Dossier

Tagebuch einer Imkerin

Der Weg zum eigenen Volk ist oft holprig. Als „Bienenmutter“ berichtet unsere Autorin, wie sie Imkerin wurde und was unter einem Stichtag zu verstehen ist.
04.01.2020, 12:50
Lesedauer: 10 Min
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Tagebuch einer Imkerin
Von Patricia Brandt
Tagebuch einer Imkerin

Mit einem Sensorkit werden die Bienen-Völker erforscht.

Patricia Brandt

Die Honigernte ist ein ganz besonderer Tag im Leben einer Neu-Imkerin. Auf diesen Stichtag arbeitet sie hin. Doch das dauert Monate. Denn bevor sie ernten kann, muss sie Wissen sammeln und sich eine Menge anschaffen. Vor allem Bienen. Der Weg zum eigenen Volk ist lang. Auszüge aus meinem Bienen-Tagebuch.

Sind Bienen laut?

Die blasse Februarsonne scheint auf die Bienenkästen. Wir stehen unter knorrigen Eichen am Lehrbienenstand des Imker-Vereins Bremen 1875 in Oberneuland. Eine Biene surrt dicht an meinem Gesicht vorbei. Automatisch zucke ich zurück. „Ab sieben Grad fliegen sie“, sagt der Vereinsvorsitzende Wilhelm-August Schinkel. Die Biene sondiere nur ihre Umgebung. „Die Gefahr, gestochen zu werden, ist gering. Die Bienen sind auf Sanftmut gezüchtet.“ Er komme sogar mit Kindergartenkindern zum Bienenstand. Das Interesse an Bienen sei groß. Alle wollten den von Krankheit und Nahrungsmittelknappheit gebeutelten Bienen helfen, denn sie sind auf unseren Schutz angewiesen. Schinkel spricht von einem Hype. Ich denke an meine Nachbarn und hoffe, dass der Hype auch bei ihnen angekommen ist. Denn meine Bienen sollen später im Garten wohnen.

Im Internet finde ich Vordrucke, die häufige Fragen von Nachbarn beantworten. „Sind Bienen laut?“ ist angeblich so eine Frage. Als ich meinen Nachbar treffe und wissen will, ob er sich gestört fühlen würde, winkt er ab. „Gar nicht.“

Wir löten uns Mittelwände

Der erste von zehn Lehrgangs-Terminen steht bevor. Ich stelle mich schon mal auf graue Theorie und eingeschlafene Füße ein – und das am frühen Sonnabendmorgen. Aber dann kommt es anders. Kursleiter Marten Carstensen erklärt uns zwei Dutzend Neu-Imkern, die meisten zwischen 30 und 50 Jahren, unter freiem Himmel erst mal, was Maibutter ist: „Maibutter ist der erste Dung, den Kühe ausscheiden, wenn sie auf die Weide kommen“, sagt Marten Carstensen. Und den haben frühere Imker auf die Bienenkörbe aus Stroh gestrichen, um ihn vor der Witterung zu schützen. Lachen der Kursteilnehmer.

Marten Carstensen zeigt uns die gängigen Bienenbehausungen, die Beuten genannt werden. Es sind stapelbare Einheiten aus Holz oder Styropor. In die Kästen werden Holzrähmchen gehängt. Co-Referent Jürgen Dünow demonstriert uns, wie wir die Rähmchen mit Drähten versehen und darauf Mittelwände aus Wachs löten. Auf den Wachswänden werden die Bienen später ihre Waben für Brut und Honig bauen.

