Kosten', sagte er. Zuerst sollten die Kreuzungsprobleme an der Einmündung Schubertstraße gelöst werden, forderte Matuschak. Dies habe aus seiner Sicht Priorität. Auch Christdemokrat Johann von Cossel sprach sich für die jetzige Regelung aus: 'Die funktioniert doch ganz hervorragend.'

Entschieden für eine Testphase plädierte hingegen Christian Beier von der FDP. Er machte seine Zustimmung von dieser Forderung abhängig. Zwar werde die Verkehrsbehörde im Vorfeld ein 'Sicherheitsaudit' durch ein externes Büro abhalten. 'So eine theoretische Überprüfung muss in der Praxis aber nicht funktionieren', argumentierte Beier. Ralph Saxe sagte an die Adresse der CDU, dass die meisten Unfälle durch zu hohes Tempo verursacht würden. Die Situation mit Autos und bevorrechtigten Radfahrern auf einer gemeinsamen Fahrbahn werde sich arrangieren.

'Es geht auch darum, Verkehrskonzepte zu erproben und ein Zeichen zu setzen.' Rückendeckung erhielt er vom SPD-Bürgerschaftsabgeordneten Rainer Hamann. Studien hätten gezeigt, dass die Aufhebung getrennter Verkehrsbereiche für mehr Sicherheit gesorgt hätten. Hamann bezeichnete den Weigel-Antrag als 'vernünftigen Vorschlag'.

Aus der Bevölkerung waren wie im Verkehrsausschuss vor wenigen Tagen kontroverse Aussagen zu hören. Während sich einige von der Fahrradstraße eine Erhöhung der Sicherheit versprechen, befürchten andere das genaue Gegenteil. Insofern hielt sich der Beifall nach dem Votum des Beirats in Grenzen.

Die nächsten Schritte skizzierte Robert Bartsch vom Verkehrssenator. Danach wird die Behörde jetzt die Planung einleiten und diese durch ein Sicherheitsaudit überprüfen lassen - mit besonderem Blick auf die Knotenpunkte Schubertstraße und Schwachhauser Ring. Und nicht zuletzt müsse die Finanzierung geklärt werden.


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Leserkommentare
FloM am 22.10.2019 18:24
Werte Online-Redaktion.
Falls das mein gesperrter Kommentar um 17:18 war, wäre ich über eine kurze Erläuterung Ihrerseits erfreut. ...
weser am 22.10.2019 18:17
Jedes Jahr neue Geschenke für die Rentner und baldigen Rentner, bezahlen sollen alles die aktuellen Erwerbstätigengenerationen und die ...
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