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Vorfall nach Start in Bremen Stichflamme aus Triebwerk - Flugzeug muss umkehren

Mit dem Schrecken davon gekommen sind 113 Passagiere, die mit dem Germania-Airbus A 321 von Bremen nach Adana fliegen wollten. Weil sich laut Polizei ein Triebwerk entzündete, musste die Maschine umdrehen.
06.08.2016, 11:47 Uhr
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Stichflamme aus Triebwerk - Flugzeug muss umkehren
Von Stefanie Heitmann

Mit dem Schrecken davon gekommen sind 113 Passagiere, die mit dem Germania-Airbus A 321 von Bremen nach Adana fliegen wollten. Weil sich laut Polizei ein Triebwerk entzündete, musste die Maschine umdrehen.

Nachdem die Maschine vom Typ Airbus A 321 der Fluggesellschaft Germania am Freitagabend in Bremen um 21.50 Uhr gestartet war, habe ein Triebwerk gegen 22.20 Uhr Feuer gefangen und die Crew gezwungen, sofort wieder zum Bremer Flughafen zurückzufliegen.

Solche Vorfälle, in der Fachsprache Vogelschlag genannt, kommen immer wieder vor. Nach Angaben des Deutschen Ausschusses zur Verhütung von Vogelschlägen im Luftverkehr ereignen sich in Deutschland im Flugbetrieb jährlich etwa 1500 solcher Zwischenfälle, teilte die Deutsche Presseagentur mit. Im Extremfall kann ein Zusammenstoß zum Absturz einer Maschine führen.

Die Landung sei aber sicher verlaufen und niemand der 113 Passagiere an Bord sei verletzt worden, teilte eine Sprecherin der Bundespolizeidirektion Hannover am Samstagvormittag auf Nachfrage dem WESER-KURIER mit.

Vor Ort waren Einsatzkräfte der Feuerwehr und der Polizei im Einsatz. Die Passagiere konnten den Flieger auf normalem Wege durch die Flugzeugtüren verlassen und wurden in Hotels für die Nacht untergebracht, so die Polizeisprecherin weiter.

Der Flugverkehr war von dem Vorfall nicht betroffen, da in Bremen ein Nachtflugverbot gilt. Laut Flugplan des Bremer Flughafens sind am Samstagmorgen alle vorgesehenen Flüge planmäßig verlaufen.

Die Fluggesellschaft Germania äußerte sich in einer Pressemitteilung am Samstagnachmittag zu dem Vorfall. Es sei "aufgrund eines Vogelschlages zu zwei lauten Knallgeräuschen und einer kurzzeitigen Stichflamme aus der Abgasdüse eines Triebwerkes" gekommen, so das Schreiben. Das Triebwerk habe sich nicht - wie von der Bundespolizeidirektion bestätigt - entzündet, heißt es in dem Schreiben der Fluggesellschaft weiter.

Das Luftfahrtbundesamt hat die Ermittlungen aufgenommen, so die Bundespolizeidirektion Hannover. Dies dementierte die Fluggesellschaft in ihrem Schreiben ebenfalls.

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