Der Verein Interessengemeinschaft Aquarist e.V. Bremen-Nord öffnet heute seine Frühjahrsbörse

Temperatur und ph-Wert müssen stimmen

Liebhaber und Züchter von Zierfischen werden sich an diesem Wochenende wieder zur Frühjahrsbörse der "Interessengemeinschaft Aquarist e.V. Bremen-Nord von 1998" einfinden, die der Verein alljährlich in den unteren Hallen des Schützenvereins Lesum-Burgdamm ausrichtet. Zweimal im Jahr veranstaltet die Interessengemeinschaft diese Börse, im Frühjahr und im Herbst. Heute und morgen erwartet der 1. Vorsitzende, Arend Funcke, zwischen 10 und 18 Uhr etwa 400 Besucher.
03.03.2012, 05:00
Lesedauer: 3 Min
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Von Peter Otto

Liebhaber und Züchter von Zierfischen werden sich an diesem Wochenende wieder zur Frühjahrsbörse der "Interessengemeinschaft Aquarist e.V. Bremen-Nord von 1998" einfinden, die der Verein alljährlich in den unteren Hallen des Schützenvereins Lesum-Burgdamm ausrichtet. Zweimal im Jahr veranstaltet die Interessengemeinschaft diese Börse, im Frühjahr und im Herbst. Heute und morgen erwartet der 1. Vorsitzende, Arend Funcke, zwischen 10 und 18 Uhr etwa 400 Besucher.

Lesum. "Ein schönes Aquarium kann durchaus beruhigend wirken", behauptet ein Zierfisch-Freund. Wenn die Fische scheinbar unbeeindruckt von der Außenwelt ihre Bahnen durch das Wasser ziehen, dann komme der Beobachter dieses stillen Geschehens auch zu sich selbst.

Die auf diese Weise zu sich selbst gekommen sind, Aussteller aus Bremen und der angrenzenden Region werden am Wochenende in 50 Aquarien normale Züchtungen und seltene Zierfische zeigen. Die Vorbereitung der Börse ist keine Kleinigkeit. Die Fische transportieren sie in Boxen nach Lesum. Hier werden sie dann in Bassins unterschiedlicher Größe und Ausstattung wieder ausgesetzt.

Die Aquarien fassen zwischen 50 und hundert Liter Wasser. Je größer die Fische, desto größer muss - das leuchtet auch dem Laien ein - das Becken sein. Aber wie groß ist ausreichend? Pro Zentimeter Länge berechnet der Fachmann einen Liter Wasser. Die Erfahrung habe gezeigt, dass sich die Fische ihrem jeweiligen Lebensraum anzupassen versuchen, sagt der 1. Vorsitzende. Je größer ein Bassin ist, desto größer werden auch die Fische. Befüllt werden die Aquarien zunächst mit Kaltwasser, das dann mit heißem Wasser auf die für die Tiere erforderliche Temperatur zwischen 22 und 28 Grad gebracht wird. Auch der pH-Wert muss stimmen. Er pendelt für die verschiedenen Fische zwischen 6,5 und 8 auf der entsprechenden Skala.

Maik Krahlher kommt aus Blumenthal und züchtet Seewasserfische. Für seine Doktorfische, Anemonen, Krebse und Grundeln braucht er Salzwasser. Das salzige Seewasser müsse etwa fünf Wochen lang angesetzt werden, erklärt er. "Es muss reifen." Dazu gibt er 30 Gramm Salz auf einen Liter gefiltertes Wasser. Das Verhältnis muss stimmen, denn bei einer zu hohen Dosierung würde das Wasser zu aggressiv, es würde die Schuppenhaut der Fische angreifen.

Die Aquarien brauchen je nach Fischart auch eine besondere Ausstattung, erläutert Arend Funcke. Der Pfauenaugenbuntbarsch beispielsweise stammt aus dem Amazonas, er will einen sandigen Boden, andere Fische wie der Salmler aus dem Tanganjika-See bevorzugen einen felsigen Grund. Garnelen verabscheuen wieder eisenhaltiges Wasser. In ein Aquarium gehörten auch Pflanzen, Holz und Steine, betont Funcke. Sie seien wichtig für das Umfeld der Fische. Denn die Tiere müssten die Möglichkeit haben, sich zu verstecken. Außerdem müssen die Aquarien von oben beleuchtet werden.

Und dann weist der Vorsitzende noch darauf hin, dass einige Zierfische sehr pflegeintensiv sind. Der Diskus-Fisch beispielsweise braucht einen bestimmten pH-Wert und eine relativ hohe Wassertemperatur. Er bekommt Mückenlarven oder zerhacktes Rinderherz zu fressen. Die Tiere müssen regelmäßig zu einer bestimmten Zeit gefüttert werden.

Nachtaktive Fische können nur in der Dunkelheit ihre Nahrung bekommen. Zudem ist es nicht immer möglich, unterschiedliche Arten miteinander im gleichen Becken zu halten. Skalare beispielsweise beherbergen einen Schmarotzer, der für die Diskus-Fische tödlich ist. Hier verbietet sich von vornherein eine Lebensgemeinschaft. Außerdem leben nicht alle Fischarten friedlich miteinander. Besonders Pärchen versuchen, andere zu verdrängen. Einige Arten verhalten sich auch aggressiv gegenüber anderen. Das Veterinäramt überprüft regelmäßig die Börse. Bisher habe es keine Beanstandungen gegeben, berichtet Funke. Und so freut er sich auf erfolgreiche Tauschgeschäfte und einen regen Erfahrungsaustausch.

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