Neues Wohnprojekt in Bremen Startschuss für Mühlenviertel

Bremen. Auf dem ehemaligen Gelände der Telekom in Horn steht der Baustart des neuen "Mühlenviertels" bevor. Ab dem Frühjahr 2013 sollen auf dem Grundstück an der Horner Mühle Wohnobjekte für rund 500 Bewohner errichtet werden.
07.11.2012, 05:00
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Startschuss für Mühlenviertel
Von Max Polonyi

Bremen. Auf dem ehemaligen Gelände der Telekom in Horn steht der Baustart des neuen "Mühlenviertels" bevor. Ab dem Frühjahr 2013 sollen auf dem 70000 Quadratmeter großen Grundstück an der Horner Mühle Wohnobjekte für rund 500 Bewohner errichtet werden. In den vergangenen sieben Monaten waren die zwölf verbliebenen Gebäude des früheren Bildungszentrums der Telekom abgerissen worden. Dem Bau des neuen "Mühlenviertels" stünde nun nichts mehr im Wege, erklärten Vertreter der beteiligten Unternehmen bei einer Vorstellung des Baukonzeptes.

"Der Boden ist bereitet", sagte Jens Lütjen, geschäftsführender Gesellschafter des Immobilienberatungsunternehmens Robert C. Spies, das gemeinsam mit der Firma Koenen Bau für die Vermarktung der zukünftigen Wohnobjekte zuständig ist. "Der Bauantrag für die ersten Häuser des Mühlenviertels ist bereits beim Bausenator zur Genehmigung eingereicht worden", berichtete er. Geplant sei zunächst der Bau von vier Mehrfamilienhäusern mit insgesamt 52 Wohnungen durch das Bremer Unternehmen Domoplan. Hinzu kämen Handels,- Dienstleistungs-, Büro-, und Praxisflächen, die von der Projektgesellschaft Niendorf und Söhne entwickelt würden. Mit Bau- und Verkaufsstart könne zum Ende des ersten Quartals 2013 gerechnet werden, so Lütjen.

Bei den nun abgeschlossenen Rückbauarbeiten, die im April diesen Jahres gestartet waren, seien über 50000 Tonnen Baustoffe abgetragen worden. Während der Entrümplung und Entkernung der inzwischen abgerissenen Telekom-Gebäude seien auch nicht-recycelbare Baustoffe wie mineralfaser- oder asbesthaltige Dämmungen und mit PCB kontaminierte Bauteile vorgefunden worden. Diese seien unter Beachtung geltender Schadstoffbestimmungen von Fachleuten saniert worden. Der Großteil der bei den Abrissarbeiten gewonnenen Materialien wurde zur Weiterverwendung aufbereitet, und soll in Zukunft etwa zur Befestigung von Baufeldern oder Wegen dienen.

In den vergangenen Monaten sei außerdem der Entwurf des Verkehrserschließungsplans überarbeitet worden, so Lütjen. Demnach soll das künftige Mühlenviertel über eine neue Kreuzung an der Ecke Leher Heerstraße und Lilienthaler Heerstraße erschlossen werden. Zudem sei eine weitere Zufahrtstraße links neben der Horner Mühle vorgesehen.

"Das Mühlenviertel wird vom Preis-Leistungsverhältnis sehr attraktiv sein", erklärte Jens Lütjen. Beim Bau der Häuser, die sowohl für Kapitalanleger als auch für Eigennutzer interessant werden sollen, habe man vielfältige Entwürfe. "Wir wollen auf architektonische Unterschiede zwischen den Wohnungen achten", so Lütjen. Geplant seien überwiegend kleinere Wohneinheiten, um eine möglichst heterogene Bewohnerstruktur im Mühlenviertel anzusprechen. "Die Angebote richten sich sowohl an jüngere als auch ältere Menschen", sagte Lütjen.

Alle beteiligten Unternehmen versprächen sich eine hohe Nachfrage nach dem neuen Quartier. "Mit dem Mühlenviertel erschaffen wir ein neues Zentrum in Horn, das den Stadtteil in den Mittelpunkt rückt", so Lütjen.

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