Das Statt-Theater Vegesack startet im September in seine 26. Spielzeit Theater-Spektakel an der Jacobs-University

„Gretchen 89ff“, „Offene Zweierbeziehung“, „In Zungen reden“ und „Der Kontrabass“– mit diesem Stücken tritt das Statt-Theater Vegesack ab 20. September insgesamt 20-mal im Theater Space der Jacobs University auf. Weitere Spielstätten in der neuen Saison sind das Bürgerhaus und der Kulturbahnhof.
22.08.2014, 00:00
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Von Marina Köglin

„Gretchen 89ff“, „Offene Zweierbeziehung“, „In Zungen reden“ und „Der Kontrabass“ – mit diesem Stücken tritt das Statt-Theater Vegesack ab 20. September insgesamt 20-mal im Theater Space der Jacobs University auf. Weitere Spielstätten in der neuen Saison sind das Bürgerhaus und der Kulturbahnhof.

Gleich sieben Theaterproduktionen bietet das Statt-Theater Vegesack in seiner 26. Spielzeit. Erstmals startet die Nordbremer Theatergruppe mit einem Theater-Spektakel in die nächste Saison: vom 20. September bis zum 16. November werden im Rahmen des Statt-Theater-Spektakels an 20 Abenden vier Inszenierungen, darunter eine Premiere, auf die Bühne des Theater Space in der Jacobs University gebracht.

Gezeigt werden „Gretchen 89ff.“ (Premiere) von Lutz Hübner, „Offene Zweierbeziehung“ von Dario Fo und Franca Rame, „In Zungen reden“ von Andrew Bovell sowie „Der Kontrabass“ von Patrick Süskind

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Im Theater Space der Jacobs University hat das Statt-Theater Vegesack bereits im Herbst vergangenen Jahres gespielt. Mit einem neu gestalteten Bar-Bereich soll dort im September die neue Spielzeit mit der Komödie „Gretchen 89ff.“ von Lutz Hübner eröffnet werden. Es ist eine der berühmtesten Szenen der deutschen Literatur: Gretchen kehrt heim und findet das Schmuckkästchen, das Faust und Mephisto dort für sie hinterlassen haben.

Zehn Schauspielerinnen und Regisseure bemühen sich darum, diese Kästchen-Szene auf die Bühne zu bringen und stolpern allesamt über ihre eigenen Macken – hier die Diva, die ihren Regisseur fast zum Weinen bringt, dort ein „Streicher“, der das Gretchen völlig überflüssig findet und am liebsten komplett rausstreichen möchte. Die Zuschauer begegnen bei diesem Besuch auf der Probenbühne einer ganzen Menagerie von theatralen Sonderlingen – oder könnte an so viel Klischee doch ein Körnchen Wahrheit sein? Laura Schimmler führt bei „Gretchen 89ff.“ erstmals Regie.

Die Aufführungstermine: 20. September (18 Uhr), 21. September (18 Uhr), 26. September (20 Uhr), 27. September (20 Uhr), 28. September (18 Uhr), 16. Oktober (20 Uhr), 17. Oktober (20 Uhr), 18. Oktober (20 Uhr), 19. Oktober (18 Uhr), 23. Oktober (20 Uhr), 25. Oktober (20 Uhr) und 26. Oktober (18 Uhr).

Bitterböse Beziehungskomödie

Die „Offene Zweierbeziehung“ unter der Regie von Franziska Mencz ist eine explosive und rasante, aber auch bitterböse Beziehungskomödie. Taugt eine offene Zweierbeziehung als Beziehungsmodell für Antonia und ihren Mann? Mit dieser Frage ringt die Inszenierung bereits seit einigen Jahren und hat dabei nichts an Energie und Dynamik verloren. Aufgeführt wird das Stück am 2. Oktober (20 Uhr), 4. Oktober (20 Uhr) und 5. Oktober (18 Uhr) ebenfalls im Theatre Space der Jacobs-Uni.

Mit der Inszenierung „Der Kontrabass“ wird eine erfolgreiche Produktion des Statt-Theater-Mitglieds Martin Mader präsentiert. Regie führte ebenfalls Franziska Mencz. Der ebenso witzig-skurrile wie traurig-tiefgründige Monolog wird am 1. November (20 Uhr) und 2. November (18 Uhr) aufgeführt.

„In Zungen reden“ ist das vierte Stück im Rahmen des Statt-Theater-Spektakels. Das Stück über ein kompliziertes Geflecht von Liebesbeziehungen feierte im Herbst letzten Jahres unter der Regie von Walter Schimmler Premiere und ist im November erneut im Theatre Space zu sehen. Aufführungstermine: 14. und 15. November (jeweils 20 Uhr) und 16. November (18 Uhr).

In der Vorweihnachtszeit zeigt das Statt-Theater Vegesack im Kulturbahnhof das Kinderstück „An der Arche um acht“ von Ulrich Hub. Überall Eis und Schnee und mittendrin – drei Pinguine. Eine aufgeregte Taube bringt die Nachricht, dass eine Sintflut bevorsteht und dass sich zwei von ihnen dringend auf der Arche Noah einfinden sollen... Regie führen Nadine Miguel und Anni Diercks.

Im Februar und März 2015 führt das Statt-Theater Vegesack auf der Studiobühne des Bürgerhauses Vegesack die Kriminalkomödie „Fisch zu viert“ von Wolfgang Kohlhaase und Rita Zimmer auf. Regie führt Walter Schimmler. Eine siebte Inszenierung ist für Mai und Juni im Kulturbahnhof geplant. Eintrittskarten, Gutscheine und den „Spektakelblock“ gibt es in der Buchhandlung „Otto & Sohn“, Breite Straße 21-22, Telefon 04 21 / 66 60 02 oder im Internet unter www.statt-theater-vegesack.de.

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