Petra Niemann aus Walle zeigt erstmals ihre farbenfrohen Werke im Gröpelinger Diakonie-Krankenhaus

„Tier trifft Farbe“

Ein bisschen wie auf Safari fühlt man sich auf den Fluren des Evangelischen Diakonie-Krankenhauses. Frösche, Zebras, Löwen, Affen und andere exotische Tiere tummeln sich auf den farbenfrohen Bildern der Waller Künstlerin Petra Niemann, die seit Juli im Eingangsbereich des Diako gezeigt werden.
23.08.2012, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Caroline Süss

Ein bisschen wie auf Safari fühlt man sich auf den Fluren des Evangelischen Diakonie-Krankenhauses. Frösche, Zebras, Löwen, Affen und andere exotische Tiere tummeln sich auf den farbenfrohen Bildern der Waller Künstlerin Petra Niemann, die seit Juli im Eingangsbereich des Diako gezeigt werden.

Ohlenhof. "Tier trifft Farbe" ist die erste Ausstellung der gebürtigen Bremerin und der Titel ist Programm: Ihre Bilder zeigen in leuchtenden Farben die abwechslungsreiche Tierwelt der verschiedenen Kontinente. "Tiere male ich am liebsten", erklärt die gelernte Tischlerin. Neben einem Löwen, der die Zähne fletscht, einem wandelbaren Chamäleon und einem Mandrillen in dreifacher Ausführung (eine Affenart aus Zentralafrika), sind in der Ausstellung noch viele weitere exotische Tiere zu finden. Die Anregungen für die lebendigen Motive bekommt Petra Niemann auf ihren Reisen durch die Welt. Thailand, Brasilien, Sri Lanka und Mexiko sind nur einige der Länder, die sie bereits besucht hat. Motive, die sie besonders beeindrucken, fotografiert sie oder behält sie im Kopf und setzt sie zu Hause auf der Leinwand um.

Eine Art Suchbild für Kinder

Manche ihrer Werke enthalten mosaikartige Elemente, die als kubistisch eingeordnet werden können. Spielerisch setzt Niemann diesen Stil auch auf einem Bild der Ausstellung ein, das sie vor allem für Kinder gemalt hat. Auf der großen, farbenprächtigen Leinwand sind viele verschiedene Tiere versteckt, die man erst bei genauerem Hinsehen entdeckt. "Es ist eine Art Suchbild", beschreibt sie.

Malen tut sie eigentlich schon immer, erzählt sie, aber eine Ausstellung zu machen, dazu fehlte der Autodidaktin bisher der Mut. Bis vor einigen Monaten, als sie quasi dazu "gezwungen" wurde. "Ich hatte keinen Platz mehr bei mir zu Hause, um weiter zu malen", erklärt sie schmunzelnd. Eine Freundin riet ihr zu der Ausstellung. Insgesamt 46 Acrylbilder zeigt Niemann in ihrer aktuellen Ausstellung im Diako. Teilweise nutzte sie zusätzlich auch Spachtel- und Collagentechnik um die Bilder zu gestalten. "Ich mag Bilder, auf denen man etwas erkennt", sagt sie.

Auch einige ihrer frühen Arbeiten sind im Treppenhaus zu sehen. "Die sind aus meiner düsteren Phase", erklärt sie. Ganz anders als auf den farbenprächtigen Tierbildern, dominieren auf den etwas kleineren Werken dunkle Farben und abstrakte Formen. Für die Zukunft hat Niemann noch viele weitere Ideen. Gerade war sie auf den Seychellen und hat dort wieder Anregungen gesammelt. Vor allem der urwaldähnliche Baumbestand hat sie beeindruckt.

Das Gröpelinger Diako bietet, genau wie das St.-Joseph-Stift in Schwachhausen und das Rote Kreuz Krankenhaus, Künstlern die Möglichkeit, ihre Werke auszustellen. "Kunst im Krankenhaus" heißt das Konzept, dass seit rund 20 Jahren Kunst und Künstler fördert. Ein weiterer wichtiger und erwünschter Aspekt der ausgestellten Kunst ist die positive Wirkungen auf die Patienten, denn Kunst kann heilsam wirken und den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen. Das Angebot richtet sich aber auch an das Krankenhauspersonal, die Besucher und die Menschen im Stadtteil. Inzwischen haben die drei Kliniken rund 100 Ausstellungen organisiert.

Die Ausstellung "Tier trifft Farbe" ist noch bis zum 30. September im Eingangsbereich des Diako zu sehen. Der Eintritt ist frei. Weitere Informationen unter www.diakobremen.de.

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