Wetter: Regenschauer, 9 bis 15 °C
Neues Musikformat
Der Artikel wurde zur Merkliste hinzugefügt.
Die Merkliste finden Sie oben links auf der Seite.

Bereicherung für die Musik-Kultur-Szene

Ulrike Troue 12.12.2017 0 Kommentare

Mitte VHS Willie Burger aus der Neustadt Irland reyond the green fields one day of irish culture St. Patricks Day
Der Musiker Willie Burger. (Roland Scheitz)

Die Musik-Kultur-Szene der Stadt will Willie Burger mit einem neuen Musikformat bereichern: „Willies friday“. Der leidenschaftliche Rezipient von Rock, Blues und Underground, auf dessen Initiative hin auch das „Summersounds-Festival“ in den Neustadtswallanlagen erst entstanden ist, möchte seinen Traum verwirklichen und mit verschiedenen befreundeten Musikerinnen und Musiker Duo-Projekte realisieren, sprich gemeinsam mit ihnen Konzerte im „Paganini“ (nikotinfrei), Erlenstraße 60, geben.

Der musikalische Späteinsteiger und überzeugte Autodidakt hat erst Anfang der 70er-Jahre seine Leidenschaft für die traditionelle Musik Irlands und Schottlands entdeckt. Parallel zur keltischen Instrumentalmusik begann er Songs und Balladen zu üben. In den darauf folgenden Jahren lernte der Neustädter in Sessions Irish Fiddle, Mandoline, Bouzouki und Bodhrán spielen. Anfang der 80er-Jahre kam die anglo-amerikanische Musik und mit ihr das Gitarrenspiel hinzu. Und 1991 gründet Willie Burger gemeinsam mit Bernd Vogelei und Jürgen Schöffel das Trio „The Josie White Revival Band“. 

Besondere Bedeutung in Willie Burgers Repertoire haben Balladen und Songs, die er mit viel Gefühl vorträgt. Er liebt die Geschichten zu seinen Liedern und teilt sie gerne augenzwinkernd mit seinem Publikum – ebenso wie seine Künstlerfreunde, die mit ihm nun „Willies friday“ gestalten, jeweils ab 21 Uhr im „Paganini“.

Die Termine für das neue Musikformat stehen laut Willie Burger bereits bis Juni fest. Doch zuerst einmal möchte der Gastgeber Lust auf die beiden Konzerte im Dezember im „Paganini“ wecken. Für Freitag, 15. Dezember, kündigt er den in der Neustadt aufgewachsenen Musiker Julian Fischer als musikalischen Partner an, der inzwischen zu den talentiertesten Gitarristen nicht nur in Deutschland zählt.

Im Alter von acht Jahren begann Fischer mit klassischer Gitarre. Technisch versiert auf der elektrischen und akustischen Gitarre und auf höchstem Niveau in sämtlichen Musikgenres zu Hause, ist der Neustädter derzeit mit mehreren eigenen Bandprojekten in ganz Deutschland unterwegs. Als Komponist moderner Jazz- und Jazzrock orientierter Musik verfügt er laut Burger über ein scheinbar unbegrenztes kreatives Potenzial, das in seiner Alterskategorie seinesgleichen sucht. Julian Fischer begleitet auch verschiedene Singer/Songwriter mit der Gitarre, wie zum Beispiel Nick Gibbs. Mit Karrie Pavish Anderson hat sich Willie Burger für Freitag, 22. Dezember, eine Singer-Songwriterin aus Galena, einem kleinen Dorf am Yukon River in Alaska, eingeladen. Karrie Pavish Anderson lebt in diesem abgelegenen Ort, der nur mit dem Flugzeug erreichbar ist, wo es keine Supermärkte oder gar Studios gibt.

Sie hat deshalb ihre CD „Once Blind“ aus dem Jahr 2012 und ihre aktuelle Arbeit „Corner of 17th & Faith“ in Sacramento und die CD „Twice as Nice“ aus dem Jahr 2013 in Los Angeles aufgenommen. Über eine Woche lang war eine Besetzung aus einfühlsamen Musikern und Vokalisten damit beschäftigt, die Tracks lebendig werden zu lassen.

Mit der Veröffentlichung dieser CDs spielte Karrie Pavish Anderson Shows in verschiedenen Orten zwischen Los Angeles und Seattle, reiste nach Osten nach Delaware, Massachusetts, New Jersey, New York und Ontario, nach Louisiana und Nebraska und spielte viele Konzerte in Deutschland. Ihre Auftritte gelten als atmosphärisch besonders dicht, weil Karrie Pavish Anderson gefühlvolle und ausdrucksstarke Songs mit Geschichten aus ihrer Heimat Alaska verbindet.