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Hermann-Böse-Gymnasium
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Doppeltriumph beim Sprachenfest

Gerald Weßel 22.03.2018 0 Kommentare

Die Neuntklässlerinnen vom Ökumenischen Gymnasium reisen zum Finale nach Schwerin und bekamen auch noch einen Sonderpreis.
Die Neuntklässlerinnen vom Ökumenischen Gymnasium reisen zum Finale nach Schwerin und bekamen auch noch einen Sonderpreis. (STUBBE)

Draußen eisige Temperaturen, drinnen heizten sie ein, die beiden Sängerinnen der Schulband "Peace Out" – mit schmissiger Musik und noch wichtiger: mit ihrem Gesang, natürlich auf Englisch. Denn dies war die erste Kategorie für das Landesfinale des diesjährigen Landessprachenfests in der Aula des Hermann-Böse-Gymnasiums, das zum 25. Mal stattfand.

Die Reihen waren gefüllt mit teilnehmenden Schülern, Eltern, Lehrern und Gästen, vor denen die junge Band aus Bremen auftrat. Das Bremer Landesfinale bestimmt die zwei Bremer Teilnehmer für das Finale in Schwerin im Sommer. Der Bundeswettbewerb Fremdsprachen bietet die Gelegenheit, dass Gruppen von drei bis zehn Schülerinnen und Schülern aus den Klassen 6 bis 10 kreatives in einer Fremdsprache entwickeln, in der medialen Umsetzung recht frei, und zu einem selbst gewählten Thema. Dabei werden sie von einer Lehrkraft betreut.

In den Stunden zuvor hatten die Schülerinnen und Schüler von 13 Bremer und einer Bremerhavener Schule die Chance, ihr Bestes zu geben, um die Jury aus Lehrern und Schülern von ihrer Kreativität und ihren Fähigkeiten in mindestens einer von fünf Fremdsprachen zu überzeugen: Englisch, Spanisch, Russisch und Französisch; Latein war im Finale nicht zu hören.

In den Wochen zuvor hatten sich knapp 50 Gruppen mit Beiträgen beworben, von denen die besten 20 zum Finale ins Gymnasium in Bahnhofsnähe eingeladen wurden. Hier zeigten sie ihr Können, und anhand des nun Präsentierten vergab die Jury Punkte, die das letztendliche Endergebnis in den einzelnen Sprachen sowie in der Gesamtübersicht gaben. Dabei waren die Einsatzfelder in denen die Schülerinnen und Schüler ihre Sprachfähigkeiten zeigten breit gestreut. Von Kochrezepten, über lustige Stücke, Diskussionen bis hin zu Krimis gab es viel zu sehen. Am Landessprachenfest nahmen etliche Schulen teil: die Gerhard-Rohlfs-Oberschule, die Wilhelm-Focke-Oberschule, die Albert-Einstein-Oberschule, die Oberschule Am Barkhof, die  Oberschule an der Ronzelenstraße, aber auch die Oberschulen am Waller Ring,  an der Hermannsburg sowie das Gymnasium Horn, das Hermann-Böse-Gymnasium, das Gymnasium Vegesack, das Kippenberg-Gymnasium, das Ökumenische Gymnasium, das Lloyd-Gymnasium Bremerhaven sowie die Waldorfschule Touler Straße

Der Jury sei es nicht leichtgefallen, aus den vielen kreativen Projekten die Gewinner zu küren, sagte Renate Raschen, Referentin für Wettbewerbe aus dem Hause der Senatorin für Bildung. Wie in jedem Jahr sei die Konkurrenz stark gewesen. Bremen sei indes einer der zuverlässigsten Partner des Bundeswettbewerbs Fremdsprachen. Die Teilnahme der Hansestadt sei "eine gute Bremer Tradition". Neue Sprachen lerne man durch Sprechen. Aber der Spracherwerb sein nicht der einzige Sinn. Es gehe dabei auch darum, eine neue Kultur kennenzulernen: "Der Kern ist die Auseinandersetzung mit dem Anderen und dem Anderssein", betonte Renate Raschen.

Den ersten Platz beim Landessprachenfest konnten mit deutlichem Abstand zur Konkurrenz die Schüler aus einer neunten Klasse des Ökumenischen Gymnasiums in Oberneuland erreichen. Sie gewannen mit dem mehrsprachigen Beitrag "El intercambio" den Geldpreis des Präsidenten des Senats. Auch fahren sie als Stellvertreter Bremens nach Schwerin, um dort am Finale des Bundeswettbewerbs teilzunehmen. Zugleich konnten sie auch als beste Gruppe in der Rubrik "Spanisch" Sonderpreise vom Instituto Cervantes mit nach Hause nehmen.

Einen beachtlichen zweiten Platz konnte eine sechste Klasse des Hermann-Böse-Gymnasiums belegen, mit ihrem Projekt "The robbery". Auch sie fahren mit zum Finale nach Schwerin.

In der Kategorie Russisch überzeugten Schüler der siebten Klasse der Orientierungsstufe an der Hermannsburg und ergatterten den ersten Platz. In dieser Disziplin traten übrigens nur männliche Teilnehmer an. Auch für sie gibt es einen Preis, der sie allerdings nicht nach Osten, sondern gen Westen, ins niederländische Groningen führt. Auch eine neunte Klasse vom Hermann-Böse-Gymnasium sowie Neuntklässler der Waldorfschule Touler Straße, haben für ihre guten Englischbeiträge ebenfalls eine Mitfahrt in die holländische Stadt gewonnen.

Die achte Klasse des Gymnasiums Vegesack kann sich über eine viertägige Reise nach London freuen, gesponsert von einem Studienreisen-Kooperationspartner. Sie konnten mit ihrem Beitrag "Traumhaft und nicht nur ein guter Albtraum" beim Sprachenfest überzeugen, einer Übersetzung vom Englischen ins Deutsche.

Die besten französischsprachigen Werke kamen, so befand die Jury, von zwei zehnten Klassen des Kippenberg-Gymnasiums: "Le detective stupide et son chien" sowie "Attente versus Reálité". Beide erreichten exakt die gleiche Punktzahl. Auch für sie geht es nach Groningen. Eine sechste Klasse des Gymnasium Horns, die besten unter den Wettbewerbsjüngsten, bekam einen Wanderpokal, sowie einen Geldpreis für die Klassenkasse.

Nicht teilgenommen, aber trotzdem anwesend waren Siebtklässler vom Kippenberg-Gymnasium, die auf Latein ihr "Romana Televisio" vorbereitet hatten. Sie gewannen den Preis des Deutschen Altphilologen Verbandes als beste Bremer-Lateingruppe.

Und auch die, die keinen Preis gewonnen haben, hatten etwas vorzuweisen: Für Teilnehmerinnen und Teilnehmer gab es Siegerurkunden. Als Vertreter des Landes Bremen reisen jedenfalls zur Endrunde des Bundeswettbewerbs am 7. Juni nach Schwerin aus dem Bremer Nordosten gleich zwei Gruppen.


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Leserkommentare
werderfan am 23.10.2019 21:15
Ich versuche das mal kurz für die Demokratiefreunde zu erläutern:
1. Der Umweltausschuss des Beirats Blumenthal tagt am nächsten Montag ...
IhrenNamen am 23.10.2019 21:02
Ich bin mal sehr gespannt wie sich das auf die Spendensumme auswirkt.
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