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„Verkehrschaos wegen Hochpflasterung“

Maren Brandstätter 26.04.2019 6 Kommentare

Nach Ansicht von FDP und BIW würden die Staus auf dem Heerstraßenzug der Vergangenheit angehören, wenn die Hochpflasterung der Straßenbahn nicht wäre. 
Nach Ansicht von FDP und BIW würden die Staus auf dem Heerstraßenzug der Vergangenheit angehören, wenn die Hochpflasterung der Straßenbahn nicht wäre.  (PETRA STUBBE)

Die Themen für die kommende Legislaturperiode des Beirats in Horn-Lehe sind vielschichtig. Was haben die Parteien dazu für Ideen und Lösungsansätze? Der STADTTEIL-KURIER hat sich bei den sieben Spitzenkandidaten für die Beiratswahl umgehört.

 

Sportstätten, Inklusion, Kita-Ausbau – womit muss sich der neue Beirat besonders dringend befassen?

Claus Gülke (CDU): „Der gewaltige Sanierungsstau der Sportstätten an der Universität muss unverzüglich angegangen werden. Eine Schließung hätte fatale Auswirkungen, insbesondere für Nutzer wie die sportbetonte Schule Ronzelenstraße. Auch der Neubau der maroden Kita Berckstraße ist seit Langem überfällig. Ein wichtiges Thema für den neuen Beirat ist außerdem die Rückgängigmachung der Teilschließung des Horner Polizeireviers.“

Birgit Bäuerlein (SPD): „Gute Bildung für alle ist mein wichtigstes Ziel. Dazu gehören ausreichende Mittel für die Inklusion, Mensen müssen groß genug sein, um alle Kinder mit einem gesunden Mittagessen versorgen zu können, und der Ausbau der Hallenkapazitäten durch Renovierung maroder Turnhallen oder Neubauten. Wir haben die Anzahl der Kita-Plätze vergrößert. Trotzdem sind weitere Plätze notwendig, wenn man sich die Anzahl der geborenen Kinder in Horn-Lehe ansieht.“

Gudrun Stuck (Grüne): „Schulen, Universität und Sportvereine brauchen aus baulicher und gesundheitlicher Sicht in einwandfreiem Zustand befindliche Trainingshallen. Der Beirat muss sich mit machbaren Lösungen befassen. Ein wichtiger Baustein hierbei ist der geplante Turnhallenneubau des TV Eiche Horn. Das Horner Gymnasium braucht für die Inklusion ein tragfähiges Konzept, außerdem ausreichende personelle und finanzielle Ressourcen. Der zügige Ausbau der Oberschule Ronzelenstraße, vor allem der Mensa, soll vorangetrieben werden. Der Kita-Ausbau, insbesondere in der Berckstraße, bleibt ebenfalls ein wichtiges Thema. In unserem wachsenden Stadtteil muss für alle U3-Jährigen und alle Ü3-Jährigen ein Kita-Platz zur Verfügung stehen.“

Hermann Pribbernow (FDP): „Wir fordern die Sanierung und den Erhalt des Unibades zur langfristigen Absicherung des Schwimmsports in Bremen und die vollständige Sanierung der Sporthallen an der Universität. Nur so ist die Zukunft der Oberschule Ronzelenstraße gesichert, die zur Profilwahrung existenziell auf die Hallen angewiesen ist. Inklusion ja, aber nicht mit der Brechstange wie am Gymnasium Horn. Wenn Inklusion gelingen soll, brauchen wir zielgleiche Unterrichtsinhalte, geeignete Räume und dazu das entsprechende Fachpersonal. Im Kampf um Fachkräfte müssen ausreichende Kita- und Hortplätze garantiert werden. Die Betreuungsangebote müssen so flexibilisiert werden, dass sie den Bedürfnissen von Familien und Alleinerziehenden gerecht werden.“ 

Manfred Steglich (Linke): „Aufgrund des jahrelangen Sparzwangs durch die Schuldenbremse sind viele öffentliche Gebäude in Horn-Lehe in einem sehr schlechten Zustand. Die Kita Vorstraße, große Teile der Universität und nicht zuletzt die städtischen Sportstätten müssen im Interesse der Nutzer dringend saniert werden. Zur Stärkung der sozialen Infrastruktur gehört auch der Ausbau der Kitas, die komplette Beitragsfreiheit in der Kindertagesbetreuung und gut ausgebildetes Fachpersonal.“

Piet Leidreiter (BIW): „Das dringendste Thema ist der Mangel an Kita-Plätzen. Die Politik hat dieses Problem verschlafen, obwohl die Geburtenzahlen schon seit Jahren wieder steigen und der starke Zuzug sowohl von EU-Bürgern als auch von Flüchtlingen einen wachsenden Bedarf angezeigt hat. Die Inklusion muss politisch neu diskutiert werden, was aber auf Landesebene beziehungsweise im Bund geschehen muss. Wir stehen der Inklusion als Ausfluss des Einheitsschulkonzeptes ablehnend gegenüber und fordern die Rückkehr zum gegliederten Schulsystem, das auch Förderschulen umfassen muss. Durch die falsche Entscheidung, das Unibad zu schließen, hat das Sport- und Freizeitangebot in Horn-Lehe stark gelitten. Das Thema muss noch einmal auf die Beirats-Agenda gesetzt werden.“

Jennifer Stähle (Die Partei): „Sportstätten! Bremen soll 2036 Olympiastandort werden, und im Beirat Horn-Lehe können wir schon jetzt wertvolle Arbeit dafür leisten, dass unser Stadtteil davon besonders profitieren wird.“

Wie lässt sich Entspannung in den Verkehr auf dem Heerstraßenzug bringen?

