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Beiratswahlen 2019 in Bremen-Süd
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Neue Mischung in den Beiräten

Karin Mörtel 02.06.2019 0 Kommentare

Die Wähler links der Weser haben entschieden, welche Parteien künftig in ihren sechs Ortsbeiräten mitbestimmen dürfen. Besonders die SPD musste demnach in einigen Stadtteilen Verluste hinnehmen. CDU und Grüne befinden sich indes im Aufwind. Doch nicht in allen Beiratsgebieten im Bremer Süden folgen die vorläufigen Endergebnisse dem Trend der Bürgerschaftswahl.

In der Neustadt ändert sich das Kräfteverhältnis der Parteien zugunsten der Grünen, die mit 29,5 Prozent und weiterhin fünf Sitzen nun deutlich stärkste Kraft im Beirat sein werden. Die SPD verliert hingegen ihren fünften Sitz und rutscht analog zum stadtweiten Trend um 7,8 Prozentpunkte ab auf nun 20,8 Prozent der abgegebenen Stimmen. Spitzenkandidat Wolfgang Schnecking führt das Ergebnis zu großen Teilen auf die Stimmungslage in Bund und Land zurück. „Aber vielleicht hätten wir uns auch klarer zur Platanenfrage positionieren müssen“, nennt er ein mögliches Stadtteil-Thema, das den Ausschlag gegeben haben könnte. Dicht hinter der SPD folgt auf Platz drei die Partei Die Linke, die sich erneut verbessern konnte auf nun 20,7 Prozent (plus 3,9 Prozentpunkte) und damit einen vierten Sitz erhält. „Politisch kommt nun mehr Bewegung in den Beirat, da Rot-Grün keine Mehrheit mehr hat“, freut sich das parteilose Beiratsmitglied Wolfgang Meyer über das gute Ergebnis seiner Linksfraktion. Die Christdemokraten (16,1 Prozent, plus 1,5 Prozentpunkte) behalten ihre drei Sitze, ebenso wie die Freidemokraten weiterhin mit einem Sitz vertreten sein werden (5 Prozent, plus 1,1 Prozentpunkte). Erstmals neu mit dabei wird jeweils eine Vertreterin der Satirepartei Die Partei (5 Prozent) und – da die Fünf-Prozent-Hürde bei den Beiratswahlen keine Rolle spielt – auch ein Vertreter der Freien Wähler (2,8 Prozent) sein.

Im Obervielander Beirat waren diesmal 19 statt 17 Sitze zu vergeben, weil die Bevölkerungszahl gestiegen ist. Das erklärt, warum die SPD trotz des deutlichen Verlustes von sieben Prozentpunkten auf 29,1 Prozent weiterhin ihre sechs Sitze behält. Wahlsieger und damit stärkste Kraft in Obervieland wird jedoch die CDU, die mit 33,4 Prozent (plus 3,8 Prozentpunkte) ein Drittel der abgegebenen Stimmen auf sich vereinen kann und einen sechsten Sitz hinzugewinnt. Spitzenkandidat Ewald Stehmeier hatte nicht mit diesem starken Stimmenzuwachs gerechnet, „aber ich erkläre mir das mit unserem guten Wahlkampf und den vielen persönlichen Stimmen, die wir gewinnen konnten“, so Stehmeier. Über einen leichten Zuwachs kann sich die Partei Die Linke (9 Prozent, plus ein Prozentpunkt) freuen, die damit einen zweiten Sitz erhält. Die Grünen können mit einem Stimmanteil von 15,6 Prozent (plus 2,9) einen ihrer beiden 2015 verlorenen Sitze wieder erobern und werden künftig zu dritt im Beirat vertreten sein. Die FDP behält ihren einen Sitz (6,3 Prozent, plus 1,4 Prozentpunkte). Zum ersten Mal in den Obervielander Beirat ziehen die Bürger in Wut ein, die mit 6,7 Prozent der abgegebenen Stimmen einen Sitz erringen konnten.

