Diskussion um Kita-Gutscheine Träger fordern Systemwechsel

Die Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege unterstützt die Einführung von Kita-Gutscheinen. Die Bremer Träger wollen, dass das Modell in der nächsten Legislaturperiode eingeführt wird.
27.01.2018, 16:06
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Träger fordern Systemwechsel
Von Kristin Hermann

Die Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege (LAG) unterstützt die Einführung von sogenannten Kita-Gutscheinen. Die Träger wollen sich in den kommenden Monaten dafür einsetzen, dass das Modell in der nächsten Legislaturperiode in Bremen eingeführt wird, erklärte LAG-Sprecher Arnold Knigge gegenüber dem WESER-KURIER.

Demnach wollen die freien Träger während eines Bündnistreffens mit verschiedenen Akteuren der Kinderbetreuung und Vertretern der Bildungsbehörde Anfang Februar noch einmal gezielt für einen Systemwechsel werben. Das Thema war in dieser Woche politisch geworden, als die Fraktionen in der Bürgerschaft über eine mögliche Änderung des bestehenden Systems diskutierten (wir berichteten).

Vor allem die CDU-und FDP-Fraktion hatten sich dafür ausgesprochen und auch die Grünen signalisierten Interesse. Zweifel hat Knigge indes bei der SPD. Es sei selbstverständlich, dass man sich auf gewisse Regeln verständige – jedoch müsse den Trägern Freiheiten bei der Umsetzung gelassen werden. Die Träger der freien Wohlfahrtspflege erhoffen sich von einem Systemwechsel vor allem vereinfachte Verfahren bei der Eröffnung neuer Einrichtungen. „Im Pflege- oder Erziehungsbereich läuft das bereits erfolgreich“, so Knigge.

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Konkret geht es bei den Kita-Gutscheinen darum, wie Bremen seine Kinderbetreuung in den kommenden Jahren möglichst effizient planen soll. Aktuell setzt die Stadt auf das sogenannte Zuwendungssystem. Die Sozialbehörde steuert dabei zentral das Platzangebot in den Stadtteilen. Der städtische Betrieb Kita Bremen und die freien Träger geben Interessensbekundungen ab, wo sie wie viele Plätze bereithalten können.

Anstatt den Bedarf wie in Bremen zentral zu ermitteln und dann eine bestimmte Anzahl Kita-Plätze anzubieten, richten Hamburg und Berlin beispielsweise das Angebot an der Nachfrage aus. Bei dem Modell bekommen Eltern auf Antrag bei der Behörde Gutscheine. Diese geben sie in der Kita oder Krippe ihrer Wahl ab. Die Einrichtung wiederum rechnet mit der Behörde auf Basis des Gutscheins ab.

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