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Woltmershauser diskutieren über Einzug des Golden-City
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Beirat fordert Busse fürs Lankenauer Höft

Reiner Haase 08.03.2018 0 Kommentare

Golden City Lankenauer Höft
Das Team der Hafenbar Golden City zieht ins Lankenauer Höft. (fr)

Christel Lübben vom Tourismus-Referat des Senators für Wirtschaft bestätigte jüngst im Beirat Woltmershausen, dass Frauke Wilhelm und ihr Golden-City-Team fest entschlossen sind, Ende April den Sprung über die Weser zu wagen. Mit Kneipen- und Kulturangeboten soll links der Weser fortgesetzt werden, womit sich das Golden City in den vergangenen Jahren am Kopf des Europahafens einen Namen gemacht hat. Das Kneipen- und Kulturangebot mit maritimem Anstrich will das Kulturhaus Pusdorf mit Lokalkolorit auffüllen. Weitere Akteure aus dem Stadtteil sind willkommen.

Ein besonderes Problem ist jedoch die Erreichbarkeit des Lokals auf der Halbinsel am Kopf der Einfahrt in den Neustädter Hafen. Lübben berichtete, dass eine Hal-över-Fähre das Dreieck Pier 2 in Gröpelingen, Molenturm in der Überseestadt und Lankenauer Höft auf der anderen Weserseite passend zu den Öffnungszeiten des Lankenauer Höfts abfahren wird. Frauke Wilhelm will das Golden City freitags von 17 Uhr bis 22.30 Uhr, sonnabends von 10.30 Uhr bis 22.30 Uhr und sonntags von 10.30 Uhr bis 18.30 Uhr öffnen. Neben den Behörden und der Wirtschaftsförderung unterstützen die Beiräte Gröpelingen und Walle den Fährverkehr; aus den Stadtteilbudgets werden jeweils 3000 Euro zugeschossen. Der Beirat Woltmershausen hat nachgezogen und ebenfalls 3000 Euro bewilligt.

Langfristige Nutzung ein weiteres Thema 

Mit der Bremer Straßenbahn AG ist laut Lübben bisher keine Einigung darüber erzielt worden, dass Busse das Lankenauer Höft über die Endstation Rablinghausen hin­aus ansteuern. Der Beirat Woltmershausen fordert mit einstimmigem Beschluss, dass entweder der Linien- oder ein Shuttlebus abgestimmt auf den Fährplan bis hinauf zum Kopf der Halbinsel fährt.

Die Zwischennutzung ist das eine Thema, das andere die langfristige Perspektive. Energisch wies Lübben den Vorwurf aus dem Kreis der Beiratsbesucher zurück, die Behörden verzögerten die neuerliche Ausschreibung des Projekts. Der Beirat Woltmershausen habe das Bürgerforum gefordert, in dem Ende Januar viele gute Ideen gesammelt worden seien. Nun sei es Sache der Woltmershauser, zur Ergänzung der Ausschreibung das Wichtigste aus dem Forum zusammenzutragen. Da ist der Beirat im Verzug; während der Sitzung wurde nichts Konkretes formuliert, wohl auch, weil der CDU Fraktionssprecher Waldemar Seidler krankheitsbedingt fehlte. Edith Wangenheim (SPD) merkte an, dass den Behörden schon ein Sieben-Punkte-Katalog aus der Beiratssitzung im Oktober 2017 vorliegt.

Vereinbart wurde, dass der Beirat in einem Rundmailverfahren klären will, was dem Sieben-Punkte-Katalog beigefügt werden soll. Jedenfalls zog Lübben den Woltmershausern den Zahn, dass sie direkten Einfluss auf den Ausschreibungstext haben. „Sie können mitreden, aber nicht bestimmen“, stellte sie klar. Beiratssprecherin Wangenheim betonte, dass die jetzt nötige Auswahl von Prioritäten nicht das Aus für andere Ergebnisse des Forums bedeutet. „Dabei war viel Gutes. Wir können das als Leitfaden für die künftige Beiratsarbeit nutzen“, sagte sie.

Die gemeinnützige Gesellschaft Quartier organisiert auch in diesem Jahr ein Projekt, in dem Künstler mit Woltmershauser und Rablinghauser Kindern zu einer Ausstellung im Museum Weserburg arbeiten. „Kinder werden einbezogen, die sonst wenig oder gar nicht mit Kunst in Berührung kämen“, begründete Anja Schiemann (SPD) den Antrag des Fachausschusses, das Projekt mit 1000 Euro aus dem Globalmitteltopf zu unterstützen. Der Beirat stimmte einstimmig zu. Ebenfalls einstimmig bewilligte der Beirat 500 Euro für das Kulturhaus Pusdorf, das nun einen Brennofen für die Töpfergruppen reparieren lassen kann.