In Woltmershausen ist Beiratssprecherin Edith Wangenheim (SPD) enttäuscht über die Stimmenverluste ihrer Partei, die mit fast zehn Prozentpunkten sogar noch deutlich über dem stadtweiten Negativtrend der SPD (minus 7,9 Prozentpunkte) liegen. „Ich habe dafür keine Erklärung, aber immerhin zählen wir noch zu den Stadtteilen, in denen die SPD stärkste Kraft geblieben ist“, so Wangenheim. Sie nehme die Entscheidung der Wähler hin, „und ich glaube der Hickhack der vergangenen Amtszeit ist nun Geschichte“, hofft die Sozialdemokratin, deren Partei künftig nur noch vier statt fünf Sitze innehat. Einen Sitz hinzugewinnen können die Christdemokraten in Woltmershausen, die sich mit ihrem Ergebnis von 23,5 Prozent der Wählerstimmen nach dem Abwärtstrend der vergangenen Jahre nun wieder verbessern konnten. Ihren zweiten Sitz verlieren zudem die Bürger in Wut, die 4,2 Prozentpunkte schlechter abschneiden und im Stadtteil nur noch 8,5 Prozent Zustimmung von den Wählern erhalten haben. Unverändert in der Sitzverteilung bleibt es bei den Parteien Grüne (2 Sitze, 16,82 Prozent), Linke (1 Sitz, 10 Prozent) und FDP (1 Sitz, 5,2 Prozent). Neu im Beirat wird mit einem Sitz die Satirepartei Die Partei (3,62 Prozent) vertreten sein.

Ebenfalls Katerstimmung herrscht bei den Huchtinger Sozialdemokraten: Sie bleiben zwar mit 32,9 Prozent stärkste Kraft im Stadtteil, müssen jedoch ein Minus von 7,6 Prozentpunkten verkraften. „Ich persönlich habe 1000 Stimmen mehr als bei der letzten Wahl geholt und bin damit sehr zufrieden“, sagt Spitzenkandidat Falko Bries. Die Gründe für die Stimmenverluste sieht er in stadtweiten Themen sowie in der Bundespolitik. In der CDU ist hingegen die Freude groß über 2,9 Prozentpunkte Zugewinn und ein Gesamtergebnis von 27,4 Prozent. Denn das bedeutet einen fünften Sitz, „den wir uns mit Stadtteilthemen wie dem Kampf gegen den Sanierungsstau an Schulen verdient haben“, ist sich Spitzenkandidat Gregor Rietz sicher. Einen zweiten Sitz haben zudem die Huchtinger Linken errungen (9,7 Prozent, plus zwei Prozentpunkte), die Grünen verbesserten sich ebenfalls leicht um 2,6 Prozentpunkte auf 14,2 Prozent und behalten ihre beiden Sitze. Die FDP kann ebenfalls 2,3 Prozentpunkte auf 6,8 Prozent zulegen und verteidigt damit ihren einen Sitz. Die Bürger in Wut (8,9) bleiben ebenfalls mit einem Sitz im Beirat vertreten.

In Strom bleibt es bei der SPD trotz 6,6 Prozentpunkten weniger Wählerstimmen mit 26,9 Prozent bei den zwei Sitzen. Die CDU kann trotz eines Gewinns der verlorenen SPD-Stimmen mit insgesamt 73 Prozent keinen weiteren Sitz zu den bisherigen fünf erringen.

In Seehausen ist die BIW nicht mehr angetreten, daher kommt es zu Verschiebungen zugunsten der Christdemokraten (61,6 Prozent, plus 8,1 Prozentpunkte), die allerdings ihre vier Sitze behalten. Die SPD verliert 2,1 Prozentpunkte und landet bei 38,3 Prozent, was für den Erhalt ihrer drei Sitze reicht.


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Leserkommentare
suziwolf am 21.10.2019 12:01
Warum dieser einfache Hinweis
auf www.spiegel.de
[ ,auf Erweiterung der Information‘ ]
mit „👎“ bewertet wird,
erklärt sich ...
peteris am 21.10.2019 12:00
Bundesaußenminister
Maas: Türkische Offensive nicht mit Völkerrecht im Einklang.

Für "Diktatoren" wie Putin,Erdogan usw. gibt es ...
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