Maskentheatergruppe von Angela Kolter lässt in der Friesenstraße „Nachtschatten“ Gestalt annehmen

Trottellumme tanzt Träume

Steintor. Die Welt der Träume ist grenzenlos und vielfältig, aber auch voller Sehnsüchte und Ängste – das Unbewusste arbeitet auf Hochtouren und erschafft skurrile, unmögliche, wunderschöne und beängstigende Szenerien. Das Maskentheater Trottellumme von Angela Kolter aus der Friesenstraße hat das Bühnenstück „Nachtschatten – eine Traumcollage“ entwickelt, das künstlerisch und darstellerisch durch die Welt der Träume führt.
23.01.2017, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Nadine Grohe

Steintor. Die Welt der Träume ist grenzenlos und vielfältig, aber auch voller Sehnsüchte und Ängste – das Unbewusste arbeitet auf Hochtouren und erschafft skurrile, unmögliche, wunderschöne und beängstigende Szenerien. Das Maskentheater Trottellumme von Angela Kolter aus der Friesenstraße hat das Bühnenstück „Nachtschatten – eine Traumcollage“ entwickelt, das künstlerisch und darstellerisch durch die Welt der Träume führt.

Die ersten beiden Aufführungen am letzten Januarwochenende im Atelier an der Friesenstraße 9 sind bereits ausverkauft. Eine Zusatzvorstellung ist am Sonntag, 5. Februar, um 17 Uhr. Der Vorverkauf läuft über die Georg-Büchner-Buchhandlung am Ziegenmarkt.

Es gibt Tagträume, Wunschträume oder Albträume – in Träumen ist alles möglich, vom Fliegen bis zum Verändern der eigenen Gestalt. Unter der künstlerischen Leitung von Angela Kolter inszenieren die sieben Darstellerinnen des Maskentheaters Trottellumme eine Traumcollage. Außerdem wird es zwei Gasttänzerinnen geben. „Jede Teilnehmerin hat versucht, ihren ganz eigenen Traum umzusetzen“, sagt die Leiterin der Gruppe und des Maskentheaters. Es sollen nicht nur Träume dargestellt, sondern auch transportiert werden. „Unsere Collage soll das Irreale, Paradoxe verarbeiten. Unser Anliegen ist es vor allem, etwas rüberzubringen.“

Die Zuschauer werden durch eine Collage von Szenen und Bildern geführt, deren Figuren vor einer Fotoprojektion von Hervé Maillet und Drucken von Angela Kolter tanzen und improvisieren. Die Darstellerinnen sind ganz in Weiß gekleidet – von Kopf bis Fuß und werden eins mit den Bildern und der Leinwand. „Aus dem Zusammentreffen des Spiels der Maskenfiguren und dem der Bilder entsteht eine Vielschichtigkeit und skurrile Szenen, die wir oft auch in unseren Träumen entdecken“, sagt Angela Kolter. Die Projektionen geben unterschiedliche Strukturen, Nuancen und Farben wieder. „Unser Ziel ist es außerdem, die Träume Stück für Stück zu abstrahieren.“ Das 45 Minuten lange Stück hat keinen wirklichen Beginn und kein offizielles Ende.

Die Masken der Darstellerinnen werden alle von Hand gemacht. Baseler Maskenpapier wird um eine Form aus Ton gelegt, kaschiert und anschließend bemalt und gestaltet, ganz individuell. „Eine Maske zu bauen, dauert ein langes Wochenende“, sagt Angela Kolter.

Für das Stück „Nachtschatten“ haben die Frauen ihre eigenen, persönlichen Masken gestaltet. Trotz der starren Masken, die keine Mimik zulassen, verleihen sie mit ihrem Spiel und der Kombination aus einem feinen Klangteppich und den Projektionen viel Tiefe. „Es ist schön, auch mal in eine andere Rolle zu schlüpfen“, sagt Maskenspielerin Barbara Marach-Jache. „Sich auszuprobieren und ohne Sprache etwas darzustellen“, sagt Susanne Rauchenberger, „ist einfach toll.“

„Ohne Sprache etwas darzustellen, ist einfach toll.“ Susanne Rauchenberger
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