Claus Gülke (CDU): „Der Heerstraßenzug in Horn-Lehe ist die Verkehrs-Lebensader des Stadtteils. Fußgänger, Fahrradfahrer, ÖPNV und Autofahrer haben allesamt ihre Ansprüche. Wir haben vor einiger Zeit im Beirat vereinbart, dass nach Fertigstellung des Mühlenviertels eine genaue Analyse vorgenommen werden soll. Die einseitige Bevorzugung einer einzelnen Gruppe lehnen wir dabei ab.“

Birgit Bäuerlein (SPD): „Es wohnen immer mehr Menschen im Stadtteil. Der Heerstraßen-Zug gerät deshalb oft an seine Kapazitätsgrenzen. Wir müssen den ÖPNV durch bessere Taktung und neue Verbindungen so attraktiv machen, dass noch mehr Menschen vom Auto umsteigen.“

Gudrun Stuck (Grüne): „Wir halten an der Stärkung des Fahrradverkehrs fest. Verbesserter Bus- und Bahnverkehr sowie optimierte Ampelschaltungen entlasten den Heerstraßenzug.“

Hermann Pribbernow (FDP): „Unser Stadtteil ist durch den hohen Durchgangsverkehr besonders belastet. Unser Vorschlag: Rückbau der Hochpflasterung vor den Ampelkreuzungen – je Fahrtrichtung um etwa 40 Meter. Nur so können Linksabbieger auch die Bus- und Straßenbahnspur nutzen. Staus gehören dann der Vergangenheit an.“

Manfred Steglich (Linke): „Angesichts des Klimawandels ist ein gesellschaftliches Umdenken in der Verkehrspolitik notwendig. Der öffentliche Nahverkehr muss wesentlich attraktiver werden, um die Menschen zum Umstieg vom Auto auf umweltschonende Verkehrsmittel zu bewegen. Mein Ziel ist ein kostenloser öffentlicher Nahverkehr in Bremen.“

Piet Leidreiter (BIW): „Das Verkehrschaos auf der Leher Heerstraße ist auf die unsinnige Hochpflasterung der Straßenbahnschienen zurückzuführen. Ein Rückbau könnte das Problem lösen.“

Jennifer Stähle (Die Partei): „Am effektivsten wäre hier wohl eine Umgehungsstraße. Da wir uns allerdings auch dem Tier- und Naturschutz verschrieben haben, könnte ich mir sehr gut folgendes Modell vorstellen: Zu den Stoßzeiten sind die Heerstraßen jeweils nur stadtein- oder stadtauswärts befahrbar, dafür aber auf beiden Seiten. Geregelt wird der Verkehr dabei natürlich von Verkehrspolizisten.“ 

Müssen die Belange von Senioren in Horn-Lehe stärker in den Fokus gerückt werden?

Claus Gülke (CDU): „Die CDU will erreichen, dass sich unsere älteren Mitbürger in ganz Horn-Lehe barrierefrei und sicher fortbewegen können. Die Absenkung von Bordsteinkanten, wie in der Kopernikusstraße bereits erfolgreich umgesetzt, sollte auf weitere Wohnstraßen im Stadtteil erweitert werden.“ 

Birgit Bäuerlein (SPD): „Ein reger Seniorenbeauftragter in unserem Stadtteil bringt immer wieder die Probleme unserer älteren Mitbürger in den Beirat. Die Barrierefreiheit, gerade für Fußgänger, muss stärker beachtet werden. Die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum für alle gehört auch dazu. Ein wichtiges Ziel wurde durch die Gründung eines Jugendbeirats erreicht, dessen Mitglieder sich mit tollen Ideen in den Stadtteil einbringen. Dies muss weitergehen.“

Gudrun Stuck (Grüne): „Die Belange der Senioren sind wichtig. Dazu gehören unter anderem gut getaktete Fahrzeiten öffentlicher Verkehrsmittel, sichere altersgerechte Straßenquerungen, mehr Ruhebänke sowie interessante kulturelle Angebote im gesamten Stadtteil.“

Hermann Pribbernow (FDP): „Schon in wenigen Jahren werden die starken Geburtsjahre 1960 bis 1965 ins Rentenalter eintreten. Deren Bedürfnisse werden in Zukunft erheblich stärker in den Fokus rücken.“ 

Manfred Steglich (Linke): „Die Verbesserung der Lebensqualität von älteren Menschen im Stadtteil ist mir ein persönliches Anliegen. Hierfür müssen die Begegnungsstätten bedarfsgerecht finanziell und personell ausgestattet werden. Barrierefreie, wohnortnahe öffentliche Einrichtungen und die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum sind wichtige Aspekte, um Altersarmut zu verhindern.“

Piet Leidreiter (BIW): „Wegen der demografischen Entwicklung werden die Belange von Senioren immer wichtiger. Besonderes Augenmerk muss auf die Qualität der Pflege und Betreuung älterer Menschen gelegt werden.“

Jennifer Stähle (Die Partei): „Nein, ich will mich für alle Menschen in Horn-Lehe gleichermaßen engagieren.“


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Leserkommentare
thowaei am 23.10.2019 14:25
In KEINEM Land der EU kann man aktuell mit 54 Jahren in Rente gehen. Slowenien ist diesbezüglich der Spitzenreiter mit einem Renteneintrittsalter von ...
gorgon1 am 23.10.2019 14:15
Absolut mein Meinung. !!!
Beste Grüße
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