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Wachmannstraßenfest verbindet Verkauf mit kulinarischen und musikalischen Genüssen
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„Epizentrum“ Schwachhausen bebt

Renate Schwanebeck 27.06.2013 0 Kommentare

Wem Christoph Kopp von der Konditorei Jacobs (links) das Blech mit frischem Butterkuchen unter die Nase hielt, der griff
Wem Christoph Kopp von der Konditorei Jacobs (links) das Blech mit frischem Butterkuchen unter die Nase hielt, der griff zu. (Fotos: Petra Stubbe)

Schwachhausen. Als Petrus an diesem Sonnabend sah, mit welcher Hingabe in der Wachmannstraße an den Vorbereitungen für das Straßenfest gearbeitet wurde, ließ er den Wind die Wolken vom Himmel blasen. Und als Ralph Saxe, Vorsitzender des Wachmannstraßenvereins, zusammen mit dem Bürgerparkdirektor Tim Großmann am Nachmittag das Spektakel offiziell eröffnete, strahlte die Sonne am Himmel und ließ die Besucher an den Tischen schwitzen.

Der Einsatz hat sich gelohnt: Dieser Gewinner hat zwar nicht den Hauptgewinn gezogen, aber sein Los gegen ein Mensch-ärg
Der Einsatz hat sich gelohnt: Dieser Gewinner hat zwar nicht den Hauptgewinn gezogen, aber sein Los gegen ein Mensch-ärger-dich-nicht-Spiel eingetauscht.

Nicht ohne Stolz vermeldete Ralph Saxe, dass der Verein "Die Wachmannstraße", der einst aus einem Projekt entstand, inzwischen 135 Mitglieder hat – und zwar nicht nur Geschäftsleute, sondern auch engagierte Anwohner. "Wir sind das Epizentrum von Schwachhausen", konstatierte er. Keine Frage, dass er dafür Applaus erntete.

Gucken und klönen

Immer wieder hielten Besucher inne, um Joe Löhrmann (links) mit seinem
Immer wieder hielten Besucher inne, um Joe Löhrmann (links) mit seinem "travelling piano" auf die Finger zu schauen.

Damit war auch der Startschuss für das vielfältige Programm gefallen, durch das Ulla Dopatka führte. Dabei rührte sie zugleich die Werbetrommel für die Tombola – auch noch als der erste Preis, ein Flug nach Nizza, schon längst vergeben war.

Und nach und nach verwandelte sich die Wachmannstraße in eine belebte Flaniermeile. Die Geschäfte hatten Aktionen, Info-Stände und besondere Angeboten, aber auch kulinarische Leckerbissen vorbereitet. Die Flaneure nahmen diese Angebote gerne an und so kam man schnell ins Gespräch.

Musiker Uwe Fromhertz spielte an unterschiedlichen Plätzen Cello.
Musiker Uwe Fromhertz spielte an unterschiedlichen Plätzen Cello.

Den Direktkontakt suchte auch der Zauberer Viktor Renner. Er ging auf dem Benqueplatz von Tisch zu Tisch und bot zauberhafte Unterhaltung: Renner sorgte nicht nur mit Kartentricks für erstaunte Gesichter, sondern verblüffte insbesondere die kleinen Gäste damit, dass er bei ihnen jede Menge Geld hervorzauberte. Er zog den Jungs so viele Euros aus der Nase, dass es nur so klimperte in seinem kleinen Eimer. Anderen saß der Reichtum im Nacken oder gar im Hemdkragen. Pech nur, dass das Geld immer wieder verschwunden war, wenn der Kleinkünstler den Eimer ausleeren wollte.

Dass "Geld" immer schon ein wichtiges Thema in Schwachhausen war, erfuhren die Besucher, die sich dem historischen Rundgang mit der Kunsthistorikerin Christine Holzner-Rabe anschlossen. Schon in früheren Jahrhunderten wollte der Bremer Senat keine Massenquartiere. Und weil durch den Seehandel Geld genug da war, kaufte zum Beispiel ein Herr Gildemeister Ländereien aus dem Umland auf. Spannende Geschichten, wie mancher bemerkte. Gleichzeitig belebten die Mädchen vom Sportverein Bremen 1860 die Bühne und zeigten Übungen aus der rhythmischen Sportgymnastik. Anmutig und exakt bewegten sich die achtjährige Lina und die neunjährige Hanna. Jeder Schritt passte exakt zur Musik. Sie ernteten ebenso wie Aleksandra Zapekina, amtierende Sportlerin des Jahres und Bronze-Siegerin im Finale "Keule" beim Deutschen Turnfest, Jubelrufe und anerkennenden Applaus.

Knifflig wurde es bei der Mitmach-Aktion "Aktivoli" für Kinder. Zeichnen und pantomimische Darstellung waren gefragt. Während der Liebesapfel mit Herz und Apfel schnell gezeichnet war, erwies sich die pantomimische Darstellung eines Sparschweines als fast unlösbare Aufgabe.

Und was wäre ein sommerliches Spektakel ohne mitreißende Musik? Auch dafür hatten die Initiatoren Sorge getragen. Vom Cellisten Uwe Fromhertz über Joe Löhrmann mit seinem fahrbaren Piano bis hin zum Trio "Sax&Schmalz" spannten die Organisatoren einen weiten musikalischen Stilbogen. Und obwohl gegen 20 Uhr Feierabend wieder die Schirme aufgespannt werden mussten, weckten die Klänge der beliebten Musiker bei vielen Fußpaaren Bewegungslust.


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Leserkommentare
elfotografo am 22.10.2019 18:55
"Es ist doch ein Märchen, dass man mit einer Loge Geschäftskontakte akquiriert oder pflegt, geschweige denn Geschäfte abschließt."

Haben ...
FloM am 22.10.2019 18:51
@gorgon1:
Abgedroschen ist es den x-ten Kommentar mit undifferenzierten Anschuldigungen zu schreiben.

Die Erkenntnis, daß man Teil ...
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