Wir sitzen auf Bierbänken, befestigen Wachsplatten auf Holzrahmen und überlegen, wie viele Völker wir mal haben werden und wie viel Honig diese produzieren. „30 Kilo pro Volk“, glaubt ein Kaufmann aus Bremen-Nord. „Bei 1000 Völkern wären das bei zweifacher Honigernte 40 Tonnen Honig. Das macht 80 000 Gläser.“ Die Stimmung am Tisch steigt. Glückselig ruft jemand: „Wir werden reich.“

Von wegen Bienen machen reich …

Mein Weg zum eigenen Volk führt mich an diesem Tag in eine neue Welt: ein Kaufhaus für Imker nahe Rotenburg. Zwischen Honigbonbons und Schleierhüten entdecke ich Dinge, die ich noch nie gesehen habe: „Was ist das?“, frage ich meine Begleiterin, als sie mir einen Plastik-Clip hinhält. Es sieht aus wie ein Haarclip. „Das ist ein Königinnen-Käfig“, sagt Anke Scheffler-Hincke. Die Lesumer Imkerin hat die Aufgabe übernommen, mich bei der Bienenhaltung als Patin zu unterstützen und sorgt dafür, dass ich die richtige Grundausstattung einkaufe. Den Käfig brauche ich sogar – falls mir die Königin mal ins Gras fallen sollte. Ein Volk ohne Königin wird nicht lang überleben.

Mein Blick fällt auf ein beschriftetes Blechschild: „Hier wohnt eine Imkerin mit dem Schwarm ihres Lebens.“ Ich überlege, das Schild zu kaufen, aber dann besinne ich mich auf die Einkaufsliste. Sie ist lang. „Imkern ist ein superteures Hobby. Das ist eine Leidenschaft. Finanziell zahlt es sich nicht aus“, sagt meine Patin.

Eine weitere Neu-Imkerin und ich schlüpfen in Imker-Anzüge und prusten los, als wir unsere Spiegelbilder betrachten. Ich fühle mich ein bisschen wie eine Astronautin, die noch nicht weiß, wo sie gelandet ist. Dann schauen wir auf die Preisschilder und das holt mich auf den Boden der Tatsachen zurück. In einigen Büchern werden die Ausgaben für die Grundausstattung mit 2000 Euro beziffert. Hilfe!

Wann finde ich denn nun den Schwarm
meines Lebens?

Ohne Bienen macht Imkern wenig Freude. Bei Ebay werden Völker für rund 150 Euro verkauft. Aber die Vereinsimker raten ab: „Bloß nicht.“ Beim Kauf sind tierseuchenrechtliche Bestimmungen zu beachten. Außerdem könne ein starkes Wirtschaftsvolk, zu dem im Sommer bis zu 50 000 Bienen gehören, Anfänger schnell überfordern. Ich soll klein anfangen.

Dann mache ich mir

mein Volk eben selbst …

Der Kursleiter will mit uns Brut-Ableger von den Bienen am Lehrbienenstand nehmen. Ableger? Bienen sind doch keine Stauden, die man im Frühjahr teilt, oder doch? Bienen sind natürlich keine Pflanzen. Aber teilen lassen sie sich schon. Sie teilen sich sogar selbst: Wenn die Königin mit einem Teil des Volkes ausschwärmt. An diesem Tag wollen wir einige Waben mit Brut, Bienen und Futter aus einem alten Volk nehmen und in eine neue Beute hängen. Die Arbeiterinnen sollen sich eine neue Königin heranziehen. Die Königin sorgt dann mit 2000 Eiern pro Tag für das Fortbestehen meines eigenen Volks. Soweit der Plan.

In der Praxis muss jemand den Deckel vom Bienenkasten abheben und die Schutzfolie entfernen. Es ist das erste Mal, dass ich den Bienen so nahe komme, und das macht mich etwas nervös. Sobald die Folie abgezogen ist, brausen die Bienen auf. Sie fliegen nicht hoch, aber es ertönt ein lautes Geräusch, das vom Schlagen ihrer Flügel herrührt. Die Bienen reagieren auf den Imker. Ich habe gehört, dass ein weiselloses Volk, also eines ohne Königin, weiter heulen würde. Aber dieses ist schon wieder still. Jetzt soll ich Rauch aus dem Smoker, einem Brenngerät, auf die Beute geben. Die Bienen verschwinden dann in den Wabengassen. Sie denken, dass der Wald brennt und schlagen sich den Bauch voll. Das besänftigt sie. Ich schaffe es, Rauch auf die Bienen zu geben und ihn mir direkt ins Auge zu blasen.

