Bremen Travestiekünstler Lothar Gräbs ist tot

Bremen (map). Der Travestiekünstler und Unternehmer Lothar Gräbs ist tot. Der gebürtige Essener, der als „Madame Lothár“ auf zahlreichen Bremer Bühnen auftrat und selbst Inhaber mehrerer Varietés war, ist am Dienstag im Alter von 80 Jahren in seiner Schwachhauser Wohnung gestorben.
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Travestiekünstler Lothar Gräbs ist tot
Von Max Polonyi

Der Travestiekünstler und Unternehmer Lothar Gräbs ist tot. Der gebürtige Essener, der als „Madame Lothár“ auf zahlreichen Bremer Bühnen auftrat und selbst Inhaber mehrerer Varietés war, ist am Dienstag im Alter von 80 Jahren in seiner Schwachhauser Wohnung gestorben. Lothar Gräbs wurde 1933 in Essen geboren. Nach einer Kellnerausbildung in der „Villa Hügel“, dem Wohn- und Repräsentationshaus der Unternehmerfamilie Krupp in Essen, studierte er Sprache, Gesang und Tanz an der Essener Folkwangschule. Anfang der 1960er Jahre kam Gräbs nach Bremen. Hier leitete er zunächst das Varieté „Astoria“ bis zur Schließung im Jahr 1969. Daraufhin eröffnete er im Ostertor die Kleinkunstbühne „Mic Mac“ und gründete im Jahr 1992 das Varietétheater „Madame Lothár“ im Schnoor, wo bekannte Künstler wie Heidi Kabel und Brigitte Mira auftraten. Auch Gräbs selbst stand dort regelmäßig als gleichnamige Travestiefigur „Madame Lothár“ auf der Bühne. Im Mai 2008 musste Gräbs den Betrieb des Theaters im Schnoor wegen finanzieller Probleme aufgeben, die zu einem Insolvenzverfahren führten.

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