Bremer Tierschutzverein Tierheim bekommt mehr Geld

Bremen. Nachdem der Bremer Tierschutzverein einen größeren Zuschuss für den Betrieb des Tierheims gefordert hatte, hat der Senat den neuen Forderungen nachgegeben. Das Tierheim bekommt nun einen Pauschalbetrag von 400.000 Euro pro Jahr.
20.02.2013, 05:00
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Von Christina Schmidt

Bremen. Nachdem der Bremer Tierschutzverein von der Stadt einen größeren Zuschuss für den Betrieb des Tierheims gefordert hatte, hat der Senat am Dienstag den neuen Forderungen nachgegeben.

Demnach erhält das Tierheim nun einen Pauschalbetrag von 400.000 Euro pro Jahr als Entschädigung für die Unterbringung von Fundtieren. Das ist doppelt so viel wie in den vorangegangenen Jahren. "Die Entscheidung zeigt, dass der Senat nicht alles auf den Schultern des Tierschutzvereins ablädt", sagt Wolfgang Apel, Vorsitzender des Tierschutzvereins. "Dennoch müssen wir kämpfen, um unser Geld zusammenzukriegen." Laut Apel benötigt das Tierheim jährlich rund 1,2 Millionen Euro.

Laut Gesetz ist die Stadt verpflichtet, für die Betreuung von Fundtieren zu sorgen. Der Tierschutzverein betreibt das Tierheim, die Stadt übernimmt einen Teil der Kosten. Den weitaus größeren Anteil muss der Verein bei Spendern sammeln – auch nach der nun bewilligten Budgeterhöhung. Erst kürzlich hatte der Verein den Neubau eines Katzen- und Hundehauses allein aus Spendengeldern finanziert.

"Die Restfinanzierung ist Angelegenheit des Tierheims", sagt Rainer Gausepohl, Sprecher der Innenbehörde. "Momentan funktioniert das ja ganz gut." Würde der Tierschutzverein sein Engagement indes aufgeben, hätte die Stadt die Pflicht, sich selbst um die Tiere zu kümmern. Apel sähe es daher gerne, wenn sich die öffentliche Hand noch mehr engagieren würde. Beispielsweise habe das Tierheim kürzlich 95 verwahrloste Katzen von einer Besitzerin abgeholt: "Dafür kriegen wir kein Geld", sagt Apel. Ein Großteil seiner Mitarbeiter engagiere sich ehrenamtlich.

Die Verhandlungen um einen neuen Vertrag mit dem Stadtamt dauerten bereits seit 2011 an. Damals hatte der Tierschutzverein den Vertrag gekündigt, weil ihm die Zahlungen nicht ausreichten. Er erhält daher rückwirkend zusätzliche 150.000 Euro für das Jahr 2012.

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