Zweites Fest der Vereine zieht mit erweitertem Programm und attraktiven Angeboten mehr Publikum Tänzer begeistern die Besucher

Das Fest der Vereine von Vegesack und Aumund-Hammersbeck mausert sich. Zwar zog auch die zweite Auflage der Veranstaltung am Wochenende auf dem Schützenplatz „Im Kifkenbruch“ nicht die Massen an. Doch anders als beim Premiere-Flopp im vergangenen Jahr zählten die Organisatoren diesmal deutlich mehr Besucher. Mehr Vereine, ein erweitertes Programm mit Tanzvorführungen und Live-Musik zeigten Wirkung.
28.07.2014, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Gabriela Keller

Das Fest der Vereine von Vegesack und Aumund-Hammersbeck mausert sich. Zwar zog auch die zweite Auflage der Veranstaltung am Wochenende auf dem Schützenplatz „Im Kifkenbruch“ nicht die Massen an. Doch anders als beim Premiere-Flopp im vergangenen Jahr zählten die Organisatoren diesmal deutlich mehr Besucher. Mehr Vereine, ein erweitertes Programm mit Tanzvorführungen und Live-Musik zeigten Wirkung.

Am Sonnabend wurde es zu später Stunde richtig voll auf dem Schützenplatz „Im Kifkenbruch“. Als DJ Steffen Hegener von der Siedlergemeinschaft Aumund gegen 19 Uhr mit den ersten rockigen Klängen die Sommerparty beim „Fest der Vereine“ einläutete, war die Zahl der Tänzer noch überschaubar. Zwei Stunden später hatte sich das Bild gewandelt. Rund 150 Besucher tummelten sich nach Schätzungen der Organisatoren auf der Tanzfläche. Als dann noch Bauch- und Flamencotänzerin „Cleopatra Alina“ auftrat, war die Stimmung auf dem Höhepunkt. „Da ging hier die Post ab“, sagt Georg Veltl vom Vegesacker Schützenverein.

Der lud am Wochenende zum zweiten Mal mit anderen Vereinen aus Vegesack und Aumund-Hammersbeck auf den Schützenplatz an der Hermann-Löns-Straße. Im vergangenen Jahr hatten die Schützen erstmals das „Fest der Vereine“ als Alternative zu ihrem nicht mehr zeitgemäßen Schützenfest ausgerichtet. Damals war die Resonanz mau. Diesmal sind die Veranstalter im Großen und Ganzen zufrieden. Zwar war der Platz abgesehen von der Party am Sonnabend zu keiner Zeit überfüllt. „Um die 400 bis 500 Besucher sind aber am Sonnabend hier durchgelaufen“, zog Veltl am Sonntagmittag eine erste Bilanz.

Mehr teilnehmende Vereine, elf an der Zahl, füllten in diesem Jahr den Schützenplatz. Wegen der Absage der BSAG, die eigentlich an beiden Tagen mit ihrem Infobus vor Ort sein sollte, wurde kurzfristig noch umgeplant. Der Auftritt der Judoka der Sportgemeinschaft Aumund-Vegesack, am Sonnabend die einzige Vorführgruppe, wurde auf den aktionsgeladenen Sonntag verlegt. Der Sonnabend ist laut Veltl eine Schwachstelle. „Es ist schwierig, Vereine zu finden, die an diesem Tag Programm machen. Den Sonntag dagegen hätten wir zweimal verplanen können.“ Da war die Absage der Feuerwehr Schönebeck für die Organisatoren zwar ärgerlich, aber letztlich zu verkraften. Schließlich konnten sie mit dem THW, das zum ersten Mal beim Fest der Vereine seine Fahrzeuge vorstellte, ein ebenbürtiges Angebot machen.

Viel Beifall für junge Sängerin

Neue, attraktive Aktionen lockten besonders am Sonntag mehr Publikum. Ein Zugpferd waren die Tanzvorführungen des Turnier-Tanz-Klubs Grün-Weiß Vegesack, der erstmals dabei war. Die Tänzer nutzten mit mehreren Gruppen die Gelegenheit, für ihren Sport zu werben. Die Line Dancer, Latein- und Standard-Paare sowie die Kindergruppe begeisterten Besucher. Ein Höhepunkt nach dem neu eingeführten Gottesdienst am Sonntagmorgen, zu dem rund 40 Besucher kamen, war der Auftritt von Sängerin Mareike Christ. Die 21-jährige Studentin aus Farge bekam für ihre selbstkomponierten Balladen, zu denen sie sich am Klavier begleitete, viel Beifall.

Wenig Interesse fand dagegen das Vergleichsschießen auf dem Schützenstand. „Die Resonanz war mager“, so Veltl. Rund 20 Schützen legten am Sonnabend auf die Scheibe an, noch weniger als im letzten Jahr. Das Mannschaftsschießen wäre ohne die drei Teams des Farger Theaters ganz ins Wasser gefallen. Die Vegesacker Schützen ziehen nach zwei erfolglosen Versuchen die Konsequenzen: „Das Vergleichsschießen wird es in Zukunft nicht mehr geben.“ Stattdessen soll es im nächsten Jahr einen Tag der offenen Tür mit Mitmach-Angeboten geben.

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