Bundesweit auf Platz 4 Stern des Sports für die SAV

Die Sportgemeinschaft Aumund-Vegesack ist für ihr Projekt „Niemand soll Ertrinken - Flüchtlinge lernen schwimmen“ in Berlin mit keinem Stern in Gold ausgezeichnet worden.
24.01.2018, 16:19
Lesedauer: 2 Min
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Von Gabriela Keller

Vegesack/Berlin. Die Sportvereinigung Aumund-Vegesack (SAV) hat am Mittwoch beim Bundesfinale des Wettbewerbs „Sterne des Sports“ in Berlin einen vierten Platz erreicht. Mit einem kleinen Stern in Gold ist das Projekt „Niemand soll ertrinken – Flüchtlinge lernen schwimmen“ der Schwimmabteilung ausgezeichnet worden.

Aus der Hand von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier nahm Martin Prigge vom Abteilungsvorstand den mit 1000 Euro dotierten Preis entgegen. Zusammen mit den Vorstandsmitgliedern Holger und Petra Schnieders sowie Claudia Prigge war er zur Preisverleihung in die Bundeshauptstadt gereist. Dass es für den Sieg und damit den großen goldenen Stern nicht gereicht hat, trübte die Freude der Vegesacker nicht. „Wir sind nicht enttäuscht. Uns ist die Botschaft wichtig, die vom Preis ausgeht. Unser ehrenamtliches Engagement und unserer Arbeit finden Ankennung“, sagte Prigge. Die Gruppe besichtigte da nach der Preisverleihung gerade den Reichstag.

Holger Schnieders hatte das Schwimmkurs-Projekt für Flüchtlinge vor zwei Jahren initiiert. Inzwischen gibt es zwei Gruppen für Kinder zwischen fünf und elf Jahren sowie für Jugendliche ab 14 Jahren. Derzeit lernen 16 Jugendliche montags und 20 Kinder donnerstags das Schwimmen. Nach dem Schwimmausbildung werden sie in den normalen Trainingsbetrieb des Vereins integierte. „Zwei Flüchtlinge aus Afghanistan haben inzwischen das Goldabzeichen geschafft und trainieren in einer Leistungsmannschaft“, erzählte Prigge. Sofort nach der Preisverleihung informierten die Schwimmer per „Whats app“ Familienmitglieder, Freunde, Verwandte, die in Vegesack mitfieberten, über ihre Auszeichnung.

Seit 2004 verleihen der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) und der Bundesverband der Deutschen Volks- und Raiffeisenbanken (BVR) die Sterne des Sports. Mit dem „Oscar des Breitensports“ werden Vereine für ihr gesellschaftliches Engagement und innovative Projekte in Bereichen wie Integration, Gewaltprävention, Umweltschutz, Gesundheit und Bildung ausgezeichnet.

Bei der Gala zeichnete der Bundespräsident gemeinsam mit DOSB-Präsident Alfons Hörmann und BVR-Präsidentin Marija Kolak die 17 besten deutschen Sportvereine aus, die sich zuvor auf Landesebene qualifiziert hatten. Bundessieger wurde die Wuppertaler Sektion des Deutschen Alpenvereins. Für ihr Projekt „Die Gämsen“, eine Klettergruppe für behinderte und nicht-behinderte Menschen. Die Vegesacker teilten sich zusammen mit 14 weiteren Finalisten den vierten Platz.

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