Tag des offenen Denkmals Altes aus neuen Perspektiven

Der Tag des offenen Denkmals am Sonntag, 13. September, wird aufgrund der Corona-Pandemie in diesem Jahr digital und kontaktfrei veranstaltet. Die Denkmäler bleiben geschlossen.
09.09.2020, 12:27
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste
Altes aus neuen Perspektiven
Von Ulrike Troue

20 Denkmäler beteiligen sich nach Auskunft des Bremer Landeskonservators Georg Skalecki in diesem Jahr am Aktionstag. Und Interessierte bekommen schon ab Freitag, 11. September, ab 12 Uhr die Gelegenheit, sich Bremer Denkmäler ins Haus holen und in deren Historie eintauchen. Ab dann schaltet das Bremer Landesamt für Denkmalpflege die Internetseite www.denkmalpflege.bremen.de/denkmaltag frei. Das digitale Programm soll zudem etwa drei Monate online abgerufen werden können.

Im benachbarten Niedersachsen können 46 Denkmäler ab dem Denkmaltag am 13. September virtuell besucht werden, darunter das alte Martfelder Pastorenhaus von 1535 oder die 1851 erbaute, denkmalgeschützte Galerieholländerwindmühle im Sulinger Ortsteil Labbus. Eine Übersicht darüber ist online unter www.tag-des-offenen-denkmals.de/veranstaltungen zu finden.

Auch durch das diesjährige Programm könnte „ein Hauch von Geschichte“ den Betrachter ergreifen, glaubt Landeskonservator Georg Skalecki. Wenn auch nicht ganz so intensiv wie bei einem Besuch. Denn engagierte Menschen, die sonst vor Ort Führungen durch die Denkmäler anbieten, haben Fotostrecken und kurze Filme für den diesjährigen Aktionstag erstellt.

Die Bilder eröffneten neue Perspektiven, beispielsweise durch Detailaufnahmen und Ansichten aus der Vogelperspektive, sagt Karin Geiss. Sie hat das diesjährige Programm zusammengestellt. „Man sieht und lernt sehr viel, und die Filme sind sehr kurzweilig“, verspricht sie. Zu den Hinguckern gehört unter anderem ein kurzer Ausschnitt aus dem historischen Werbefilm „Große Welt des Kaffees“, der von der Kaffee HAG in den 1960er-Jahren beauftragt und in der Böttcherstraße gedreht worden ist.

Lesen Sie auch

Das Motto des Denkmaltages „Chance Denkmal: Erinnern. Erhalten. Neu denken“ liefert nach Ansicht des Landeskonservators auch gleich einen Hinweis auf den diesjährigen Leitgedanken der Nachhaltigkeit. Denkmalpflege bedeute nicht nur den Erhalt der Bausubstanz, von kulturellen Werten und historischen Erinnerungen, sondern „Denkmäler pflegen heißt auch erhalten, nicht neu bauen und ist somit ein Beitrag zum Umweltschutz“, verdeutlicht Georg Skalecki im Pressegespräch. Indem traditionelle Materialien verwendet würden, etwa nachwachsendes Reet oder Lehm, „steckt auch im Denkmalschutz ein großes Stück Nachhaltigkeit.“

Vor dem Hintergrund sei auch die Bauteilbörse beim digitalen Tag des offenen Denkmals vertreten, obgleich sie kein Denkmal sei, berichtet der Landeskonservator. Sie verfolgt nach Skaleckis Worten das Ziel, möglichst viele gebrauchte Bauteile – teilweise aus Bremer Häusern, die beim Abbruch oder Umbau anfallen und wiederverwendbar sind, weiter zu vermitteln. Auf der Fotostrecke der Bauteilbröse können Sanierer demnach „Schätze“ entdecken, zum Beispiel Grohner Fliesen oder auch eine alte Wendeltreppe.

Als weiteren Beitrag zur Nachhaltigkeit versteht der oberste Denkmalpfelger unter Schutz gestellte Grünflächen wie Knoops Park. Sie leisten seiner Ansicht nach einen bedeutenden ökologischen Mehrweit.

Eine Einen spannenden Ansatz sieht Georg Skalecki der Nicht zu vergessen, die große Chance, wenn eine ursprüngliche Bestimmung wegfalle, tein Desweiteren spricht der Landeskonservator auch die Can

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+