Mehrere Bremer Jugendliche afrikanischer Abstammung absolvierten Fußballcamp am Schluchsee Training mit Armin Veh und Maurizio Gaudino

Bremen. Für 13 Bremer Jugendliche ist die Einstimmung auf die Fußballweltmeisterschaft in Südafrika mehr als gelungen. Acht Tage lang waren sie unterwegs, wurden im Schluchseer Trainingscamp von Fußballprofis trainiert. Besonders in Erinnerung geblieben ist vielen dabei Eric Mbarga vom DFB-Mobil. Als guter Trainer, aber auch als Vorbild: Denn geladen waren Bremer Jugendliche, von denen mindestens ein Elternteil aus Afrika stammt.
13.06.2010, 22:20
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste
Von Kathin Wischnath

Bremen. Für 13 Bremer Jugendliche ist die Einstimmung auf die Fußballweltmeisterschaft in Südafrika mehr als gelungen. Acht Tage lang waren sie unterwegs, wurden im Schluchseer Trainingscamp von Fußballprofis trainiert. Besonders in Erinnerung geblieben ist vielen dabei Eric Mbarga vom DFB-Mobil. Als guter Trainer, aber auch als Vorbild: Denn geladen waren Bremer Jugendliche, von denen mindestens ein Elternteil aus Afrika stammt.

Der Honorarkonsul des westafrikanischen Inselstaates Kap Verde, Helmut W. Schweimler, hatte ursprünglich vor, 40 Kinder aus 40 afrikanischen Ländern in das Hotel 'Vier Jahreszeiten' an den Schluchsee einzuladen. Die bürokratischen Hürden wie Visa-Probleme ließen diese Idee bis auf wenige Ausnahmen scheitern. Statt dessen bekamen fußballbegeisterte Jugendliche aus Deutschland kurzfristig das Angebot zur Teilnahme. Dazu gehörten Vollverpflegung, Hotelunterbringung, tägliche Trainingseinheiten und ein Freizeitprogramm wie Ausflüge in Vergnügungsparks. Helmut W. Schweimler war durch den jährlichen African Football Cup, der vom Pan-Afrikanischen Verein organisiert wird, auf Bremen aufmerksam geworden. Der Verein wiederum wollte es sich nicht nehmen lassen, möglichst vielen Jugendlichen die Chance zur Teilnahme zu bieten, auch wenn das bedeutete, die Kosten für eine Betreuerin selber tragen zu müssen. Heidi Camara, in Bremen auch als 'Mama Afrika' bekannt, lebt in der Vahr und hat

langjährige Erfahrung darin, Menschen afrikanischer Herkunft zu unterstützen.

Vor Ort im Schwarzwald waren neben Camara noch zwei andere Betreuer für die über 30 aus Bremen, Berlin und Bonn stammenden Fußballer zuständig, die sich 17 afrikanischen Nationen zugeordnet hatten. Peter Brosi, Honorartrainer des DFB-Bezirks Schwarzwald, sorgte für den guten Kontakt der Kinder untereinander und auch für Austausch mit den Fußballern der Region. Täglich wurden zwei Trainingseinheiten mit prominenter Unterstützung von zum Teil international erfolgreichen Fußballern absolviert: Stefan Albrecht, Thomas Brdaric, Armin Veh, Uwe Bein, Maurizio Gaudino und andere waren am Platz. Guido Buchwald ließ es sich trotz Zeitdrucks vor der Weltmeisterschaft nicht nehmen, auch an einer der Freizeitveranstaltungen teilzunehmen, um mit den Jugendlichen ins Gespräch zu kommen.

Beim Abschlussturnier im Kurt-Hetzel-Waldstadion konnten die Trainingseffekte der Woche im Spiel gegen die DFB-D-Juniorenauswahl gemessen werden. Mit dabei waren unter anderem der 14-jährige Adamah Jeremy Touray aus Huchting, der 14-jährige Philipp Sarr aus der Neustadt sowie der 13-jährige Fabio Krämer von der SV Hemelingen. Die 13-jährige Marieme Ka aus der Neustadt war das einzige Mädchen im Trainingscamp. 'Ich musste mich ganz schön durchkämpfen', sagte sie bei der Rückkehr. Vor zwei Jahren habe sie aufgehört mit dem Fußball, 'jetzt fange ich aber wieder an!'

Heidi Camara war voll des Lobes für die Jugendlichen und mit der Organisation durch Peter Brosi und Helmut W. Schweimler sehr zufrieden. Peter Brosi habe betont, dass er einige Talente beobachtet habe. Er werde versuchen, der Einladung zum diesjährigen African Football Cup nach Bremen zu folgen und wolle auf jeden Fall mit den Bremern in Kontakt bleiben.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Einwilligung und Werberichtlinie

Ich erkläre mich damit einverstanden, dass die von mir angegebenen Daten dazu genutzt werden, regelmäßig per E-Mail redaktionelle Inhalte des WESER-KURIER seitens der Chefredaktion zu erhalten. Die Daten werden nicht an Dritte weitergegeben. Ich kann diese Einwilligung jederzeit formlos mit Wirkung für die Zukunft widerrufen, z.B. per E-Mail an widerruf@weser-kurier.de.
Weitere Informationen nach Art. 13 finden Sie unter https://www.weser-kurier.de/datenschutz

Schließen

Das Beste mit WK+