Uni-Team beim RoboCup in Brasilien Studenten wollen Titel verteidigen

Bremen (hpp). Nach der für die deutsche Mannschaft erfolgreichen Fußballweltmeisterschaft ist jetzt für ein Team aus Bremen in Brasilien Titelverteidigung angesagt: Das B-Human-Team kämpft um den RoboCup. Am Donnerstag ist die Mannschaft aus Informatikstudierenden und Mitarbeitern der Uni Bremen sowie des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) mit ihren Roboterfußballern nach Brasilien gereist, am heutigen Montag, 21.
21.07.2014, 00:00
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Studenten wollen Titel verteidigen
Von Heinz-Peter Petrat

Nach der für die deutsche Mannschaft erfolgreichen Fußballweltmeisterschaft ist jetzt für ein Team aus Bremen in Brasilien Titelverteidigung angesagt: Das B-Human-Team kämpft um den RoboCup. Am Donnerstag ist die Mannschaft aus Informatikstudierenden und Mitarbeitern der Uni Bremen sowie des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) mit ihren Roboterfußballern nach Brasilien gereist, am heutigen Montag, 21. Juli, beginnen die Wettkämpfe in João Pessoa.

Rund 4000 Wissenschaftler und Ingenieure aus der ganzen Welt werden bis 24. Juli im Convention Center „Poeta Ronaldo Cunha Lima“ in verschiedenen Wettbewerben um den WM-Titel spielen. Die Bremer zählen dabei längst zu den Dauergästen des seit 1997 jährlich ausgetragenen RoboCups, mit dem die Robotik vorangetrieben werden soll. Sie gehören als vierfacher und amtierender WM-Sieger sowie Gewinner der German Open zum Kreis der Titelkandidaten in der Standard Platform League. In dieser Kategorie, einer von fünf Fußballwettbewerben, wird mit baugleichen Robotern gespielt. Der Fokus liegt auf der Weiterentwicklung der Software der zunehmend autonom interagierenden Roboter.

Thomas Röfer, der die neunköpfige Bremer Mannschaft als DFKI-Wissenschaftler und Teamleiter begleitet, rechnet allerdings mit einer starken Konkurrenz. Vor allem aus Australien und den USA, aber auch aus dem Iran und von den deutschen Wettbewerbern erwarten die Bremer spielstarke Auftritte im Kreis der 25 teilnehmenden Mannschaften.

Der Wettbewerb wird jedes Jahr um neue Herausforderungen erweitert: Nachdem im vergangenen Jahr die Spielfeldgröße auf neun mal sechs Meter verdoppelt und die Zahl der Spieler von vier auf fünf erhöht worden war, geht es jetzt darum, das Spiel auf der Software-Ebene weiter zu perfektionieren. Zudem wird es erstmals einen Wettbewerb geben, bei dem eine Auswahlmannschaft aus Spielern verschiedener Teams zusammengestellt wird. Alle Roboter agieren zwar mit unterschiedlicher Software, müssen aber in in diesem Wettbewerb in einer Mannschaft zusammenspielen. Bewertet werden am Ende nicht nur die Spielergebnisse und die geschossenen Tore, sondern auch die Teamplayer-Qualitäten der Roboter. Bei den German Open haben die Bremer erstmals Erfahrungen in dem neuen Wettbewerb gemacht und den Best Player Award gewonnen. Wie man sich nun im weltweiten Vergleich bewährt, wird sich in Brasilien zeigen.

B-Human ist ein Studierendenprojekt, das vom Fachbereich Mathematik und Informatik der Universität Bremen in Kooperation mit dem DFKI-Forschungsbereich Cyber Physical Systems angeboten wird. Das Team besteht zurzeit aus elf Männern und fünf Frauen. Neun von ihnen sind zur Weltmeisterschaft nach Brasilien geflogen.

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