Studentin will „Roots & Shoots“ und „Plastik Run“ anschieben

Bahnhofsvorstadt. Das Praktikum im Jane- Goodall-Institut (JGI) hat Marga Zenth aus Horn-Lehe geprägt. Im vergangenen Sommer hat die Studentin für Politikwissenschaften und Geografie in München für einen Monat einen Einblick in die Arbeit des Institutes erhalten und viele Ideen von dort mit nach Bremen gebracht. Zwei Projekte liegen ihr besonders am Herzen. Sie möchte wieder eine "Roots&Shoots"- Gruppe aufbauen und das Projekt "Plastik Run" am Werdersee veranstalten. Marga Zenth wird am Sonntag, 10. März, beim Familientag im Übersee-Museum als Ansprechpartnerin für ihre Projekte anwesend sein.
07.03.2013, 05:00
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Von Sabine Kämerow
Studentin will „Roots & Shoots“ und „Plastik Run“ anschieben

Marga Zenth.

Merle Köhler

Bahnhofsvorstadt. Das Praktikum im Jane- Goodall-Institut (JGI) hat Marga Zenth aus Horn-Lehe geprägt. Im vergangenen Sommer hat die Studentin für Politikwissenschaften und Geografie in München für einen Monat einen Einblick in die Arbeit des Institutes erhalten und viele Ideen von dort mit nach Bremen gebracht. Zwei Projekte liegen ihr besonders am Herzen. Sie möchte wieder eine "Roots&Shoots"- Gruppe aufbauen und das Projekt "Plastik Run" am Werdersee veranstalten. Marga Zenth wird am Sonntag, 10. März, beim Familientag im Übersee-Museum als Ansprechpartnerin für ihre Projekte anwesend sein.

Ziel des 1991 in Tansania gegründete Jugendprogramms "Roots&Shoots", (wörtlich übersetzt: Wurzeln&Sprösslinge) ist es, vor allem Kinder und Jugendlichen zu erreichen. Denn die Kinder seien die Wurzeln und Sprösslinge der Welt von morgen. Auch für Jane Goodall sind es vor allem die jungen Leute, die ihr am meisten Hoffnung für die Zukunft geben. Goodall wurde weltberühmt durch ihre Forschung über Schimpansen im Wildreservat in Gombe, Tansania. 1977 gründete sie das Jane-Goodall-Institut, das inzwischen Büros in 27 Ländern unterhält.

Heute existieren mehr als 10000 Gruppen in über 100 Ländern, die sich mit kleinen und großen Projekten für eine bessere Welt engagieren. Das JGI in München möchte in Deutschland auch ein "Roots&Shoots"-Netzwerk aufbauen. Und dafür soll Marga Zenth in Bremen Ansprechpartnerin sein. Büros wird es nicht geben. "Das JGI finanziert sich durch Spendengelder und Firmenpartnerschaften. Und wir wollen, dass die Gelder in die Projekte fließen und nicht in die Infrastruktur", sagt Monica Lieschke, die zusammen mit ihrem Mann, dem Filmemacher Lorenz Knauer, das Institut in München leitet. "Für das Jugendprogramm braucht man keine Büros, jeder der eine gute Idee hat und sich für Umwelt, Tiere oder Menschen stark machen will, kann eine Gruppe gründen. Marga hat bei uns in München viel Engagement gezeigt, und sie möchte das Projekt jetzt gerne in Bremen bekannt machen." Das Konzept sieht vor, dass die Gruppen weitestgehend autonom sind und von dem JGI und der Studentin vor Ort mit Ideen unterstützt werden und bei der Umsetzung Hilfe bekommen können. Für Marga Zenth ist es wichtig, den Kindern und Jugendlichen zu zeigen, dass es etwas bringt, sich einzusetzen. "Es muss nicht gleich ein ganzer Urwald sein, den man retten möchte", sagt sie. "Gerade auch in kleinen Sachen kann man Erfolge erzielen und das Gefühl bekommen, wirklich etwas bewirkt zu haben." Sie möchte den Kindern Werte vermitteln und zeigen, dass die Kids von heute die Zukunft von morgen selbst noch mitgestalten können. "Ja, wir haben ihre Zukunft aufs Spiel gesetzt, aber ihr könnt noch etwas ändern", zitiert Marga die Hoffnungsgedanken von Jane Goodall. Sie hat Goodall persönlich kennengelernt und ist beeindruckt von der Ruhe und Stärke, die diese Frau ausstrahlt. "Sie berührt und inspiriert die Menschen", findet die Studentin. "Wenn man mit ihr gesprochen oder ihr zugehört hat, hat man hinterher wirklich das Gefühl: Ja, ich kann und will etwas verändern."

Ihr zweites Projekt ist "Plastic Run". Eine Aktion, die in München schon ein großer Erfolg war. Gemeinsam sollen am Werdersee unter dem Motto "Plastik in den Meeren und an den Stränden der Welt: Solidarität von Strand zu Strand" Plastik und Müll eingesammelt werden. Dabei sind Kinder, Jugendliche und Erwachsene eingeladen, mitzumachen. Mit Künstlern aus Bremen und umzu entstehen daraus Kunstobjekte, die danach ausgestellt werden. Ein genauer Termin steht noch nicht fest, aber wer Interesse hat, entweder als Künstler oder Sammler dabei mitzuwirken, kann sich bei Marga Zenth unter marga.zenth@janegoodall.de näher informieren.

Marga Zenth wird auch am Familientag im Übersee-Museum am Sonntag, 10. März, sein. Von 14 bis 16.30 Uhr läuft ein Workshop zu "Roots&Shoots" und der Dokumentarfilm "Jane‘s Journey" von Lorenz Knauer wird gezeigt.

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