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Jugendliche lernen Werder Bremen einmal ohne Ball kennen

Yannic Wittenberg 14.05.2012 0 Kommentare

Torhüterin Maria Doll von den Werder-Frauen stellte sich als Interviewpartnerin für die Waller Oberschüler zur Verfügung
Torhüterin Maria Doll von den Werder-Frauen stellte sich als Interviewpartnerin für die Waller Oberschüler zur Verfügung. (Frei)

Zusammen mit Helga Weger, Klassenlehrerin der neunten Klasse der Oberschule am Waller Ring, hatten Gesa Mann und Björn Schwanz vom Fan-Projekt-Bremen für die Schüler ein spannendes Programm organisiert. Das Fan-Projekt-Bremen, dass bereits zum dritten Mal eine Klasse in der Stadionschule begrüßen konnte, ist ein Projekt in Kooperation mit Werder Bremen und wird gefördert durch die Robert-Bosch-Stiftung und die Bundesligastiftung. Mit dem Lernzentrum Ostkurvensaal hat der Verein das lange geplante Ziel umgesetzt, die Räume des Stadions in der Woche auch für Bildungszwecke zu nutzen.

Die Schülerinnen und Schüler aus Walle erwartete beim Modul "JuMixx" eine Mischung aus praktischen und theoretischen Unterrichtsstunden, bei denen ihnen alle Berufsfelder rund um Werder Bremen und das Weserstadion näher gebracht werden sollten. "Wir haben uns entschieden, an dem Projekt im Rahmen der Beruforientierung bei uns in der Schule teilzunehmen. Ich denke es ist eine gute Abwechslung zum Schulalltag und motiviert die Schüler zusätzlich", sagt Helga Weger. Und genauso nahmen es die Jugendlichen auf.

Bereits beim ersten Höhepunkt im Programm, einem Rundgang durch das Weserstadion, erfuhren sie, dass schon alleine in der Arena drei verschiedene Berufsgruppen arbeiten. "Viele haben sich vorher noch nie wirklich Gedanken gemacht, wie viel Arbeit hinter dem Catering, dem Sicherheitsdienst und der Rasenpflege steckt", sagt Weger. "Für die meisten meiner Schüler ist es eben normal, dass der Rasen grün, das Stadion sicher und die Bratwurst bei der Bestellung frisch gegrillt sind." Natürlich durfte beim Rundgang auch ein Blick in die Umkleidekabinen der Profi-Fußballer und ein Probesitzen auf der Trainerbank nicht fehlen.

Nach diesem Erlebnis ging es dann aber zunächst zum Unterricht. In drei Einheiten beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler mit den Themen Rechtsextremismus, Interviewtechniken und Mathematik. Natürlich wurden alle Themen in Bezug auf Fußball behandelt. Zum Beispiel sollte im Matheunterricht ausgerechnet werden, wie viel ein neuer Rollrasen für das Weserstadion kostet. Beim Thema Rechtsextremismus ging es auch um Hooligans. Und die Jugendlichen lernten die Symbole extremistischer Gruppen kennen. "Wir wollen die Teilnehmer unseres Projektes auf diese Weise für das Thema sensibilisieren", sagt Gesa Mann.

Über die zwei Projekttage verteilt fanden zudem einige Vorträge von Vertretern der Firmen statt, die in und um das Stadionherum arbeiten. Darin wurden den Schülern die verschiedenen Berufe, die sie bereits bei der Stadionführung kennengelernt hatten, noch einmal genauer beschrieben. Außerdem schilderten sie die Voraussetzungen für eine Ausbildung. "Durch die Anwesenheit der Firmenvertreter werden die Berufe für die jungen Menschen greifbarer und motivieren eventuell einige, sich in der Schule mehr anzustrengen", erklärt Mann. Am zweiten Tag konnten die neu gelernten Interviewtechniken vom Vortag direkt angewendet werden. Als Interviewgast war die Torhüterin der Werder-Frauen in den Ostkurvensaal gekommen. Maria Doll stellte sich den vorbereiteten Fragen der neugierigen Schüler. "Das ist auch für die Interviewgäste spannend, weil die Kinder eben nicht nur die gewöhnlichen Journalistenfragen stellen. Zum Beispiel wurde sie gefragt, ob es sie nicht stört, dass im Stadion auf den Plakaten immer nur die Männer zu sehen sind, was sie nicht so klar verneinen konnte."

Zum Abschluss wurde es nochmal sportlich. In der Werder-Halle absolvierten die Mädchen und Jungen einer Sporteinheit. Dabei gewannen sie einen Eindruck davon, was verlangt wird, um den Sporteignungstest bei der Polizei zu bestehen, einer weiteren Berufsgruppe, die für die Sicherheit bei Fußballspielen sehr wichtig ist. Am Ende waren sich alle einig, dass diese Tage im Stadion sehr spannend waren. "Das war voll cool und viel besser als normaler Unterricht", meinte Elmehdi Faouzi aus Walle.


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Leserkommentare
K_ter_Lysator am 22.10.2019 09:14
Das die Verkehrssituation in Findorff (und auch andere Stadtteile) den Status "sub-optimal" nicht erreicht ist kein vom Freimarkt abhängiges Problem. ...
Wesersteel am 22.10.2019 09:04
Deutschland soll Soldaten/innen laut AKK nach Syrien schicken UND hier sitzen die jungen Syrer im trocknen - was verkehrte Welt !

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