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Schmierereien auf Parkbänken in Oberneuland sorgen für Unmut

Maren Brandstätter 03.08.2019 11 Kommentare

Der Oberneulander Kontaktbeamte Hinrich Blechschmidt bei der Aufnahme der Anzeige. Es ist nicht der erste Fall von Vandalismus an und auf den Bänken.
Der Oberneulander Kontaktbeamte Hinrich Blechschmidt bei der Aufnahme der Anzeige. Es ist nicht der erste Fall von Vandalismus an und auf den Bänken. (Thomas Walbröhl)

Christine Bornkeßel hat die Polizei eingeschaltet. „Das Maß ist voll“, betont die Vorsitzende vom Förderkreis Overnigelant angesichts neuerlicher Schmierereien auf Oberneulander Parkbänken. Es ist noch nicht lange her, da hatte der Förderkreis überhaupt erst dafür gesorgt, dass der Umweltbetrieb Bremen (UBB) neben einem selbst finanzierten Musterexemplar zehn weiße Bänke nach historischem Vorbild in Höpkens Ruh aufstellen konnte – bezahlt durch Spenden. Vorbild für die Aktion war eine anderthalb Jahre zuvor erfolgreich gelaufene Spenden-Akquise des Förderkreises für Bänke in Heinekens Park gewesen. In den Spendentopf war unter anderem auch der Erlös einer eigens initiierten Weinverkostung geflossen. In Heinekens Park waren Anfang des Jahres ebenfalls vier Bänke mit Graffitis beschmiert worden, eine weitere war umgeworfen und demoliert worden. „Die konnte mittlerweile zum Glück vom Umweltbetrieb wieder aufgestellt und repariert werden“, erzählt Bornkeßel.

Zu den Schmierereien in Höpkens Ruh in jüngster Zeit seien jetzt noch einige weitere hinzukommen, berichtet die Vorsitzende. Allerdings nicht an Bänken, sondern an einem Zaun in Heinekens Park - und an Bäumen. „Es ufert derart aus, dass wir etwas unternehmen mussten, außerdem sahen wir uns den Spendern gegenüber verpflichtet, zu handeln“, sagt sie. „Deshalb hat der Förderkreis Anzeige erstattet – es handelt sich bei diesen Schmierereien schließlich nicht um ein Kavaliersdelikt, sondern um eine Straftat.“ Die Anzeige sei vom Oberneulander Kontaktpolizisten Hinrich Blechschmidt vor Ort aufgenommen worden, verbunden mit dem Ratschlag, Parkbesucher verstärkt für das Thema zu sensibilisieren. Nun hoffe sie, dass sich Taten dieser Art durch die verstärkte Aufmerksamkeit von außen nicht wiederholten, sagt die Förderkreis-Vorsitzende.

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Mit der Schadensbehebung in den beiden Oberneulander Parks ist derzeit der UBB beschäftigt. „In Heinekens Park haben wir eine Fachfirma mit der Beseitigung der Graffitischäden auf den betroffenen Bänken beauftragt“, berichtet UBB-Sprecherin Kerstin Doty. Die Arbeiten seien inzwischen abgeschlossen worden. „Leider ist nur eine oberflächliche Reinigung möglich, sodass ein Schatten erkennbar bleiben wird“, teilt Rolf Fülberth vom UBB mit.

Eine komplett neue Belattung der Bänke hätte den finanziellen Rahmen gesprengt, sagt der UBB-Referatsleiter, daher müsse man mit den Schatten wohl oder übel leben. Die Entfernung der Graffitis habe sich von den Kosten her im unteren dreistelligen Bereich bewegt. Anders als in Heinekens Park sei die Bank in Höpkens Ruh nicht mit Farbspray, sondern mit Eddingstiften beschmiert worden, berichtet Doty. „In diesem Fall können wir mit speziellen Mitteln selbst die Reinigung übernehmen - das machen wir spätestens nach den Sommerferien“, stellt sie in Aussicht.

Wenngleich die jüngsten Vorkommnisse bei den Mitgliedern von Overnigelant für allerhand Ärger und Verdruss gesorgt haben, will der Förderkreis keinesfalls in seinen Bemühungen um die Instandsetzung der Oberneulander Parks nachlassen, betont Bornkeßel. Mittelfristig sei angedacht, drei weitere Bänke in Höpkens Ruh aufzustellen, erzählt sie. „Das geht aber erst, wenn die Wegebeziehungen dort wiederhergestellt worden sind.“ Es gebe bereits drei Interessenten, die sich zur Finanzierung von je einer Bank bereit erklärt hätten. „Ich hoffe, die Spender bleiben dabei, und es ist ihnen inzwischen nicht die Lust vergangen, nach allem, was vorgefallen ist“, sagt Bornkeßel. Höpkens Ruh wird möglicherweise auch Schauplatz einiger weiterer Projekte, die bei Overnigelant derzeit noch in Planung sind. „Die Vase, der Obelisk und das kleine Häuschen könnten eine Renovierung gebrauchen“, erzählt die Vorsitzende. Bislang seien das aber erst noch Gedankenspiele, entschieden sei noch nichts.

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Fürs kommende Jahr hat Christine Bornkeßel ebenfalls schon Ideen. Diesmal soll es nicht um einen speziellen Park, sondern um alle öffentlichen Grünflächen in Oberneuland gehen – je nachdem, wo gerade Bedarf ist. Angesichts der zu erwartenden Trockenheit in den nächsten Jahren, will sie durch Spenden ein Budget für die Bewässerung von Parkbäumen anlegen. „Der UBB kann sich vorrangig nur um die Bäume kümmern, deren Verkehrssicherheit ohne Bewässerung gefährdet wäre“, berichtet sie. Damit auch alle übrigen Bäume bevorstehende Trockenperioden überstünden, hoffe sie, so viele finanzielle Mittel einwerben zu können, dass davon im akuten Bedarfsfall spezielle Firmen mit der Bewässerung eben dieser Bäume beauftragt werden können. Beschlossen sei dieses Wasserspender-Konzept noch nicht, eine Überlegung sei es aber sicherlich wert, findet sie.


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Leserkommentare
theface am 18.10.2019 20:54
Das kann so nicht stimmen, sonst wären SPD und Grüne ja nicht mehr in der Landesregierung.
Opferanode am 18.10.2019 20:48
Ich hatte die gleiche Frage. Aber eine vernünftige Antwort würde mir besser gefallen, als so schulmeisterlich daherzukommen, mit der Aufforderung, ...
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