Ideen für Lucie-Flechtmann-Platz Trostlose Betonwüste

Alte Neustadt. Meist liegt er menschenleer da, der Lucie-Flechtmann-Platz an der Westerstraße in der Alten Neustadt. Benannt nach einem Bremer Original, einer durchsetzungsfähigen Fischhändlerin, sollte er laut damaligem Bausenator Jens Eckhoff nach seiner Fertigstellung 2003 als Festplatz sowie Spiel- und Erholungsfläche dienen. "Sehen Sie sich doch einmal auf diesem trostlosen Betonplatz um, wer will sich hier erholen?", fragt Eva Kirschenmann, die in der angrenzenden Grünenstraße lebt. Gemeinsam mit zwei Hausmitbewohnerinnen sowie zahlreichen anderen Anwohnern möchte sie sich nun mit einem Bürgerantrag dafür einsetzen, dass sich die Betonwüste in eine Grüne Oase verwandelt. "Ein Ort, an dem Alt und Jung sich begegnen und erholen können", wünscht sich Kirschenmann. Dafür sind die Initiatoren bereit, sich tatkräftig mit einzubringen.
26.07.2012, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Karin Mörtel

Alte Neustadt. Meist liegt er menschenleer da, der Lucie-Flechtmann-Platz an der Westerstraße in der Alten Neustadt. Benannt nach einem Bremer Original, einer durchsetzungsfähigen Fischhändlerin, sollte er laut damaligem Bausenator Jens Eckhoff nach seiner Fertigstellung 2003 als Festplatz sowie Spiel- und Erholungsfläche dienen. "Sehen Sie sich doch einmal auf diesem trostlosen Betonplatz um, wer will sich hier erholen?", fragt Eva Kirschenmann, die in der angrenzenden Grünenstraße lebt. Gemeinsam mit zwei Hausmitbewohnerinnen sowie zahlreichen anderen Anwohnern möchte sie sich nun mit einem Bürgerantrag dafür einsetzen, dass sich die Betonwüste in eine Grüne Oase verwandelt. "Ein Ort, an dem Alt und Jung sich begegnen und erholen können", wünscht sich Kirschenmann. Dafür sind die Initiatoren bereit, sich tatkräftig mit einzubringen.

"Wir haben uns schon lange gefragt, warum wir auf dem Platz und in den Straßen kaum ältere Menschen sehen, obwohl direkt gegenüber zwei Seniorenwohnanlagen stehen", sagt Nachbarin Juditha Friehe. Die Antwort darauf kann Waldemar Fiegert geben, der das Seniorenwohnheim Alfred-Horn-Haus leitet: "Unsere Bewohner und diejenigen aus dem Haus ,kleine Weser‘ würden den Platz nutzen, wenn er mehr schöne Schattenplätze und mehr Grün bieten würde." Marianne Joppmann aus dem Heimbeirat nennt einen weiteren Grund. "Alleine im Rollstuhl kann ich nicht auf den Platz", so die 90-Jährige. Sowohl parkende Autos als auch Bordsteinkanten und an zwei Seiten des Platzes Treppenstufen versperren ihr den Weg. "Es sollte so sein, dass die Anwohner den Platz gemeinsam nutzen und dort in Kontakt kommen können", findet Friehe. Mit Unterschriftenlisten, die in zahlreichen Geschäften in unmittelbarer Nähe des Platzes ausliegen, wollen die Initiatoren nun weitere Unterstützer für ihre Idee finden.

Neben den Senioren interessieren sich mittlerweile auch die Mitglieder des benachbarten Elternvereins "Bambini-Central" für die geplanten Veränderungen. "Wir haben bereits gemeinsam mit Senioren und Eltern einige Ideen erarbeitet, was wir uns vor Ort vorstellen können", erklärt Kirschenmann. Eine Hecke als Abgrenzung zur viel befahrenen Westerstraße gehört ebenso dazu wie Hochbeete, die von allen bepflanzt werden könnten. Eine Grünfläche zum Spielen und ein fester Pavillon, der als Treffpunkt dienen soll, sind weitere Punkte auf der Wunschliste.

Die seit Längerem diskutierte Idee, den Platz zum Parkplatz umzufunktionieren, lehnen die Unterstützer des Bürgerantrags ab. Mittlerweile sind es bereits knapp 200. "Das ist der größte Quatsch", findet Kirschenmann, "das würde nur Pendlern nützen, die bei uns parken und bequem in der Innenstadt einkaufen wollen." Anfang August soll der Antrag an das Neustädter Ortsamt gehen. Dann muss sich der Beirat mit dem Thema beschäftigen.

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