Wir sollen keine Handschuhe tragen, um zu verhindern, dass bei der Aktion Tiere gequetscht werden. Das bietet sich schon aus Selbstschutzgründen an. „Wenn eine Biene gequetscht wird, gibt es immer gleich 1000 Zeugen, die hochfliegen und gucken, wer das war“, ruft Co-Referent Marcus Bräunlich. Wer dann ausatmet, ist verraten. Während ich mit einer Art Mini-Brechstange, dem Stockmeißel, die Holzrähmchen aus dem Kasten löse, halte ich vorsichtshalber die Luft an.

Es ist nicht leicht, einen Rahmen herauszuziehen, denn es wimmelt hier vor Bienen. „Wenn Du den Bienen vorsichtig über den Rücken streichst, machen sie Platz für Deine Finger“, erklärt Marten Carstensen. Ich habe noch nie Bienen gestreichelt. Sachte berühre ich weichen Pelz und komme mir vor wie eine Löwenbändigerin.

Noch erkenne ich Unterschiede zwischen Arbeiterinnen, Drohnen und Königin nicht. Marcus Bräunlich hilft mir, die richtige Rähmchen für meinen Ableger auszuwählen. Wenn alles gut geht, kann ich in vier Wochen mein eigenes Volk vom Lehrbienenstand abholen. Meine Imker-Patin will mir für den Transport einen Spanngurt für den Bienenkasten leihen: „Damit Du nicht den Segen im Auto hast.“

Honigbienen versus Wildbienen?

Es gibt vor dem Einzug der Bienen noch Papierkram zu erledigen. Gemäß der Bremischen Landesbauordnung ist die Aufstellung von „sonstigen Anlagen“, und hiermit sind „Bienenfreistände“ gemeint, zwar verfahrensfrei. Die Bienenhaltung muss jedoch dem Veterinäramt angezeigt werden. Und beim Landkreis Osterholz, wo ich wohne, werden Bienenkästen sogar als „bauliche Anlagen“ gesehen. Die Untere Naturschutzbehörde erteilt zwar ihre Zustimmung, allerdings darf ich nur einige wenige Völker halten, um den Schutz der Wildbienen zu gewährleisten. Es soll keine Nahrungskonkurrenz entstehen. Ein Thema, das gerade auch in vielen Bremer Kleingartenvereinen kontrovers diskutiert wird. Obwohl die Arbeitsgemeinschaft der Institute für Bienenforschung in Celle sich eindeutig positioniert hat: Wild- und Honigbienen ergänzen sich. Beide als Konkurrenten zu sehen, ist nach Ansicht der Arbeitsgemeinschaft nicht zielführend.

Achtung,
Bienen im Anflug

„Wo sollen die Bienen denn stehen?“, fragen meine Kinder. Am besten am Schuppen, wo wenig Rasen wächst, sage ich. Ich kenne Imker, die nur mit Schutzanzug Rasen mähen, weil sich ihre Bienen von den Vibrationen gestört fühlen. Hinter der Hecke beim Schuppen sind die Bienen auch vor Wind geschützt, und die Morgensonne fällt aufs Flugloch. Um die Bienen vor Bodenkälte zu schützen, brauchen wir Pflanzringe aus Beton und Bohlen, erfahre ich von meiner Imker-Patin, die den Garten vor Einzug der Insekten inspiziert.

Es gibt in unserem Garten zwar viele Pflanzen, auf die Bienen fliegen. Ahornbäume, Vogelbeere, Pflaumen- und Apfelbaum, Schwarzer Holunder, Liguster, Efeu – um nur einige zu nennen. Aber trotzdem verbringen wir Stunden im Gartencenter und schleppen Arme voll Lavendel, Lupinen, Sonnenhut und Schafgarbe heraus. Nektar für alle: Honig- und Wildbienen. Meine Tochter stellt noch eine glasierte Tonschale mit Steinen und Muscheln auf einen alten Baumstumpf: Eine Insektentränke darf nicht fehlen. Die Bienen können kommen. Sie müssen sich sputen. Ein paar dicke Hummeln habe ich schon an der Frühstückstheke gesehen.

