Stadtteilhaus OTe zeigt die Ausstellung "Orte mit Zukunft - nicht ohne Netzwerke" des Kommunalverbunds Niedersachsen/Bremen "Tenever ist eine Ursuppe der Netzwerkarbeit"

Tenever. Der demografische Wandel, der das gesellschaftliche Zusammenleben nachhaltig verändert, verlangt nach Reaktionen aus der Politik und den sozialen Einrichtungen vor Ort. Kommunen und Regionen wählten bereits vor mehr als zwei Jahren den Arbeitsschwerpunkt "Demografie". Daraus entstand die Wanderausstellung "Orte mit Zukunft - nicht ohne Netzwerke" des Kommunalverbunds Niedersachsen/Bremen, die bis zum 30. November im OTe-Stadtteilhaus zu sehen ist.
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Von Wiebke Plasse

Tenever. Der demografische Wandel, der das gesellschaftliche Zusammenleben nachhaltig verändert, verlangt nach Reaktionen aus der Politik und den sozialen Einrichtungen vor Ort. Kommunen und Regionen wählten bereits vor mehr als zwei Jahren den Arbeitsschwerpunkt "Demografie". Daraus entstand die Wanderausstellung "Orte mit Zukunft - nicht ohne Netzwerke" des Kommunalverbunds Niedersachsen/Bremen, die bis zum 30. November im OTe-Stadtteilhaus zu sehen ist.

Damit ist die Ausstellung in einem Stadtteil angekommen, dessen soziale Einrichtungen gut funktionieren. Zur Eröffnung fanden sich viele Gäste im OTe-Stadtteilhaus von Leiterin Marina Aydt ein: Beiratssprecher Walter Wilkens, Ortsamtsleiter Ulrich Schlüter, Birte Adomat und Susanne Krebser vom Kommunalverbund und drei Mitarbeiter der Gewoba saßen am gedeckten Tisch. Stolz erhob einer der "Entdecker" der Ausstellung, Ulrich Schlüter, das Wort: "Der Sinn des Ganzen ist doch vor allem, die Regionen zu verknüpfen." 500 Meter weiter befinde sich die Grenze zu Niedersachsen. "Wieso sollte man diese Regionalität also nicht nutzen und das Netzwerk auch über Bremen hinaus ausbauen?"

Der demografische Wandel sei vor allem in Ortsteilen wie Osterholz-Tenever deutlich zu erkennen. So viele Einwohner aller Altersgruppen, die auf engstem Raum miteinander lebten, gäben Anlass zu Taten und solchen Projekten. Ralf Schumann vom Servicemanagement der Gewoba ergänzte: "Wir sollten uns als Motor sehen, um die Arbeitslosigkeit zu bekämpfen und die soziale Ökonomie auszubauen."

"OTe geht weiter" heißt es auf einem Plakat der Ausstellung. Darum sei die Präsentation der Beiträge auch für die Bewohner so wichtig: "Tenever ist eine Ursuppe der Netzwerkarbeit und das beste Beispiel für gelungene Sozialprojekte", findet Beiratssprecher Wilkens. Während es früher von Seiten der Politik nur Sätze wie "Gib' dir keine Mühe, das klappt eh nicht" gegeben habe, habe heute jeder Stadtteil für sich mittlerweile bessere Chancen für aktive Handlungen. "Deswegen schieben wir auch derartige Projekte zur Demografie an", sagte Marina Aydt. "Das Altwerden aber auch jung sein wird dank all der Beiträge im bunten Ortsteil Tenever verschönert." Und auch von der GEWOBA, wie Schumann ausführte. Seit ihrer Arbeit als fünfköpfiges Sozialmanagement-Team haben sie etlichen Menschen im Alltag geholfen, barrierefreie Wohnungen gebaut und bei Umzügen tatkräftig unterstützt. Das gelte vor allem als Angebot für die Älteren im Stadtteil Tenever. Andere Adressen kümmern sich hingegen eher um die

Belange der Jugend. Aydt: "Egal für wen: Wir müssen allen Menschen im Stadtteil zeigen, was genau wir für sie anbieten, damit die Hemmschwelle überwunden wird und sie unsere Angebote annehmen."

Auch überregional und in den anderen Stadtteilen Bremens sei das momentan am wichtigsten. Und davon profitiere jeder, sagte Aydt. "Wir arbeiten miteinander, sind verknüpft. Der entscheidende Vorteil daran ist, dass man die Ideen nicht neu erfinden muss, sondern einfach in den Stadtteil nebenan schauen kann." Auch den Stadtteilbewohnern bringe das entscheidende Vorteile, die es, je nach Angebot, zu entdecken gäbe. Welche Beiträge zum demografischen Wandel, sowohl für Senioren als auch für Jugendliche und Erwachsene, das Netzwerk um Tenever nun bietet, zeigt die Ausstellung.

"Orte mit Zukunft - nicht ohne Netzwerk": Die 30 Plakate mit vielen Bildern und informativen Texten sind bis zum 30. November, im Stadtteilhaus OTe, Ludwigshafener Straße 6, zu sehen, täglich von 9 bis 16 Uhr . Um telefonische Voranmeldung unter 696 12 50 wird gebeten.

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