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Im August wird es in Horn wieder wild

Maren Brandstätter 01.05.2019 0 Kommentare

Zum inzwischen fünften Mal lädt das „Horn-to-be-wild“-Musikfestival im August ein. Zwei Tage gibt es wieder Musik und Freizeitaktionen im Rhododendron-Park.
Zum inzwischen fünften Mal lädt das „Horn-to-be-wild“-Musikfestival im August ein. Zwei Tage gibt es wieder Musik und Freizeitaktionen im Rhododendron-Park. (Oliver Schweers)

Mehr als 100 Bands wollten dabei sein – zwölf haben es am Ende geschafft. Das Programm - neudeutsch Line up - des Horn-to-be-wild-Festivals (HTBW) steht. Dass die Veranstalter vom Jugendkulturverein Horn in diesem Jahr erstmals für zwei Tage planen mussten, war angesichts des Bewerberandrangs kein Problem. Überhaupt läuft der Zeitplan laut Rebecka Gödecke ziemlich entspannt. „Wir haben inzwischen einiges an Erfahrungen sammeln können und sind deshalb in vielen Dingen schon deutlich routinierter als früher“, erklärt die Sprecherin des HTBW, das am 16. und 17. August zum fünften Mal im Rhododendron-Park an den Start geht. 

Aktuell ist das Team damit beschäftigt, letzte Gespräche mit Standbetreibern für das Rahmenprogramm und die Verpflegung zu führen. Ein gutes Dutzend Angebote soll es am Ende sein. Zusagen gibt es schon von diversen lokalen Caterern, jetzt muss noch geklärt werden, wer für Aktionen, Information, Spiel und Spaß gewonnen werden kann, berichtet Gödecke. „Da unser Motto in diesem Jahr jugendliches Ehrenamt ist, sind wir im Gespräch mit verschiedenen Organisationen wie dem THW, die den Besuchern etwas Konkretes zu freiwilligem Engagement sagen können“, sagt sie.

Fotostrecke: So schön war das Horn To Be Wild

Auch mit Blick auf die Besetzung des HTBW-Orga-Teams kann das nicht schaden. „Wir haben im Moment ein paar Probleme mit dem Nachwuchs“, sagt Gödecke. Das Kern-Team sei im Grunde mittlerweile aus dem Jugendalter raus, Nachrücker seien aber noch rar. „Wir bieten deshalb jederzeit an, mit uns Kontakt aufzunehmen und unverbindlich in die laufende Vorbereitung hinein zu schnuppern“, sagt sie. Ob und wo genau jemand schwerpunktmäßig mitmachen wolle, ergebe sich dann.

Die denkbare Tochter von Rio Reiser

Headlinerin für den Freitagabend ist
 Alli Neumann aus Hamburg. Sie beschreibt sich selbst als denkbare Tochter von Rio Reiser und Nena, bringt Alternative Pop auf die Bühne und verpackt dabei „große Botschaften in kleine Alltagsthemen“. Headliner am Sonnabend sind Antiheld. Die Stuttgarter stehen für „raue, ehrliche, deutschsprachige Popmukke mit Akkordeon“. Im September 2017 haben sie ihr Debütalbum „Keine Legenden” veröffentlicht, und auch das nächste Album „Goldener Schuss” wird nicht mehr lange auf sich warten lassen.

Regionalität spielt beim HTBW wie immer nicht nur beim Essen eine große Rolle, auch sechs der zwölf Musik-Acts stammen aus Bremen und dem Bremer Umland. Einer von ihnen ist Michel Ryeson, Gewinner des vergangenen „Live in Bremen“-Contests. Auf ein Genre will sich Ryeson nicht festlegen, sondern mischt mit seiner Loop-Station ein dynamisches Klangerlebnis aus Pop, Funk und R&B. Nach vielen Straßenmusik-Sessions und Wohnzimmerkonzerten kam im September 2017 mit „Head Up“ sein erstes Album raus. 