Jetzt auch noch die Faulbrut

Statt zu wachsen und zu gedeihen, siecht mein Mini-Volk am Lehrbienenstand nur dahin. Viele tote Bienen liegen am Boden. „Das passiert manchmal“, tröstet Lehrgangsleiter Marten Carstensen. Wahrscheinlich seien andere Bienen über meinen Ableger hergefallen und hätten ihm den Honig geraubt. Dass sich Bienen gegenseitig das Futter stehlen, hätte ich ihnen nie zugetraut. Bei Biene Maja gab es so etwas nicht.

Wenn einmal der Wurm drin ist: Während ich warte, dass sich die jungen Arbeiterinnen eine zweite Königin heranziehen, gibt es in Bremen erste Fälle von Amerikanischer Faulbrut (AFB), einer für den Menschen ungefährlichen, aber tödlichen Bienenseuche. Standorte, an denen Importhonig angelandet und bearbeitet wird, wie zum Beispiel Bremen, seien prädestiniert für den Ausbruch der Amerikanischen Faulbrut, erklärt Werner von der Ohe, Leiter des Bieneninstituts in Celle. „Wir wissen auch, dass manche Neu-Imker Importhonig verfüttert haben, weil sie den Bienen etwas scheinbar Gutes tun wollten und damit die Amerikanische Faulbrut ausgelöst haben.“ Transfer-Honig sei oft mit AFB-Sporen belastet.

Das Bremer Veterinäramt denkt darüber nach, Sperrgebiete einzurichten. Eine Zeit der Ungewissheit bricht an. Werde ich meine Bienen überhaupt noch außer Landes schaffen dürfen? Nach Tagen bangen Wartens endlich die Entwarnung: Es werden zwar Sperrzonen eingerichtet, aber die betreffen mich nicht. Die Bienen dürfen von Oberneuland in meinen Garten in den Kreis Osterholz-Scharmbeck umziehen.

Fünf Imker, fünf Meinungen: Einige Imker sagen, es mache keinen Sinn, nur mit einem schwachen Ableger zu starten. Besser sei es, mit zwei oder gleich drei Völkern anzufangen. Denn Verluste seien unbedingt einzukalkulieren. Deshalb erwerbe ich zusätzlich zum Vereins-Ableger mit wenigen tausend Bienen ein junges Wirtschaftsvolk von einer Vereinskollegin aus Lilienthal. Denn ich möchte schließlich auch Honig ernten. Obwohl meine Kinder sagen, dass sie nichts essen, das jemand ausgewürgt hat ...

Als das schwache Volk aus Oberneuland endlich im Garten steht, spendiere ich ihm auf Anraten von Imkerkollegen einen Begrüßungstrunk, Zuckerwasser. Sofort kommen meine Lilienthaler Bienen aus ihrer Beute und überfallen die Oberneuländer. Wieder gibt es Tote. Der Bienensachverständige Friedrich Pohl hat im Lehrgang erklärt, dass beim Räubern die Faulbrut übertragen werden kann. Panikanruf bei Patin Anke Scheffler-Hincke: Kann ich den Oberneuländer Bienen im Gefecht irgendwie helfen? Ich soll das Flugloch mit Schaumstoff ausstopfen und so die Angriffsfläche verkleinern. Abends schreibt meine Patin auf WhatsApp: „Wenn man Bienen bekommt, hat man viel Freude, aber auch viele Sorgen. Willkommen im Klub.“

Summ, summ, summ

Rund 30 Mal am Tag verlässt eine Biene den Stock, um 200 bis 300 Blüten anzusteuern. Es ist ein Glück, die Mädels beim Arbeiten beobachten zu dürfen. Ich habe bisher nie einen Ligusterbusch zittern sehen, weil so viele Bienen darin saßen. Im Laufe ihres Lebens übernehmen Bienen verschiedene Jobs. Im Stock gibt es Putzerbienen, Ammenbienen und sogar Heizerbienen, die die Temperatur in der Beute auf 35 Grad bringen, damit es die Brut kuschelig hat. Zum Sammeln schickt das Volk übrigens nur die ganz alten, erfahrenen Bienen: Außendienstler leben gefährlich.

