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13 Autos im Stadtteil
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Carsharing tut sich in Hemelingen noch schwer

Matthias Holthaus 19.05.2019 0 Kommentare

Sieben Stationen für Carsharing gibt es Hemelingen. Davon liegen fünf in Hastedt. In den  übrigen Ortsteilen sei die Nachfrage zu gering, berichtet der führende Anbieter jetzt im Beirat Hemelingen.
Sieben Stationen für Carsharing gibt es Hemelingen. Davon liegen fünf in Hastedt. In den  übrigen Ortsteilen sei die Nachfrage zu gering, berichtet der führende Anbieter jetzt im Beirat Hemelingen. (Tristan Vankann/ Cambio)

„Von 2014 bis 2019 hat sich die Cambio-Kundenzahl in Hemelingen nahezu verdoppelt“, sagt Lasse Schulz, Stationsnetzentwickler der Cambio Stadtauto Bremen Carsharing GmbH auf der Sitzung des Beirates Hemelingen. Waren es 2015 noch 370 Kunden, sind es 2019 bereits 620 Nutzer des Carsharing-Angebotes. Sieben Carsharing-Stationen gibt es im Stadtteil Hemelingen, davon alleine fünf in Hastedt und je eine Station in den Ortsteilen Hemelingen und Sebaldsbrück. Um kostendeckend arbeiten zu können, müssen laut Schulz 50 Kunden je ein Auto nutzen. „Deswegen ist es schwierig, Hemelingen in absehbarer Zeit flächendeckend zu bedienen. Der Großteil der 620 Kunden wohnt in Hastedt, da läuft es gut“, sagt Schulz.

Vor diesem Hintergrund erläutert Michael Glotz-Richter vom Senator für Umwelt, Bau und Verkehr (SUBV) noch einmal die Vorzüge von Carsharing: „Jedes Carsharing-Auto ersetzt private PKW, die Nutzer dieses Angebots haben meistens kein weiteres Auto im Haushalt. Außerdem stärkt Carsharing den Einzelhandel, weil die Nutzer eher im Nahbereich einkaufen, Nutzer privater Pkw fahren vier Mal häufiger zum Supermarkt auf die grüne Wiese.“ Ohne Carsharing hätte es im Jahre 2017 rechnerisch 205 zusätzliche Pkw in Hemelingen gegeben.

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Auch Beiratsmitglied Ralf Bohr von den Grünen sieht noch weiße Flächen auf der Landkarte: „Keine Station in Arbergen und keine in Mahndorf. Wir haben den Wunsch, dass hier der Ausbau vorankommt. Die Attraktivität steigt, wenn die Wege kürzer werden.“ Lasse Schulz ärgert sich ebenfalls über diesen Zustand: „Wir müssen das aber alles selbst finanzieren und schauen, ob sich das trägt. Wir haben monatlich eine Station eröffnet, doch das Stadtgebiet ist groß. Wir sind Schritt für Schritt unterwegs.“ Derzeit gebe es 13 Autos für den Stadtteil Hemelingen, „doch die Nachfrage in den Ortsteilen Hemelingen und Sebaldsbrück ist aktuelle einfach nicht so groß, dass sich mehr Autos lohnen würden.“ Diese Autos würden derzeit durch die in der Innenstadt stationierten Fahrzeuge querfinanziert werden: „Die Autos hier sind sehr schlecht ausgelastet.“

Eine Station an einem zentralen Ort in jedem Stadtteil

Ingo Tebje von den Linken und den Piraten meint jedoch, es müsse möglich sein, dass jeder Ortsteil eine Station an einem zentralen Ort hätte. „Das wünschen wir uns auch“, sagt Lasse Schulz. Doch man müsse auch schauen, dass am Ende des Jahres eine schwarze Null stehe. „Hätten wir gewerbliche Hauptkunden, die die Autos wochentags auslasten, wären wir relativ schnell dabei.“

Der Beirat Hemelingen fordert den Senat jetzt in seinem Beschluss auf, „eine Planung vorzulegen, wie der Ausbau des Carsharing-Angebots im Stadtteil Hemelingen vorangetrieben werden kann“. Insbesondere eine Versorgung der bislang nur wenig bedachten Ortsteile müsse sichergestellt werden. Als notwendig erachtet der Beirat konkret eine weitere Carsharing-Station in Hemelingen, beispielsweise im Bereich der Neuen Mitte Schlengstraße, eine erste Station in Arbergen sowie eine Station am Bahnhof Mahndorf an. „Auch von Dienstleistungsunternehmen in der Carsharing-Branche wünscht der Beirat Hemelingen eine stärkere Berücksichtigung beim Ausbau von Carsharing im Stadtteil Hemelingen“, heißt es in dem Beschluss weiter. „Der Beirat unterstützt hierbei auch gerne bei der Suche nach geeigneten Standorten.“

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Leserkommentare
theface am 18.10.2019 20:54
Das kann so nicht stimmen, sonst wären SPD und Grüne ja nicht mehr in der Landesregierung.
Opferanode am 18.10.2019 20:48
Ich hatte die gleiche Frage. Aber eine vernünftige Antwort würde mir besser gefallen, als so schulmeisterlich daherzukommen, mit der Aufforderung, ...
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