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Schlachthof-Turm bleibt gesperrt

Anke Velten 21.09.2019 0 Kommentare

Das Kulturzentrum Schlachthof Bremen
Das Kulturzentrum Schlachthof Bremen (BTZ Bremer Touristik-Zentrale)

Seit inzwischen eineinhalb Jahren ist der Turm des Schlachthofs auf der Bürgerweide weitgehend außer Betrieb. Nach einer Begehung durch Experten der Bremer Feuerwehr waren im Januar 2018 gravierende Mängel beim Brandschutz diagnostiziert worden. Wie lange das noch so weitergehen soll, was genau geplant ist, wann die Baumaßnahmen beginnen sollen, und was sie wohl kosten werden: Darauf gab es auch für die Findorffer Stadtteilpolitik keine Antworten. Im Rahmen der öffentlichen Sitzung des Findorffer Ausschusses für Wirtschaft und Kultur, für die aus gegebenem Anlass in die Künstlergarderobe des Kulturzentrums gebeten wurde, musste man sich daher mit dem Status Quo begnügen. Und der heißt zum Beispiel: Das Warten ist ziemlich teuer.

Auf rund 15.000 Euro pro Jahr schätzt Matthias Otterstedt vom Trägerverein des Kulturzentrums die Kosten durch entgangene Mieteinnahmen und die Notwendigkeit, für eigene Angebote externe Räume anzumieten. Erschwerend komme hinzu, dass diejenigen Nutzergruppen, die ihre Räume nicht mehr bespielen können, wahrscheinlich für immer verloren seien, so Gudrun Goldmann: „Wer erst einmal andere Räume gefunden hat, kommt wohl nicht mehr zurück”, vermutete die verantwortliche Redakteurin des Schlachthof-Magazins. Die Sperrung betreffe die vier Ebenen oberhalb der Schlachthof-Kneipe, darunter die hauseigenen Theater- und Medienwerkstätten. Die Planung der Maßnahmen liege bei Immobilien Bremen (IB) als Eigentümervertreterin der städtischen Grundstücke und Gebäude. „Wir werden schlecht informiert und wissen nicht, wie es weitergeht”, berichtete Otterstedt dem Ausschuss.

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Die geladenen IB-Vertreter hatten sich entschuldigen lassen. Der Grund: Just an diesem Tag hatte man sich im Hause zum Thema zusammengesetzt. Die Maßnahme sei kompliziert und aufwendig, die Realisierung benötige ihre Zeit, erklärt dazu IB-Sprecher Peter Schulz auf Nachfrage dieser Zeitung. Die Arbeiten am erforderlichen Brandschutzkonzept für die Immobilie seien noch nicht endgültig abgeschlossen, heißt es zum Stand der Dinge. Ein Entwurf werde derzeit mit den entsprechenden Fachabteilungen des Bauamtes erörtert. Angesichts der noch laufenden Bearbeitung sei es “nicht zielführend, schon zum gegenwärtigen Zeitpunkt über eine mögliche Realisierung etwa über zusätzliche Rettungswege” zu sprechen.

Zu früh für genauere Aussagen

Auch für genauere Aussagen zu Kosten, Terminierung der Arbeiten und den Zeitpunkt der Wiedereröffnung des Schlachthof-Turmes sei es noch zu früh. Der Ausschuss entschied, für weitergehende Informationen nicht bis zu seiner nächsten planmäßigen Sitzung Ende November warten zu wollen. In einem gemeinsamen Beschluss betonen die Ausschussmitglieder die Bedeutung des Kulturzentrums mit der Gesamtheit seiner kulturellen und gastronomischen Angebote als gesamtstädtische Institution. Neben der Umsetzung des Brandschutzkonzeptes fordern die Findorffer daher auch die Sanierung des Pavillions im Biergarten der Schlachthofkneipe. „Das Dach ist seit mittlerweile sechs Jahren undicht”, hatte Gastronom Oliver Trey zuvor berichtet. Selbst mehrere „Reparaturversuche” hatten laut Trey das Problem nicht gelöst.

Die Sitzung im Schlachthof war die erste des neu konstituierten Findorffer Fachausschusses, der sich in den kommenden vier Jahren um die Themenbereiche „Wirtschaft, Kultur, Inneres und Sport“ kümmern will – und sich ein ambitioniertes Arbeitsprogramm vorgenommen hat, wie Ausschusssprecherin Beatrix Eißen ankündigte. Als besonders dringliches Projekt werde sich zunächst eine spezielle Arbeitsgruppe mit dem Internetauftritt des Findorffer Beirats beschäftigen. Für die bestehende “digitale Ruine” mehrten sich Spott und Kritik aus dem Stadtteil. Weitere Themen seien die Aufwertung des Findorffmarkts, der Dialog mit den ansässigen Kultureinrichtungen und Sportvereinen sowie mit den ansässigen Geschäftsleuten mit dem Ziel der Stärkung des lokalen Einzelhandels. Auch Veranstaltungen im Stadtteil gehören in den Zuständigkeitsbereich des Fachausschusses.

Die Liste der Ausschussmitglieder, Termine und Tagesordnungen der Ausschüsse finden sich auf den Seiten des Ortsamts West, www.ortsamtwest.bremen.de.


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Leserkommentare
onkelhenry am 19.10.2019 18:12
74 Jahre SPD!

Nirgendwo ist die Kluft zwischen arm und reich größer.
Schlechte Wirtschaft, schlechte Bildung ... von vielen ...
peteris am 19.10.2019 17:47
Das Affentheater geht also in die nächste Runde. ...
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