Erste Bremer Filiale des Buchhändlers / 18 Mitarbeiter betroffen

Thalia schließt in Sögestraße

Bremen.Die Buchhandlung Thalia wird ihre Filiale in der Sögestraße schließen. Das bestätigte eine Sprecherin der Thalia Holding GmbH (Hagen) gestern auf Nachfrage dieser Zeitung.
28.08.2013, 00:00
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Thalia schließt in Sögestraße
Von Heinz-Peter Petrat
Thalia schließt in Sögestraße

Thalia wird seit einiger Zeit umgebaut, weil die Konsumenten Bücher zunehmend im Internet einkaufen und Konkurrenten wie Amazon davon profitieren. Foto: Bernd Thissen

dpa

Die Buchhandlung Thalia wird ihre Filiale in der Sögestraße schließen. Das bestätigte eine Sprecherin der Thalia Holding GmbH (Hagen) gestern auf Nachfrage dieser Zeitung. Der genaue Termin stehe noch nicht fest, wahrscheinlich sei der 1. März 2014. Betroffen seien 18 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, die von der Unternehmensleitung bereits frühzeitig über die geplante Schließung informiert worden seien. Thalia sei bemüht, für diese Mitarbeiter die bestmöglichen Lösungen zu finden und die Schließung so sozial verträglich wie möglich durchzuführen. Mit Hinweis auf die noch laufenden Gespräche wollte das Unternehmen vorerst noch keine weiteren Details mitteilen.

Im März 1997 hatte Thalia seine Filiale im ehemaligen Dörrbecker-Haus in der Sögestraße eröffnet – die erste des Buchhandelsunternehmens außerhalb Hamburgs, wo Thalia zu dem Zeitpunkt bereits zwölf Filialen betrieb. 2003 folgte eine weitere Bremer Filiale an der Obernstraße. Inzwischen hat das Unternehmen mit Standorten in der Waterfront, im Roland-Center, im Weserpark, an der Berliner Freiheit, an der Pfalzburger Straße und im Haven Höövt sechs weitere Filialen in Bremen.

Nach eigenen Angaben betreibt das 1919 in Hamburg gegründete Unternehmen derzeit knapp 300 Buchhandlungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Zu den Gründen, warum das Geschäft in der Sögestraße geschlossen wird, wollte es gestern keine weitere Auskunft geben.

Harm Hesterberg, 1. Vorsitzender der Bremer City Initiative, bedauert, dass Thalia seinen Standort in der Sögestraße aufgibt. „Das Geschäft hat mir immer gefallen und war sehr gut frequentiert“. Er vermutet, dass der Handel übers Internet dem Buchhändler zunehmend zu schaffen macht. Als neuen Mieter wünscht Hesterberg sich ein Geschäft mit frischen Ideen und einem Sortiment, das es in Bremen noch nicht gibt: „Etwas spannendes Neues.“

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