Nach Messerangriff in Bremer Waterfront

Tätverdächtiger stellt sich der Polizei

Ein 29 Jahre alter Mann ist am Sonnabend in der Bremer Waterfront niedergestochen und schwer verletzt worden. Am Montag hat sich einer der drei Tatverdächtigen gestellt.
20.05.2017, 19:49
Lesedauer: 2 Min
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Das Einkaufszentrum Waterfront in Bremen-Gröpelingen wurde am Sonnabendabend von Einsatzkräften der Polizei geräumt. Ein 29 Jahre alter Mann wurde niedergestochen und schwer verletzt. Inzwischen hat sich einer von drei Tatverdächtigen gestellt.

Dies bestätigte die Staatsanwaltschaft dem WESER-KURIER.

In der Bremer Waterfront waren am Sonnabendabend zwei Gruppen aufeinander getroffen. Zwischen zwei Personen dieser Gruppen kam es in dem Modegeschäft Primark dann zu einer körperliche Auseinandersetzung, in deren Verlauf auch ein Messer zum Einsatz kam. Ein 29-Jähriger erlitt dabei zwei Stichverletzung im Bauchbereich und am Unterarm und schwebte sogar kurzzeitig in Lebensgefahr.

Die mutmaßlichen Täter sind namentlich bekannt und wohnen in Bremen. In der Nacht kam es bereits zu Durchsuchungen zweier Wohnungen von Tatverdächtigen. Diese führten allerdings noch zu keiner Festnahme. Die Fahndung läuft am Sonntag weiter, wie die Polizei Bremen auf Nachfrage des WESER-KURIER mitteilte.

Wie die Polizei berichtet, handelt es sich bei den beiden Männern um Bekannte. Worüber sie in Streit gerieten, ist bislang noch nicht geklärt. Im Verlauf der lautstarken Streitigkeiten soll der Tatverdächtige dann mit einem Messer auf sein Opfer eingestochen haben. Der mutmaßliche Täter war flüchtig, Einsatzkräfte fahndeten bereits am Abend nach Tatverdächtigen, offenbar gab es konkrete Hinweise. Die Polizei fahndet in dem Zusammenhang nach drei Tatverdächtigen, wie es in einer weiteren Mitteilung von Sonntagmittag heißt.

Der 29-jährige Verletzte wurde vor Ort notärztlich versorgt und anschließend zur weiteren Behandlung in eine Klinik gebracht.

Polizei und weitere Rettungskräfte rückten mit Großaufgebot an

Der Vorfall ereignete sich am Sonnabend gegen 19.30 Uhr, also kurz vor Geschäftsschluss. Die Polizei und weitere Rettungskräfte rückten mit einem Großaufgebot an, das Centermanagement stellte den Betrieb des Einkaufszentrums ein. Besucher mussten die Waterfront verlassen, damit die Einsatzkräfte dort nach dem Tatverdächtigen suchen konnten. Die Lage blieb einem Sprecher zufolge zunächst unübersichtlich, weil nicht klar war, wie viele Menschen bei dem Streit aneinander geraten waren. Auch stellte sich die Frage, ob es womöglich weitere Verletzte gibt.

"So ein Bild macht natürlich Eindruck auf die Leute"

In den sozialen Medien machte zwischenzeitlich das Gerücht von einem Amoklauf oder einer Bombendrohung die Runde. Außerdem soll das Opfer der Messerstecherei mit einem blutverschmierten T-Shirt durch das Einkaufszentrum gelaufen sein. "So ein Bild macht natürlich Eindruck auf die Leute", sagte ein Sprecher. Nach seinen Informationen habe es aufgrund dieses Vorfalls aber keine unbeteiligten Verletzten gegeben.

Die Polizei richtete vor Ort eine Zeugensammelstelle ein, um weitere Hinweise zum Hergang der Auseinandersetzung zu sammeln.

Darüber hinaus hieß es zunächst, dass niemand in Panik geraten sei oder auf andere Weise zu Schaden gekommen sei. Nach neusten Erkenntnissen sollen Mitarbeiter und Kunden den Primark aber panikartig verlassen haben, nachdem es zur Auseinandersetzung kam.

+++ Dieser Artikel wurde am 22.05.2017 um 13.33 Uhr aktualisiert +++

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