Aussteller informieren am Flughafen / 120 Schüler machen mit bei Bremens erster Papierfliegermeisterschaft Technik zum Anfassen und Ausprobieren

Papierflieger basteln, Autos fahren oder den Berufseinstieg planen – beim „Tag der Technik“ am Flughafen Bremen können Besucher die Welt der Wissenschaft praktisch erleben – auch noch am heutigen Sonnabend.
14.06.2014, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Myriam Apke

Papierflieger basteln, Autos fahren oder den Berufseinstieg planen – beim „Tag der Technik“ am Flughafen Bremen können Besucher die Welt der Wissenschaft praktisch erleben – auch noch am heutigen Sonnabend.

Chaos in der Bremenhalle des Flughafens: Hunderte Papierflieger in der Luft und auf dem Boden, auf Tischen, Stühlen und in jeder Kinderhand. Einige Schüler rennen jubelnd durch den Raum, andere basteln konzentriert an ihren Fliegern, und immer wieder ist lautes Wettkampfgeschrei unter den rund 120 Kindern zu hören. Bei der ersten Bremer Papierfliegermeisterschaft werden die besten Langstreckenflieger und Höhensegler sowie die kreativsten Flugmodelle gesucht. Zweck der Veranstaltung ist aber ein anderer: „Auf diese Weise zeigen wir den Kindern, dass Wissenschaft Spaß macht“, sagte Julia Pundt, Organisatorin der Papierfliegermeisterschaft.

Junge Menschen für Naturwissenschaften und Technik begeistern – darum geht es beim „Tag der Technik“, einer bundesweiten Veranstaltung des Vereins Deutscher Ingenieure. In der Hansestadt wird der Tag vom Bezirksverein Deutscher Ingenieure organisiert, in Zusammenarbeit mit der Universität und dem City Airport. Rund 25 Aussteller informieren über Berufe und Neuheiten in den Bereichen Elektromobilität, Energietechnik und Autotechnologie. Im Fokus steht aber vor allem das Erlebnis mit Wissenschaft, erläutert Projektleiter Torsten Bolik: „Jeder Aussteller muss etwas mitbringen, was dem Besucher in Erinnerung bleibt, damit deutlich wird, wie viel Lebensfreude auch Technik und Naturwissenschaften bieten.“

In der Bremenhalle ist die Freude offensichtlich: Mit Eifer geht jedes Kind der Frage nach: Wie baue ich den perfekten Papierflieger? „Mein Streckenrekord liegt bei 15, 1 Metern“, sagt der achtjährige Bennet Bischof von der Schule an der Stader Straße. Wie alle teilnehmenden Kinder hat er sich im Unterricht auf den Wettbewerb vorbereitet: „Wir hatten zwei Anleitungen um verschiedene Flieger zu bauen“, erklärt er. „Die Gleiter sollten möglichst lange in der Luft bleiben und haben deswegen breite Flügel, während Streckenflieger schmal und vorne spitz sind.“

Auf dem Außengelände können die jungen Besucher dann die echten Flieger beim Starten und Landen beobachten. Für den „Tag der Technik“ wurde eigens eine 1600 Quadratmeter große Außenfläche abgesperrt – mit zwei Gangways für eine gute Aussicht auf die Rollbahn. Ein Unternehmen stellt außerdem einige seiner Autos aus, die für Probefahrten zur Verfügung stehen.

Aber auch im Innern des Gebäudes spielt das Thema Auto eine große Rolle: Das „Bremergy Racing Team“ von Studierenden an Bremer Hochschulen präsentiert seinen Elektrorennwagen „BreMo14“, eine weitere Autofirma zeigt neueste Modelle, und beim „Speed-Dating“ informieren Mitgliedsunternehmen des „Clusters Automotive Nordwest“ über Karrieremöglichkeiten in der Automobilbranche. Fünf bis zehn Minuten haben Besucher jeweils Zeit, um sich mit Experten verschiedener Unternehmen zu unterhalten und Kontakte zu knüpfen. Fragen nach einem guten Bewerbungsschreiben und offenen Stellen werden genauso beantwortet wie die Möglichkeit, eine studentische Abschlussarbeit im Unternehmen zu schreiben.

In der Bremenhalle ist es jetzt wieder ruhig und aufgeräumt, der Wettstreit ist vorbei. Die Ruhe wird aber wohl nur von kurzer Dauer sein, denn für den heutigen Sonnabend ist der dritte „Solarcup für Bremen und Umzu“ geplant. Dann werden Solarfahrzeuge in der Halle gegeneinander im Rennen antreten.

Der „Tag der Technik“ findet am heutigen Sonnabend von 10 bis 18 Uhr am City Airport Bremen statt. Der Eintritt ist frei.

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