Polizei muss mehrmals einschreiten

Streit und Randale in Flüchtlingsquartieren

Die Polizei musste in den vergangenen Tagen bei mehreren Auseinandersetzungen zwischen Flüchtlingen einschreiten. Es gab Verletzte und es kam zu Sachbeschädigungen in Unterkünften.
09.12.2015, 15:40
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Streit und Randale in Flüchtlingsquartieren
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Die Polizei musste in den vergangenen Tagen bei mehreren Auseinandersetzungen zwischen Flüchtlingen einschreiten. Es gab Verletzte und es kam zu Sachbeschädigungen in Unterkünften, teilen die Beamten mit.

Am Dienstagabend gerieten mehrere Flüchtlinge bei einer Veranstaltung der Hochschule für Künste Am Speicher IV aneinander. Anlass war offenbar ein Streit über einen Tischkicker, heißt es im Bericht der Polizei. Zwei Beteiligte wurden mit Flaschen geschlagen und am Kopf verletzt. "Starke Polizeikräfte" hätten die Situation zwar zunächst bereinigen können. Kurze Zeit später seien die Streitigkeiten aber wieder aufgeflammt. Beamte nahmen daraufhin die beiden Hauptsteithähne in Gewahrsam. Für sie wird eine getrennte Unterbringung angestrebt.

Streit an der Steinsetzerstraße

Bereits am vergangenen Montag war es zu tätlichen Auseinandersetzungen in verschiedenen Flüchtlingsunterkünften im Stadtgebiet gekommen. In einer Unterkunft an der Steinsetzerstraße in Habenhausen schlugen sich zwei 15 und 21 Jahre alte Flüchtlinge. Beide wurden durch Polizeibeamte getrennt und an der Wache vorgeführt. Ein weiterer 16 Jahre alter Bewohner musste ebenfalls mit auf die Wache, weil er sich gegenüber den einschreitenden Polizeibeamten äußerst aggressiv verhalten hatte.

Zeitgleich wurde bei der Feuerwehr eine unklare Feuermeldung aus der Einrichtung an der Steinsetzerstraße gemeldet. Daraufhin wurde die Unterkunft kurzzeitig evakuiert. Es konnte kein Feuer im Gebäude festgestellt werden: im dritten Obergeschoss war aber ein Feuerlöscher missbräuchlich entleert worden.

Hausverbote verhängt

Auch in einem Quartier an der Konrad-Adenauer-Alle musste die Polizei einschreiten. Dort wurden randalierende Flüchtlinge gemeldet. Vor Ort stellte sich heraus, dass mehrere Personen mit ihrer neuen Unterkunft nicht zufrieden waren und in die alte zurückkehren wollten. Mehrere Personen weigerten sich, das Gebäude auf Anordnung der Betreuer vor Ort zu verlassen. Gegen fünf Flüchtlinge wurde ein Hausverbot ausgesprochen, die Polizei begleitete sie vom dortigen Gelände.

Am späten Montagabend schlugen sich außerdem in einer Unterkunft an der Faulenstraße zwei 16 Jahre alte Flüchtlinge. Ein Kontrahent musste danach ambulant in einem Krankenhaus behandelt werden. Der Kinder- und Jugendnotdienst organisierte eine getrennte Unterbringung, teilt die Polizei mit.

Randale im Lidice-Haus

Zeitgleich randalierten 30 jugendliche Personen in einer Einrichtung im Lidice-Haus in der Neustadt. Sie waren offensichtlich mit ihrer Unterbringung und den gezahlten Geldbeträgen unzufrieden. Sie untermauerten ihren Protest, indem sie Dekorationen, Mobiliar, Feuerlöscher und Reinigungswerkzeuge beschädigten und den Betreuern drohten. "Auch in diesem Fall mussten starke Einsatzkräfte mobilisiert werden, um die Situation zu befrieden", heißt es im Polizeibericht. Die Beamten konnten vier Hauptaggressoren lokalisieren, die zur Verhinderung weiterer Straftaten an Polizeirevieren vorgeführt und in Gewahrsam genommen wurden. (wk)

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