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Emmastraße in Schwachhausen wird nicht zur Fahrradstraße

Jörn Hildebrandt 24.03.2019 0 Kommentare

Nach Ansicht von mehreren Anwohnern sollte die Emmastraße zu einer Fahrradstraße ausgebaut werden.
Nach Ansicht von mehreren Anwohnern sollte die Emmastraße zu einer Fahrradstraße ausgebaut werden. (Petra Stubbe)

Die Sicherheit von Fußgängern und Radfahrern in einigen Bereichen von Schwachhausen stand im Mittelpunkt der Sitzung des Fachausschusses Verkehr des Beirats Schwachhausen. Hilal Öztürk sorgt sich um die Verkehrssicherheit in der Emmastraße und warnte besonders vor Gefährdungen für Kinder und Senioren.

„In den vergangenen Jahren wird diese Straße von Autos, aber auch von Fahrrädern stark frequentiert. Viele Autofahrer verhalten sich rücksichtslos. Und als Bewohner werde ich nachts oft von schnell fahrenden Autos aufgeschreckt, die sich nicht an das Tempo- 30-Limit halten“, klagt Hilal Öztürk. Sie stellte deshalb einen Bürgerantrag, aus der Emmastraße eine Fahrradstraße zu machen. Mit dem Konzept der Fahrradstraßen wird Radfahrern mehr Platz und Sicherheit eingeräumt, doch Konflikte können entstehen, wenn zum Beispiel dringend benötigte Parkplätze in der Fahrradstraße wegfallen. Für eine Fahrradstraße Emmastraße würde nach Hilal Öztürk weiterhin sprechen, dass sie eine gute Verbindung zum Bürgerpark, zur Universität und zur Innenstadt bietet.

Was ist eine Fahrradstraße? Fahrradstraßen werden dann eingerichtet, wenn der Radverkehr die
In Schwachhausen gibt es besonders viele Fahrradstraßen - so wie die Wachmannstraße, in der seit 2011 Fahrräder Vorfahrt haben.
Auch in der Straßburger Straße haben Räder Vorfahrt (Aufnahme von 2008).
Die Parkallee ist zwischen dem Stern und Hohenlohestraße eine offizielle Fahrradstraße.
Fotostrecke: Hier haben Fahrräder in Bremen Vorfahrt

Als Expertin war zur Sitzung des Fachausschusses Maike Bohn vom Amt für Straßen und Verkehr (ASV) eingeladen, die auf die rechtlichen Grundlagen zur Einrichtung einer Fahrradstraße hinweist: „Der Radverkehr muss die vorherrschende Verkehrsart oder als solcher zu erwarten sein.“ Die Höchstgeschwindigkeit betrage 30 Stundenkilometer. Anderer Verkehr sei zwar zugelassen, doch der Radverkehr dürfe nicht behindert werden. ­Bevor es zur Einrichtung einer Fahrradstraße komme, müsse es eine Verkehrszählung ­geben. Sie wies zudem auf den hohen Beschilderungsaufwand in einer Fahrradstraße hin, auf die einzurichtenden Parkverbote und den notwendigen Rückbau der vorhandenen ­Radwege.

Mehrere Beiratsmitglieder bezweifelten, ob eine Fahrradstraße für mehr Verkehrssicherheit sorgen würde. Oliver Piepho (FDP) forderte ein Gesamtkonzept ein: „Es macht keinen Sinn, da und dort Fahrradstraßen einzurichten, ohne den ganzen Verkehr im Auge zu behalten.“

Ein zweiter Bürgerantrag

Bei der Abstimmung sah die Mehrheit derzeit keine Notwendigkeit, eine Fahrradstraße in der Emmastraße einzurichten, bevor nicht Verkehrszählungen stattgefunden haben und geprüft wurde, ob nicht verkehrsberuhigende Maßnahmen wirksamer sind.

Ein zweiter Bürgerantrag, gestellt von Günther Borgmann, zielte gleichfalls auf mehr Verkehrssicherheit, in diesem Falle in der ­H.-H.-Meier-Allee. „Die Autos parken teilweise auf dem Schutzstreifen neben dem Radweg, und wenn ein Autofahrer die Türen öffnet, kann er Radfahrer gefährden“, sagte Borgmann. Maike Bohn vom ASV plädierte dafür, eine Parkbegrenzung in Form einer zusätzlichen Markierung anzubringen. An einer anderen Stelle der H.-H.-Meier-Allee biegen Radfahrer rechts auf einen Abzweig des Radweges ab, und diese Stelle werde oft von Autos zugeparkt, so Borgmann. Der Beirat beschloss, vorerst keine Änderung der Verkehrsführung vorzunehmen, hingegen die Einrichtung eines Fahrradbügels oder einer Bake zu prüfen, um das illegale Parken zu verhindern.


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Leserkommentare
admiral_brommy am 22.10.2019 13:19
Sagen Sie´s uns.
suziwolf am 22.10.2019 13:18
@WK-

• Seit wieviel Jahren gibt es den Freimaak ?
• Seit wieviel Jahren sind die Zubringer überfüllt ?
• Seit wieviel Jahren ...
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