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Die junge Band Havington besteht aus den Sängern Malte und Luka und dem Schlagzeuger Tom. Die drei Schulfreunde liefern eine Mischung aus Indie, Folk und Akustik-Pop. „Mit ihrem eingängigen Songwriting, dem perfekt harmonisierenden zweistimmigen Gesang, den sanften Gitarrenklängen und dem dynamischen Schlagzeug gehen die Songs ins Ohr und unter die Haut“, verspricht die Crew. Gerade veröffentlichen die fünf Norddeutschen von Flickering Lights ihre zweite EP „Back to the Future“. Sie verpacken in ihren Songs tanzbare Beats, groovenden Bass, eingängige Melodien und funkige Gitarrenriffs zu einem Sound, irgendwo zwischen 80er-Jahre Pop und modernem Indiepop.

80er-Jahre treffen auf 2000er Britpop und 2010er Indie Vibe

Koala stehen für Musik aus Gitarrensoli und E-Piano, „die so out ist, dass sie schon wieder in ist“. Hier treffen die 80er-Jahre auf 2000er Britpop und 2010er Indie Vibe. „Zwar machen sie kitschige Musik, aber dafür mit Leidenschaft“, heißt es in der Ankündigung. Auch die Bremer Band Paul gibt sich die Ehre. Paul und Paul drückten zusammen die Schulbank und machten Erfahrungen in anderen Bands, bevor sich das Duo im Proberaum zusammengefunden hat. Dass sie mit ihrem rauen Alternative-Rock einheizen können, haben sie unter anderem beim Bandwettbewerb Live in Bremen bewiesen.

D.U.M Enterprises gewannen ihren Auftritt beim HTBW als Zweitplatzierte der Musikvideoshow in Bremen. Die Band liefert deutsche Unterhaltungsmusik, die nach eigenem Bekunden schon bald die ganze Republik infizieren soll. Ein erstes Album ist bereits erschienen, und „für ihren Auftritt im Rhododendron-Park sind sie mit ihren Rap-Songs bestens gerüstet“, verrät das Orga-Team.

Neben den beiden Headlinern reisen im August vier Bands von weiter her an. Provinz ist eine von ihnen. Sie bringen deutschen Folk-Pop auf die Bühne, der sich mit Themen wie Orientierungslosigkeit, Liebe oder Sinnlosigkeit beschäftigt, ohne dabei Plattitüden aus dem Sprüchekalender aufzulisten. 

Das Quartett Fibel hat sich an der Popakademie in Mannheim kennengelernt. Sie setzen auf tiefgehende Texte, die an das Gute im Menschen appellieren. Die gradlinigen, dominanten Gitarren erinnern laut Ankündigung an den Post-Punk der 80er-Jahre. Jeremias haben sich 2017 gegründet und haben mit ihrem Mix aus Pop, Funk und intelligenten deutschen Texten schon das Popcamp des deutschen Musikrats überzeugt. Der Titel ihre Debüt-EP: „Du musst an den Frühling glauben“. Die vierköpfige Band Mele aus Osnabrück schließlich liefert einen Mix aus „motzendem Synthie, kreischender Gitarre und pöbelnden Drums.“ Sie gewannen vor zwei Jahren den IfM-Pop-Award, den Preis der Pop-Studierenden der Hochschule Osnabrück.

Weitere Informationen

Tickets fürs HTBW gibt es an allen Vorverkaufsstellen von Nordwest-Ticket unter Telefon 36 36 36 oder www.nordwestticket.de.


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Leserkommentare
erschreckerbaer am 22.10.2019 21:34
Ist doch in Ordnung.
Bis jetzt habe ich 48 Jahre in die Rentenkasse eingezahlt.
Habe dafür Steuern bezahlt.
Würde ich mit 67 in ...
flutlicht am 22.10.2019 20:43
Lieber @Wk, wann hat Höffner denn nun die Fläche erworben? Mal schreiben Sie von 14 Jahren im Text und in der Einleitung von 11 Jahren. Was stimmt?
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