Folgen der Hitze

Stromausfälle im Klinikum Links der Weser behoben

Am Klinikum LDW kam es Donnerstagvormittag wegen der Hitze zu Stromausfällen. Der Klinik-Betrieb wurde über Notstromversorgung sichergestellt - seit etwa 15.30 Uhr läuft die reguläre Stromversorgung wieder.
25.07.2019, 17:17
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Stromausfälle im Klinikum Links der Weser behoben
Von Sabine Doll
Stromausfälle im Klinikum Links der Weser behoben

Temperaturen bis an die 40-Grad-Marke machen der Stromversorgung in den Krankenhäusern zu schaffen.

Sven Hoppe/dpa

Die Hitze macht nicht nur Menschen, Tieren und Pflanzen zu schaffen. Auch die Technik geht angesichts der extrem hohen Temperaturen in die Knie: Am Donnerstag meldete das Krankenhaus Links der Weser (LDW) in Bremen am Vormittag Stromausfälle, bis zum späten Nachmittag musste der Betrieb per Notstromversorgung sichergestellt werden. „Die hohen Temperaturen haben dazu geführt, dass Transformatoren für die Stromversorgung heiß gelaufen und ausgefallen sind“, sagte der Sprecher des Klinikverbunds Gesundheit Nord (Geno), Rolf Schlüter, dem WESER-KURIER. Die Notstromversorgung sei automatisch angesprungen.

Wie der Sprecher mitteilt, läuft die reguläre Stromversorgung über drei Transformatoren, die sich einem Trafoschrank befinden. „Bei der Ursachensuche hat sich herausgestellt, dass für einen der Trafos ein Software-Update lief. Angesichts der großen Hitze konnten die beiden anderen Trafos dies nicht kompensieren und fielen aus“, so Schlüter. Solche Updates liefen regelhaft; künftig müssten sie jedoch bei so hohen Temperaturen wie sie derzeit in Bremen herrschten im Vorfeld ausgeschaltet werden.

„Patienten waren durch die Stromausfälle und die Notstromversorgung zu keiner Zeit gefährdet“, sagte der Geno-Sprecher. Der Betrieb sei bis auf wenige Einschränkungen „ganz normal“ weitergelaufen. Allerdings sagte die Klinik längerfristig geplante Operationen für den Tag und Untersuchungen wie etwa Computertomografien ab. An dem Krankenhaus sind mehrere Arztpraxen angesiedelt. Auch von der Leitstelle der Feuerwehr Bremen, wo die Rettungswagen-Transporte in Bremen koordiniert werden, war das Krankenhaus bis zum späten Nachmittag abgemeldet. Rettungswagen, die über die Notrufnummer 112 informiert wurden, mussten in dieser Zeit auf andere Kliniken in Bremen ausweichen. Geburten, andere Eingriffe oder Behandlungen, die nicht verschoben werden konnten, hätten stattgefunden, sagte der Sprecher. Das Krankenhaus Links der Weser ist unter anderem Anlaufstelle für Herzinfarkt-Patienten in Bremen.

Das Technische Hilfswerk (THW) und die Bremer Feuerwehr waren laut Schlüter seit dem Vormittag in dem Krankenhaus vor Ort: Das THW hatte für alle Fälle einen Ersatz-Generator parat gehalten, falls es Probleme mit der Notstromversorgung gegeben hätte. Pro Jahr werden im Klinikum Links der Weser etwa 27 000 Patientinnen und Patienten stationär und teilstationär behandelt.

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