Tarifrunde im öffentlichen Dienst

Verdi kündigt Warnstreiks in Bremer Kliniken und Kitas an

In der kommenden Woche ruft Verdi die Bremer Beschäftigten im öffentlichen Dienst zu Aktionen auf. Betroffen sein werden vor allem die Kliniken und Kitas.
24.09.2020, 15:36
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Verdi kündigt Warnstreiks in Bremer Kliniken und Kitas an
Von Lisa Boekhoff

Die Gewerkschaft Verdi hat am Donnerstag ihren Plan für die Aktionen in Bremen und Bremerhaven innerhalb der Tarifauseinandersetzung im öffentlichen Dienst vorgestellt. Von Dienstag bis einschließlich Freitag kommender Woche soll es demnach Warnstreiks an Kliniken, Kitas und weitere Einrichtungen in der Hansestadt geben.

„Die Arbeitgeberseite ist immer noch der Meinung, statt einer Entgelterhöhung sollen Angestellte froh sein, einen Arbeitsplatz zu haben und Applaus zu bekommen. Nun reicht es den betroffenen Beschäftigten. Sie fordern zu Recht eine faire und zukunftsgerechte Bezahlung“, heißt es dazu.

Bestreikt werden sollen in Bremerhaven am Dienstag, 29. September, der Magistrat, das Klinikum Reinkenheide , die Bäder, das Alfred-Wegener-Institut, die Sparkassen sowie weitere Einrichtungen. In Bremen soll es am Mittwoch, 30. September, weitergehen. Zu Warnstreiks und Kundgebungen wird dann bei der Gen o aufgerufen: am Klinikum Bremen-Mitte, dem Klinikum Bremen-Ost, dem Klinikum Bremen-Nord sowie dem Klinikum Links der Weser.

Am 1. Oktober geht es mit einem sogenannten „Tag der Reinigung“ weiter. Zum Ausstand sind dann Reinigungsbeschäftigte in Kitas und Schulen (Immobilien Bremen) und die Stadtreinigung (Umweltbetrieb) aufgerufen. Am 2. Oktober soll im Bereich Kita, der Werkstatt Bremen, dem Jobcenter Bremen sowie der Universität gestreikt werden.

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In Verden gibt es an diesem Donnerstag bereits Warnstreiks: Verdi forderte alle Beschäftigten bei der Stadt, beim Landkreis, in der Kreisstraßenmeisterei und der Aller-Weser-Klinik zu Arbeitsniederlegungen auf.

Anfang der Woche hatte die Gewerkschaft für den Bezirk Bremen-Nordniedersachsen gegenüber dem WESER-KURIER angekündigt, dass in der Hansestadt verschiedene Bereich wie Krankenhäuser und Kitas betroffen sein sollen, aber kein flächendeckender Streik in Bremen geplant ist.

Die Gewerkschaften wollen für die bundesweit gut 2,3 Millionen Tarifbeschäftigten 4,8 Prozent mehr Lohn. Es soll aber mindestens 150 Euro mehr pro Monat geben.

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