' Nor-Ger' will für 1,4 Milliarden Euro Gleichstromkabel von Norwegen nach Deutschland verlegen Standort Moorriem Thema im Landtag

Moorriem (wm). 'Wir fordern die Landesregierung mit unserem Antrag auf, dafür zu sorgen, dass alle technisch möglichen Varianten geprüft werden und nicht nur die einzig bisher von Tennet beantragte', so die Landtagsabgeordnete Ina Korter (Nordenham).
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Von Ulla Uden

Moorriem (wm). 'Wir fordern die Landesregierung mit unserem Antrag auf, dafür zu sorgen, dass alle technisch möglichen Varianten geprüft werden und nicht nur die einzig bisher von Tennet beantragte', so die Landtagsabgeordnete Ina Korter (Nordenham).

Das schweizerisch-norwegische Konsortium Nor-Ger will für 1,4 Milliarden Euro ein Gleichstromkabel von Norwegen nach Deutschland verlegen, über das Strom aus Wasserkraft und Windenergie laufen soll. Um den Strom in die Netze beider Länder einspeisen zu können, müssen sowohl in Norwegen als auch in Deutschland sogenannte Konverterstationen, die den transportierten Gleichstrom in Wechselstrom verwandeln und Schaltstationen gebaut werden. Der deutsche Standort soll Moorriem sein, weil hier bereits ein Stromdrehkreuz existiert.

Allein eine Konverterstation benötigt ein Areal mindestens zwölf Hektar Land, darauf hunderte von Transformatorenmasten und ein bis zu 25 Meter hoher Industriebau. Hinzu kommt eine Schaltstation, die vom Netzbetreiber Tennet (ehemals Eon-Tochter Transpower) gebaut wird. Und zwar an einem Einspeisungspunkt, den Tennet als sozusagen technischer Dienstleister vorgibt - eben Moorriem. In den Antrag der Landtags-Grünen wird eine Weiterentwicklung der Stromnetze auf See und an Land begrüßt. Niedersachsen ist das vom Netzausbau am stärksten betroffene Bundesland. Es ist damit zu rechnen, dass insgesamt 3500 Kilometer neue Stromleitungen bis 2025 für erforderlich gehalten werden. Grünen-Fraktionschef Stefan Wenzel weist darauf hin, dass der notwendige Stromnetzausbau nur dann eine mehrheitliche Zustimmung in der Bevölkerung finde, wenn er erdverkabelt erfolgt und ausschließlich den erneuerbaren Energien dient. Und Wenzel wirft dem Stromkonzern Eon vor, im Jahr 2003 einen unterschriftsreifen

Vertrag mit einem norwegischen Unternehmen aufgekündigt zu haben, der den Bau einer Seekabelverbindung zwischen norddeutschen Windkraftwerken und norwegischen Wasserkraftwerken vorsah. Offenbar habe Eon Angebote verhindern wollen, die in Wettbewerb zu bereits abgeschriebenen deutschen Atomkraftwerken treten könnten.

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