Arme Drohnen

In der Welt der Honigbiene lebt auch die Varroa-­Milbe, ein zeckenartiges Tier, für Bienen so groß wie ein Kaninchen. Der Parasit nistet sich besonders gern in den Brutzellen der männlichen Drohnen ein. Friedrich Pohl zeigt uns im Kursus Bienen, die wegen des Milbenbefalls verkrüppelt sind. Er rät, die Völker mit Ameisensäure zu behandeln und vorbeugend etwas dagegen zu tun, dass sich die Milbe ausbreitet: Wir sollen die Drohnenbrut vernichten.

Zuhause hole ich ein Kartoffelschälmesser aus der Schublade, dann will ich mir die Drohnen vornehmen. Am tierfreundlichsten soll der Tod im Tiefkühler sein. Einschmelzen geht auch. Doch ich bringe es nicht übers Herz, die Drohnen herauszuschneiden. Kann ich der Natur nicht doch ihren Lauf lassen?

Es gibt Bienenforscher, die anregen, die Völker mit den Parasiten allein fertig werden zu lassen. Sie setzen auf natürliche Auslese. „Wenn Du nicht behandelst, geht Dein Volk ein“, warnt hingegen Kursleiter Marten Carstensen. „Imkern ist nicht nur Bienen-Kuscheln. Imkern ist ein Mordsgeschäft.“ Ich soll den Bienenstock als Ganzes sehen: „Es geht nicht um die einzelne Biene. Es geht darum, das Volk zu erhalten.“ Deshalb werde ich die Bienen nach der Honigernte auch mehrfach mit organischer Säure behandeln, um sie vor Varroose zu schützen, der Bienenkrankheit, die durch die Milbe ­Varroa destructor hervorgerufen wird.

Die erste Ernte

Wie eine dunkle Wolke hängen die Bienen vor Anke Scheffler-Hinckes Fenster. Wir hören sie durch die Scheibe. Es ist ein bisschen unheimlich, denn der Summton ist ungewöhnlich hoch. Die Bienen meiner Patin sind offensichtlich nicht damit einverstanden, dass wir ihren Honig aus den Waben schleudern.

Zwei Mal im Jahr erntet der Imker Honig, einmal im Frühjahr die Frühtracht, die aus dem Nektar der Obstblüten besteht, und im Sommer, wenn die Linden geblüht haben. „Wie viel Honig wirst du ernten?“ Diese Frage haben Freunde und Nachbarn oft gestellt. Ich bin selbst gespannt, pauschale Antworten gibt es nicht. Laut dem Deutschen Bienenjournal lag die durchschnittliche Erntemenge im Sommer 2018 bei 16,3 Kilogramm pro Bienenvolk. Ich ernte eher zurückhaltend. Dem jungen Volk aus Lilienthal entnehme ich zwei Kilo, dem Mini-Volk aus Oberneuland nichts. Es ist immer noch mit dem Ausbau seines Hauses beschäftigt.

Bienenhaltung ist kompliziert, aber Honigmachen ist kinderleicht. Man braucht eine Entdeckelungsgabel (um das Bienenwachs abzukratzen) und eine Honigschleuder. Schon kurze Zeit später kleben wir am ganzen Körper. Und dann übersehe ich eine Biene, die auf der Handkurbel der Schleuder sitzt. Sie sticht, der Stachel pumpt Eiweißgift in meinen Finger, der sofort zu unnatürlicher Größe schwillt. Jetzt weiß ich, was es mit dem Spruch „Imkern macht nicht schöner“ auf sich hat. Alt-Imker meinen, es sei gut, wenn man frühzeitig gestochen werde. Dann wisse man, ob man weiter machen will. Es tut höllisch weh – aber ich will.

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