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Beirat Schwachhausen
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Fast die Hälfte geht

Maren Brandstätter 16.05.2019 0 Kommentare

Werden dem neuen Beirat nicht mehr angehören: die beiden Grünen-Vertreter Dietrich (
Werden dem neuen Beirat nicht mehr angehören: die beiden Grünen-Vertreter Dietrich ("Hucky") Heck und Barbara Schneider.  (Petra Stubbe)

Im Beirat Schwachhausen zeichnet sich ein personeller Umbruch ab. Bliebe die aktuelle Sitzverteilung bestehen, säßen nach der Wahl am 26. Mai – zumindest nach Listenplatz – neun Neulinge im 19-köpfigen Beirat. In der CDU-Beiratsfraktion werden drei der aktuell sechs Sitze vakant: Bernd Wundersee, Almut Haker und Peggy C. Rosenbauer kandidieren nicht erneut. Neben Sprecher Hans-Peter Volkmann, Hela Dumas und Jens-Ulrich Fischer kandidieren Kay Middendorf, Jörn Linnertz und Miriam Benz auf den vorderen sechs Plätzen. Middendorfs Fokus wird auf einer „Verkehrspolitik im Konsens und ohne Klientelprivileg“ liegen, teilt er mit. Außerdem will er die „bereits merkbare Verdrängung der ,Szene’ vom  Bahnhofsvorplatz in die Schwachhauser Parks verhindern“ und die Gymnasien stärken, erklärt er. Linnertz setzt ebenfalls auf eine Verkehrspolitik „ohne ein Gegeneinander der Verkehrsarten“. Außerdem brauche es im Stadtteil mehr Sicherheit sowie ausreichend gute Kitas und Schulen, „insbesondere Gymnasien“. Benz möchte sich vor allem für eine vernünftige Bebauung einsetzen, „bei deren Überlegungen eine fundierte Faktenlage und die Berücksichtigung der Interessen der Bürger den Schwerpunkt bilden – und nicht ideelle Überlegungen ohne rationale Bewertungsmaßstäbe“.

In der Grünen-Fraktion überwiegen in der kommenden Legislaturperiode voraussichtlich die neuen Gesichter. York Golinski kandiert auf Platz 8, während Dietrich Heck und Beiratssprecherin Barbara Schneider sich aus der Beiratsarbeit zurückziehen werden. „Ich bin mittlerweile beruflich so eingespannt, dass ich einfach nicht mehr die Zeit habe, die Beiratsarbeit so zu leisten, wie es notwendig ist“, erklärt Schneider. „Es wird der Beiratsarbeit gut tun, wenn mal frische Ideen eingebracht werden.“ Außerdem empfinde sie es als anstrengend, „dass in Teilen von Politik und Verwaltung das Beirätegesetz noch immer nicht angekommen zu sein scheint und wir noch immer darauf hinweisen müssen, dass bestimmte Dinge im Alleinentscheidungsrecht der Beiräte liegen“. Heck, auf dessen Initiative hin den Beiräten das gesetzlich festgelegte Stadtteilbudget zur Verfügung gestellt wurde, kandidiert nach zwei Legislaturperioden nicht mehr für den Beirat, „weil ich denke, mit 68 Jahren sollte es dann auch gut sein, und man sollte Platz machen für Jüngere“. Er hoffe, dass der zukünftige Beirat weiterhin inhaltlich fundiert, „aber auch kämpferisch und selbstbewusst der ,großen Politik’ Paroli bieten und nicht nur eine demokratische Alibiveranstaltung sein wird“.

Für entschärfte Kreuzungen

Die fünf oberen Listenplätze der Grünen werden neben Gudrun Eickelberg und Maximilian Thieme von Vera Helling, Klaus-Peter Land und Maria Gonther komplettiert. Helling war bereits in der vergangenen Legislaturperiode Mitglied der Beiratsfraktion und zwischenzeitlich außerdem als sachkundige Bürgerin im Bildungs- und im Bauausschuss vertreten. Ihr Fokus liegt unter anderem auf dem Erhalt historischer Straßenbilder und Bauten sowie der Kinderspielplätze und Grünflächen in Schwachhausen. Außerdem will sie sich für eine Bildungs- und Kinderpolitik einsetzen, die jedem Kind die Förderung ermöglicht, die es braucht, und bedarfsgerechte Betreuungs- und Schulplätze bietet. Land möchte seine Erfahrungen als langjähriger Geschäftsführer des ADFC Bremen in die Beiratsarbeit einbringen. Er setze sich für ein faires Miteinander aller Verkehrsteilnehmer ein. Fußgänger und Radfahrer bräuchten mehr Platz, außerdem bedürfe es entschärfter Kreuzungen und Tempo 30 vor allen Schulen, Kitas, Seniorenheimen und Krankenhäusern. Gonther kandidiert für den Beirat Schwachhausen, „um eine junge, feministische Stimme für ein klimagerechtes, nachhaltiges und inklusives Schwachhausen zu sein“. Sie sei in Schwachhausen aufgewachsen und habe nach ihrer Zeit in der Grünen Jugend nun Lust „den Stadtteil aktiv mitzugestalten“.

Von den aktuell vier Mitgliedern der SPD-Fraktion versammeln sich Stefan Pastoor, Christian Carstens und Meike Baasen weiterhin auf den vorderen Plätzen. Die neue Vierte in der Runde wäre der Liste zufolge Anna Faethe, da Shanta Chaudhuri diesmal auf Platz 12 kandidiert. „Ich bin in einer politisch interessierten Familie aufgewachsen“, erklärt Faethe zu ihrer Motivation. Jetzt, nach dem Ende ihres Studiums, wolle sie selbst aktiv werden. „Besonders am Herzen liegen mir dabei die Umwelt- und Bildungspolitik.“

Der FDP-Fraktion steht ein Komplettaustausch bevor, wenn sie in gleicher Stärke im Stadtteilparlament vertreten bleibt. Sprecher Mario Hasselmann kandidiert auf Platz 5, Oliver Piepho, der gerade erst für den umgezogenen Jiri Kostka nachgerückt ist, auf Platz 4. Bei der Besetzung ihrer Kandidatenliste sei es ihnen wichtig gewesen, dass verschiedene Altersgruppen vertreten sind, berichtet Hasselmann. Hinter Spitzenkandidatin Maria Schmidt kandidiert Julius Fehrmann für einen Sitz im Stadtteilparlament. „Wir leben in einem wirklich schönen Stadtteil in Bremen, und dennoch gibt es noch viel Potenzial, welches wir ausschöpfen müssen“, konstatiert er.

Einzig in der Fraktion der Linken zeichnet sich keine Veränderung ab. Bleibt es bei den bisherigen zwei Sitzen, würden diese nach Listenplätzen an Wolfgang Schober und Gabriele Schmidt gehen, die auch aktuell die Beiratsfraktion bilden.


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Leserkommentare
werderfan am 23.10.2019 21:15
Ich versuche das mal kurz für die Demokratiefreunde zu erläutern:
1. Der Umweltausschuss des Beirats Blumenthal tagt am nächsten Montag ...
IhrenNamen am 23.10.2019 21:02
Ich bin mal sehr gespannt wie sich das auf die Spendensumme auswirkt.
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