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Internationaler Blick auf Nachhaltigkeit

Elisabeth Nöfer 25.04.2018 0 Kommentare

Die Gäste sind für eine Woche mit verschiedenen Exkursionen angereist, etwa zum Weserwehr oder nach Bremerhaven.
Die Gäste sind für eine Woche mit verschiedenen Exkursionen angereist, etwa zum Weserwehr oder nach Bremerhaven. (Elisabeth Nöfer)

Aufmerksam verfolgt Margarida die Präsentation von Felix Mahn. Der Leiter der Besucherbetreuung des Wasserkraftwerks erklärt auf Englisch, wie in der Anlage am Hastedter Osterdeich Öko-Strom produziert wird: Zwei riesige unterirdische Generatoren erreichen je nach Wasserstand eine Leistung von bis zu zehn Megawatt. Am Weserwehr steht das größte gezeitenunabhängige Wasserkraftwerk in Europa. Seine Leistung reicht für rund 17 000 Haushalte und spart rund 25 000 Tonnen Kohlenstoffdioxid im Jahr. „Und was ist das Problem an CO2?“ fragt Mahn die Besucherinnen und Besucher. „Die Hauptursache für den Klimawandel!“, kommt die Antwort von Margarida und den anderen Schülerinnen und Schülern – wenig überraschend. Haben sie sich doch schon länger damit auseinandergesetzt.

Darum geht es beim Besuch heute beim Besuch im Kraftwerk. Neben dem Kippenberg-Gymnasium und der Oberschule an der Ronzelenstraße, verantwortliche Stelle für das Projekt, sind auch Gastschülerinnen und -schüler aus dem portugiesischen Lavradio und dem italienischen Perugia dabei. Die Partnerschulen nehmen mit insgesamt 16 Jugendlichen pro Land am EU-geförderten Austauschprogramm "Sustainability, a European way" (frei übersetzt: „Nachhaltigkeit, ein europäischer Weg“) teil. Seit September 2016 haben sich die Schülerinnen und Schüler mit Lehrpersonal in Bremen, Portugal und Italien getroffen, um sich mit Nachhaltigkeitsthemen zu beschäftigen: Umweltinstitute zu besuchen, sich mit Solarenergie und Geothermie auseinanderzusetzen. Mit diesem vierten und letzten einwöchigen Treffen findet das Programm in Bremen den Abschluss. „Ziel ist, das Thema Nachhaltigkeit in den Köpfen der Schüler zu verankern", sagt Mitinitiator Axel Herzig, Lehrer für Chemie und Mathematik am Kippenberg-Gymnasium. "In globaler Hinsicht, aber auch, was jeder selbst tun kann." Die Zusammenarbeit auf Englisch in internationalen Teams käme den Schülerinnen und Schülern später in der Arbeitswelt zugute, fügt Herzig hinzu.

Schülerin Marie von der Oberschule Ronzelenstraße war zu Gast bei einer Familie in Portugal. „Ich fand es spannend, zu sehen, wie die anderen Kulturen leben“, sagt sie. Sie habe viel über das Thema gelernt, Deutschland sei in Sachen Nachhaltigkeit im Vergleich „auf jeden Fall das vorbildlichste Land“. In Portugal habe sie vor allem das Recycling vermisst. Nachahmenswert fand die Neunzehnjährige allerdings die separaten Mülleimer für Flaschen im öffentlichen Raum, damit Pfandsammler „nicht in den Müll greifen müssen“.

Angeregt wurde das Projekt durch ein Vorgängerprojekt von Chemielehrer Herzig mit der italienischen Partnerschule "Alessandro Volta“. Die technische Fachschule in Perugia informierte dann die portugiesische Partnerschule „Álvaro Velho“. Dort gibt es einen Naturfreunde-Klub, in dem die vierzehnjährige Schülerin Margarida Mitglied ist, die sich sehr für Umweltschutz und Nachhaltigkeit interessiert.

Damit alle vor Ort in Gastfamilien unterkommen konnten, fuhr immer jeweils die Hälfte der Schüler in die anderen Länder. „Die Resonanz war recht groß, wir konnten nicht alle Interessenten berücksichtigen“, so Projektkoordinatorin Johanna Mohr, die an der Oberschule Ronzelenstraße Biologie unterrichtet. Eine fünfstellige Summe gab es aus der Erasmus-Plus-Förderung für jede Schule, Geld, das Eintritte, Reise- und Verpflegungskosten für 48 Teilnehmende deckt. Die Teilnahme sei dementsprechend unabhängig vom Einkommen der Eltern gewesen, sagt Mohr.

Nach dem Wasserkraftwerk fahren die Schülerinnen und Schüler auch noch Langeoog und zur Windkraftanlage in Westerholt. Die Oberschule an der Ronzelenstraße wird nun im Anschluss an das Nachhaltigkeits-Projekt ein Konzept zur Mülltrennung entwickeln, finanziell unterstützt von der Senatorin für Bildung. Und auf dem Schulhof des Kippenberg-Gymnasiums soll bald eine Insektenwiese entstehen. Aber vorher geht es noch nach Bremerhaven für die Gruppe, in das Klimahaus.


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Leserkommentare
werderfan am 23.10.2019 21:15
Ich versuche das mal kurz für die Demokratiefreunde zu erläutern:
1. Der Umweltausschuss des Beirats Blumenthal tagt am nächsten Montag ...
IhrenNamen am 23.10.2019 21:02
Ich bin mal sehr gespannt wie sich das auf die Spendensumme auswirkt.
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