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Erst- bis Viertklässler fahren mit Roller und Fahrrad zur Schule oder gehen zu Fuß
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Das Auto bleibt in der Garage

VOLKER ALTHOFF 30.06.2011 0 Kommentare

Zusammen mit Kontaktpolizisten aus der Neustadt ist vor zwei Jahren der "Karl-Lerbs-Express" eingerichtet worden. An elf Haltestellen im Bereich Thedinghauser Straße, Theodor-Storm-Straße und Gottfried-Menken-Straße sollen sich Schülerinnen und Schüler morgens treffen und von dort aus gemeinsam zur Schule gehen.

Für die neunjährige Mathilda aus der 3a ist der morgendliche Fußmarsch ein wahres Vergnügen. Sie und ihre Freundinnen nutzen den Schulweg, um sich auf den Unterricht vorzubereiten: "Unterwegs fragen wir uns dann manchmal das Einmaleins ab. Außerdem haben wir mehr Zeit zum Reden, und wir sind an der frischen Luft. Das ist viel schöner als mit dem Auto." Die neunjährige Amelie, ebenfalls aus der 3a, schwingt sich jeden Morgen aufs Fahrrad: "Um 7.30 Uhr kommt meine Freundin Julia und holt mich ab. Dann fahren wir gemeinsam zur Schule. Das macht richtig Spaß, weil man nicht alleine ist." Auch Anes (8) ist begeisterter Radfahrer und fährt mit seinem Drei-Gänge-Fahrrad. Agnes Grams, Klassenlehrerin der 3a, findet die Aktion sehr gut, denn sie " trägt zur Selbstständigkeit der Schüler bei und ihrer Verantwortung in der Gruppe." Die Kinder seien einfach wacher, wenn sie mit dem Fahrrad kommen. Diesen positiven Effekt beobachtet auch Schulleiter Manfred Fuhrmann und sieht noch weitere

Vorteile: "Die Kinder sollen gemeinsam gehen, weil so ihr soziales Miteinander und ihre Kommunikation untereinander gestärkt werden."

Schulwegepass als Motivation

Als Motivationshilfe haben alle Schülerinnen und Schüler einen Schulwegepass erhalten, den die Lehrer jeden Morgen abstempeln. Bereits die Erstklässler lernen, von Kontaktpolizisten unterstützt, den Weg zur Schule ohne Auto. "Sie machen mit den Kindern einen Rollerlehrgang und laufen die Haltestellen ab", erklärt Fuhrmann. Die Schüler würden dieses Angebot sehr gut annehmen, stellt Stefan Dirschauer fest. Der Lehrer, der die Klasse 1b unterrichtet, sieht bei seinen Schülern eine hohe Motivation: "Sie wollen ja auch den Stempel haben." Er sieht auch, dass auf den gemeinsamen Schulweg "neue Freundschaften entstehen."

Auch die Resonanz der Eltern sei sehr positiv, beobachtet Schulleiter Fuhrmann. "Wir haben seit längerer Zeit eine Schulweg-AG, die sich mit dem Thema befasst und die Eltern begleiten." Den Beginn dieser Kampagne haben die Schüler vor drei Wochen mit dem Lied "Heute bleibt das Auto stehen" von Rolf Zuckowski gestartet. Sie haben außerdem ein Glas mit Steinen befüllt, und jeden Tag kam einer hinzu, wenn sie ohne Auto zum Unterricht erschienen sind. Bei einem großen Abschlussfest in der Turnhalle konnten die Kinder sehen, wie voll das Glas geworden war, und es wurde Bilanz gezogen.

Klar ist, nach diesem zweiwöchigen Durchlauf soll der "Schul-Express" nicht zum Stehen kommen. "Wir werden das Thema immer wieder auf Elternabenden besprechen und diese Aktion immer wiederholen", versichert der Schulleiter. Klassenlehrer Dirschauer wünscht sich, dass "es eine Selbstverständlichkeit wird, autofrei zur Schule zu kommen, und dass die Kinder von sich aus sagen, das ist ganz schön."


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Leserkommentare
erschreckerbaer am 22.10.2019 21:34
Ist doch in Ordnung.
Bis jetzt habe ich 48 Jahre in die Rentenkasse eingezahlt.
Habe dafür Steuern bezahlt.
Würde ich mit 67 in ...
flutlicht am 22.10.2019 20:43
Lieber @Wk, wann hat Höffner denn nun die Fläche erworben? Mal schreiben Sie von 14 Jahren im Text und in der Einleitung von 11 Jahren. Was stimmt?
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