Studie über Baumärkte

„Menschenrecht auf Heimwerkerausrüstung“

Die Baumarktbranche ist überzeugt davon, wichtig für die Menschen zu sein, gerade in Corona-Zeiten. Eine Untersuchung soll das belegen.
05.05.2021, 19:27
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„Menschenrecht auf Heimwerkerausrüstung“
Von Marc Hagedorn
„Menschenrecht auf Heimwerkerausrüstung“
Ardex

Die Baumarktbranche lässt nichts unversucht, um ihre Bedeutung für den Menschen gerade in diesen Monaten hervorzuheben. Der Handelsverband Heimwerken, Bauen und Garten hat bei den Marktforschern des Rheingold Instituts eine Untersuchung über die „Bedeutung von DIY und Gartenarbeit in Corona-Zeiten“ in Auftrag gegeben, bei dem 26 Menschen von Psychologen interviewt wurden. Ein Ergebnis: Das stillgelegte Leben im Lockdown hielten die meisten Menschen nur aus, indem sie tätig werden. Viele harmlose Freuden des ersten Lockdowns – Puzzeln, Kochen, Brettspiele – seien aber fade geworden und reichten nicht mehr aus, um die seelischen Grundbedürfnisse nach Gestaltung und Selbstverwirklichung zu erfüllen. Deshalb dienten Baumärkte seelisch als Ausrüster, in denen sich die Menschen mit Werkzeug für alle Lebenslagen wappnen und mit deren Hilfe sie Projekte auf die Beine stellen könnten, auf die sie am Ende stolz sein dürften – DIY, do it yourself. Außerdem sei die Reparatur von Schäden im Zuhause genauso „systemrelevant“ wie das Füllen des Kühlschranks. Die Studie zitiert einen der Befragten: „Heimwerkerausrüstung ist doch Menschenrecht. Ich bin doch kein Tier, was vom Supermarkt nur gefüttert werden muss!“

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