Über 100 Polizisten im Einsatz

Streit bei Hochzeitsfeier in Oslebshausen gerät außer Kontrolle

Im Bremer Stadtteil Oslebshausen ist es am Samstagabend zu einem Großeinsatz der Polizei gekommen. Ein Streit zwischen Gästen uferte aus. Weit über 100 Polizisten mussten anrücken, um den Streit zu schlichten.
03.06.2018, 07:58
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Streit bei Hochzeitsfeier in Oslebshausen gerät außer Kontrolle
Von Sarah Haferkamp
Streit bei Hochzeitsfeier in Oslebshausen gerät außer Kontrolle

Symbolbild.

dpa

Acht Festnahmen, weit mehr als 100 eingesetzte Polizisten aus Bremen und Niedersachsen sowie der Bundespolizei und diverse Verletzte – das ist die negative Bilanz einer Hochzeitsfeier, die am späten Sonnabend in Bremen-Oslebshausen eskalierte. Nach Polizeiangaben feierten bis zu 400 Personen, als ein Streit unter den Gästen außer Kontrolle geriet. Die Auseinandersetzung uferte im Laufe des Abends dermaßen aus, dass die Polizei alarmiert werden musste. Doch bereits kurz nach dem Eintreffen, gerieten die Beamten zwischen die Fronten. Die Polizeikräfte wurden laut eigener Aussage „unvermittelt angegriffen“. Drei Beamte erlitten leichte Verletzungen, die ambulant behandelt werden konnten. Mindestens zwei Gäste verletzten sich ebenfalls. Ein Polizeisprecher sprach von einer „äußerst aggressiven Grundstimmung“. Weit über 100 Polizisten waren bei der Auseinandersetzung im Einsatz, darunter auch Kräfte aus Niedersachen und der Bundespolizei. Acht Personen wurden festgenommen, sie erhielten Strafanzeigen unter anderem wegen Landfriedensbruchs und Widerstands. Die Hintergründe der Auseinandersetzung sind derzeit noch unklar.

Hochzeitskorsos ein Problem

Dass Hochzeitsfeste derart ausarten, sei nicht die Regel, bekräftigte ein Polizeisprecher. In der Vergangenheit habe es aber immer wieder Probleme mit den sogenannten Hochzeitskorsos geben. Im Januar hatte ein 17-Jähriger aus einem Auto heraus Schüsse in die Luft abgegeben. Ende April bremste ein Hochzeitskonvoi den Verkehr auf der Autobahn 1 aus. Die Kolonne konnte von der Polizei erst im Bremer Stadtgebiet gestoppt werden.

Fall für die Innendeputation

Nach dem Vorfall in Oslebshausen kündigten nun die Bürger in Wut (BIW) an, den Vorfall in der Innendeputation diskutieren zu wollen. Jan Timke, innenpolitischer Sprecher der BIW erklärte: „Wir möchten von Senator Mäurer wissen, wie es zu den Ausschreitungen auf der Feier kam, welche Staatsangehörigkeiten die an dem Krawall beteiligten Personen hatten, welche Verletzungen die eingesetzten Beamten davon trugen, ob Waffen im Spiel waren und ob die Kosten des Polizeieinsatzes den Gewalttätern in Rechnung gestellt werden sollen.“

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