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Bremer gewinnt Sonnenscheinpreis
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Senioren digital fit machen

Ulrike Troue 30.09.2019 0 Kommentare

Gerrit Schulte (l.) und Johannes Wübbe (r.) gratulieren Werner Rohdenburg.  Durch die Preisverleihung führte Ludger Abeln.
Gerrit Schulte (l.) und Johannes Wübbe (r.) gratulieren Werner Rohdenburg.  Durch die Preisverleihung führte Ludger Abeln. (Caritas)

Mittwochs und freitags ist Werner Rohdenburg im Caritas-Stadtteilzentrum St. Michael in der Neustadt sehr gefragt. Der 69-Jährige aus Kattenesch kennt sich mit Computern und anderen neuen Techniken gut aus. Zweimal in der Woche sucht er deshalb die Einrichtung der Caritas auf, in der 120 ältere Menschen leben, um sich dort ehrenamtlich zu engagieren und den Mietern des Service-Wohnens und Bewohner des Pflegeheims beim Einstieg in die neuen Medien zu helfen. 

Rohdenburg erklärt den Seniorinnen und Senioren den Umgang mit dem Computer. Er richtet Webbrowser ein und bringt den älteren Menschen bei, wie sie E-Mails empfangen, bearbeiten und verschicken können. Außerdem stellt der Kattenturmer Smartphones und Tablets so ein, dass Skype- und Messenger-Dienste leicht zu bedienen sind und die Senioren mit wenigen Klicks den Kontakt zu Angehörigen halten können, die zum Teil weit weg leben.

Für seine freiwilligen Lehrstunden ist Werner Rohdenburg nun mit dem Sonnenscheinpreis geehrt worden. Die Caritas-Gemeinschaftsstiftung vergibt diese Auszeichnung einmal im Jahr an Engagierte, die sich für das jeweilige Thema der Jahreskampagne sozial einsetzen. Das diesjährige Motto lautete „digital und sozial“. „Technik ist kein Selbstzweck, sondern muss für die Menschen einen Nutzen haben“, sagte Weihbischof Johannes Wübbe, Vorstand der Osnabrücker Caritas-Gemeinschaftsstiftung, bei der Preisverleihung in Papenburg. Mit diesem Engagement bekomme der digitale Wandel ein menschliches Gesicht. „Als ich in den Ruhestand ging, wurde schnell klar, dass es zu Hause nicht genügend Aufgaben für mich gibt“, sagt der Kattenturmer Rohdenburg. „Ich bin froh, dass ich mich dort regelmäßig um alle Angelegenheiten kümmern kann, für die ein Stecker benötigt wird.“