2286 Fotos Starke Motive beim Fotomarathon

Mit diversen Motiven und abwechslungsreichen Serien ist der Bremer Fotomarathon ein großer Erfolg: 254 Teilnehmer zeigten ihren Blick auf die Stadt zu den verschiedensten Themen.
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Starke Motive beim Fotomarathon
Von Antje Stürmann

Mit diversen Motiven und abwechslungsreichen Serien ist der Bremer Fotomarathon ein großer Erfolg: 254 Teilnehmer zeigten ihren Blick auf die Stadt zu den verschiedensten Themen.

Es läuft – zumindest für die Organisatoren des Bremer Fotomarathons. 254 Teilnehmer, mehr als bei der Premiere im vergangenen Jahr, machten sich auf die Suche nach dem besten Motiv. Und die Jury hatte die schwierige Aufgabe, aus 2286 Fotos die eindrucksvollsten zum Thema „Läuft!“ auszuwählen. Am besten gefallen hat ihr die Reihe von Florian-David Hellmuth.

„Es gab mehr Superserien als die neun prämierten“, betonte Mitorganisator Ulrich Graf-Nottrodt zu Beginn der Preisverleihung. Das Motto „Läuft!“ sei abwechslungsreich interpretiert worden, die Hobbyfotografen hätten ihre ganz eigenen Sichtweisen entwickelt.

An einem Tag im September waren die Teilnehmer aus ganz Deutschland neun Stunden in Bremen unterwegs, um zu den vorgegebenen neun Schlagworten: fliegender Start, in die Hufe kommen, Boxenstopp, in der Luft hängen, Balanceakt, Großer Wurf, von der Rolle, Deichbremse und Endspurt Fotos zu schießen. 254 von 264 Teilnehmern erreichten das Ziel und gaben ihre Fotos ab.

Diverse Motive

Unterwegs hatten sie Weinbergschnecken zu Statisten gemacht oder auch eine Portion Pommes. Die Bremer Stadtmusikanten in der Innenstadt standen Modell, bunte Graffiti wurden eingefangen, sogar die Schweine im Bürgerpark und unbekannte Passanten wurden auf die Speicherchips gebannt. „Uns ist eine Fülle von Augenblicken ins Museum geflogen“, sagte Jurymitglied Claudia Seidel vom Hafenmuseum, „Überraschendes und Vertrautes, Humorvolles, Irritierendes und Gewohntes“.

Claudia Seidel, Tessa Alex von der Kunsthalle, Ka aus dem Kubo und Fotograf Phil Porter war aufgefallen, dass sie in diesem Jahr über 500 Fotos mehr, darunter „deutlich mehr Schwarz-Weiß-Serien“ beurteilen durften. Viele Fotografen hatten außer der Kamera Requisiten am Start. In Szene gesetzt wurden gelbe Quietscheentchen, Playmobilfiguren, eine Marionette und ein rotes Spielzeugauto.

Entscheidend waren am Ende aber die Perspektiven. Die Reihe von Sieger Florian-David Hellmuths überzeugte durch ihren ganz eigenen Stil. Er habe über die Motive intuitiv entschieden, sagt er. Seine colorierten Schwarz-Weiß-Fotografien zeigen starke Symbole – vom roten Herzluftballon, über einen Sockenwechsel und das (Fahr-)Rad bis hin zum Enten-Schlussspurt.

Fotos sind noch in der Überseestadt zu sehen

„Der Zeitdruck war echt anstrengend“, sagt der Hobbyfotograf. Requisiten benötigte er nicht. Die Jury urteilte: Jedes Einzelmotiv sei stark. Gleichzeitig funktionierten die neun Motive harmonisch als Serie. „Das Ergebnis lädt zum Dialog ein“, so Steffi Urban vom Orga-Team.

Gefallen haben auch die Serien von Ole Mollenhauer (Platz 2), Dirk Lehmhus, Christian Kresse, Steffi Holthaus, Sarah Fass, Sandra Neumann und Jonathan von Ostrowski. Den Sonderpreis zum Thema „Deichbremse“ erhielt Bert Schulze – obwohl er, wie viele andere, rätselte, was eigentlich eine Deichbremse ist. Auflösung: Es ist ein Hocker mit zwei kurzen und zwei langen Beinen, auf dem man am schrägen (Deich-)Hang aufrecht sitzen kann.

Schulze hatte einen Nagel auf dem Asphalt fotografiert – und nach Ansicht der Jury damit selbigen auf den Kopf getroffen. Alle Fotos sind noch bis diesen Sonntag, 17 Uhr, im Hafenmuseum, Speicher XI, in der Überseestadt zu sehen. Danach dürfen die Teilnehmer ihre Fotostreifen abholen.

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