Bildungsbrücke zeigt Solidarität mit Familien Bildungsbrücke bietet Unterstützung an

Die finanziellen Folgen der Corona-Krise treffen viele Familien und Alleinerziehende hart. Die Bildungsbrücke im Viertel möchte nun ihren Beitrag zur Hilfe leisten.
26.04.2020, 23:59
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Bildungsbrücke bietet Unterstützung an
Von Sigrid Schuer

Peterswerder. Der Beirat Östliche Vorstadt hat gerade darauf hingewiesen: „Die Corona-Pandemie und die staatlichen Gegenmaßnahmen bringen viele Menschen nicht nur finanziell an die Grenzen des Leistbaren.“ Und weiter: „Mit einer kaum vorstellbaren Mehrfachbelastung sehen sich dabei viele Alleinerziehende konfrontiert“. Aber auch Selbstständige, Berufstätige in der Gastronomie sowie Künstlerinnen und Künstler werden derzeit von den finanziellen Auswirkungen besonders hart getroffen. Dass das so ist, weiß auch Christine Rust von der Bildungsbrücke im Viertel. Die Diplom-Pädagogin von der Evangelischen Friedensgemeinde sorgt sich besonders darum, dass sich während der Corona-Pandemie speziell die Situation von Familien noch verschlimmert, die schon vorher nicht auf Rosen gebettet waren.

Die Bildungsbrücke unterstützt Familien mit geringem Einkommen bei den Schulnebenkosten. Geld für zusätzliche Bücher, Musikunterricht oder Sportkleidung seien aus dem Regelsatz von Hartz IV kaum zu bezahlen, weiß Rust. Für die Kinder steht somit die Teilnahme an vielen Bildungsmöglichkeiten infrage, Gerade in Zeiten von Homeschooling sei es ja so, dass einige zusätzliche Anschaffungen anfielen, sagt die Diplom-Pädagogin und nennt etwa technisches Equipment oder Tintenpatronen für zahlreiche Ausdrucke von Arbeitsblättern. „Wir können natürlich keine großen Beträge in Aussicht stellen, aber würden doch gerne als nachbarschaftliche Initiative einen kleinen Beitrag für die Familien im Bereich Mitte / Östliche Vorstadt leisten“, betont sie. Die Bildungsbrücke ist eine Bürger- und Stadtteil-Initiative und möchte durch finanzielle Zuschüsse zu Bildungsnebenkosten dazu beitragen, allen Kindern und Jugendlichen im Viertel den bestmöglichen Schulabschluss zu ermöglichen.

Die Anträge auf Unterstützung können formlos gestellt werden. Wichtig dabei sind allerdings folgende Angaben: Name, Klassenstufe und Schule der zu fördernden Schülerinnen beziehungsweise Schüler. Kontaktdaten und Bankverbindung. Ferner ein Nachweis über staatliche Unterstützungsleistung – beispielsweise ALG II, ergänzendes ALG II, Wohngeld, Sozialgeld, Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz. Es reicht eine Kopie des Deckblattes. Oder: Angaben zum monatlichen Netto-Einkommen der Familie (inklusive Unterhaltszahlungen und Kindergeld). Anträge können alle Familien stellen, die im Bereich Mitte / Östliche Vorstadt wohnen oder deren Kinder hier zur Schule gehen. Die Zuschüsse werden jeweils für ein Schuljahr vergeben. Die Zuschüsse werden von einem Vertrauensrat bewilligt, zu dem Mitglieder der Evangelischen Friedensgemeinde, der St. Petri Domgemeinde, der Beiräte Mitte / Östliche Vorstadt, des „Hauses der Familie Mitte“ und gewählte Einzelpersonen gehören.

Interessenten können sich bei Christine Rust Rat holen und bei der Friedensgemeinde Anträge einreichen. Das funktioniert per Post an die Evangelischen Friedensgemeinde, Humboldtstraße 175, oder per Mail unter info@bildungsbruecke-viertel.de. Eine telefonische Beratung ist möglich über Telefon 04 21 / 7 84 01. Sprechstunde: Donnerstag,
14 bis 15.30 Uhr.

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