Aufführung von "Edvard bewegt" am Sonntag im Neuen Schauspielhaus / 45 Kinder und Jugendliche aus ganz Bremen machen mit Tanzprojekt mit Schülern steht im Zeichen von Munch

Insgesamt 45 Kinder und Jugendliche aus ganz Bremen haben sich von Edvard Munch inspirieren lassen und tanzen Bilder des berühmten norwegischen Malers. "Edvard bewegt" heißt dieses Projekt des "De Loopers"-Tanztheaters in Kooperation mit der Kunsthalle. Es hat am Sonntag, 22. Januar, um 16 Uhr Premiere im Neuen Schauspielhaus
19.01.2012, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Solveig Rixmann

Insgesamt 45 Kinder und Jugendliche aus ganz Bremen haben sich von Edvard Munch inspirieren lassen und tanzen Bilder des berühmten norwegischen Malers. "Edvard bewegt" heißt dieses Projekt des "De Loopers"-Tanztheaters in Kooperation mit der Kunsthalle. Es hat am Sonntag, 22. Januar, um 16 Uhr Premiere im Neuen Schauspielhaus

Schwachhausen·Ostertor. Bereits seit einigen Jahren lädt das "De Loopers"-Tanztheater Kinder und Jugendliche, die es bereits vorher während einwöchiger Schulprojekte kennengelernt hat, zu einer Herbstferienakademie ein. In diesem Jahr steht das Projekt im Zeichen des Malers Edvard Munch. Die Choreografien entstanden in Assoziationen zur aktuellen Edvard-Munch-Ausstellung "Rätsel hinter der Leinwand", die bis zum 26. Februar in der Kunsthalle Bremen zu sehen ist.

Wilfried van Poppel ist gebürtiger Niederländer. 2003 gründete der Tänzer, Pantomimenspieler und Choreograf das "De Loopers - Tanztheater für Kinder und Jugendliche". Seit 2008 arbeitet auch seine Frau Amaya Lubeigt bei "De Loopers" mit. Die Spanierin ist ebenfalls Tänzerin. Außerdem wird Wilfried van Poppel seit 2005 von dem Berliner Tänzer, Schauspieler und Choreografen Gregor Dreykluft unterstützt. Mit seiner Arbeit will das Tänzerteam Kinder und Jugendliche mit modernem Tanz und zugleich mit moderner Musik und Kunst in Kontakt bringen.

Die 45 Kinder und Jugendliche, die an der Herbstferienakademie teilnehmen und ihre Generalprobe in der Waldorfschule Touler Straße absolvierten, sind hoch motiviert. "Wir haben in den Herbstferien angefangen", sagt Wilfried van Poppel, Leiter von "De Loopers". Einige der Tanzschritte und Bewegungen bekamen die Kinder und Jugendlichen gezeigt. Aber sie mussten auch selber an den Choreografien arbeiten.

Um sich zu den Bewegungen inspirieren zu lassen, beschäftigten sich die Tänzer und Tänzerinnen mit Edvard Munch. "Da haben wir uns einige Bücher angeschaut, und am zweiten Tag haben wir eine Führung in der Kunsthalle bekommen", erzählt Wilfried van Poppel von der Arbeit in den Herbstferien.

Die Motive, Gefühle und Eindrücke der Bilder Edvard Munchs setzten die Kinder und Jugendlichen dann assoziativ in die Choreografien um. Intensiv arbeiteten sie an Bewegungen und Schritten. Bei der Aufführung ist nichts improvisiert, alles exakt einstudiert.

Die Auswahl der Musik für "Edvard bewegt" ist Wilfried van Poppel nicht so leicht gefallen. "Da war ich Monate mit beschäftigt", sagt er. Die Wahl fiel auf Igor Strawinskys "Symphonie in drei Sätzen". Strawinsky und seine Musik spiegeln für den Choreografen den Zeitgeist und den Umbruch zu Beginn des vorigen Jahrhunderts wider.

Die Kinder und Jugendlichen sind mit Feuereifer dabei und diskutieren, ob sie lieber nach rechts oder nach links laufen sollten. Ob Wasser oder Wind, sie verkörpern es mit Hingabe. Und das alles in ihrer Freizeit. "Das ist alles freiwillig", betont Wilfried van Poppel.

Aufführung "Edvard bewegt" am Sonntag, 22. Januar, um 16 Uhr im Neuen Schauspielhaus. Der Eintritt kostet zehn Euro, ermäßigt fünf Euro. Karten sind an der Theaterkasse erhältlich.

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